Vor vier Jahrzehnten traf die Familie Morsch ein schwerer Schicksalsschlag: Der erst 16-jährige Stefan Morsch erkrankte an Leukämie. Dank einer Stammzellspende erhielt er 1984 in Seattle die Chance auf Heilung. Als Stefan kurze Zeit später verstarb, beschlossen seine Eltern Emil Morsch und seine Ehefrau Hiltrud Morsch, das Vermächtnis ihres Sohnes weiterzutragen. Auf ihre Initiative wurde die Stefan-Morsch-Stiftung gegründet und damit der Grundstein für Deutschlands erste Stammzellspenderdatei gelegt. Heute führt Susanne Morsch als Vorstandsvorsitzende der Stiftung die Arbeit ihrer Eltern mit großem Engagement fort.
„Aus einem unermesslichen persönlichen Verlust haben Emil und Hiltrud Morsch gemeinsam etwas geschaffen, das weit über die Grenzen unserer Region hinaus Hoffnung schenkt“, betonte Oberbürgermeister Frühauf. „Was als mutige Pionierleistung gegen zahlreiche Hürden begann, hat bis heute unzähligen Leukämie- und Tumorpatienten weltweit neue Lebensperspektiven eröffnet. Dieses Lebenswerk treibt Emil und Susanne Morsch, sowie alle Mitarbeitenden der Stiftung heute noch täglich an und verdient unseren größten Respekt und unsere Anerkennung.“
Der Jubiläumsabend bot einen würdigen Rahmen für zahlreiche emotionale Momente sowie inspirierende Beiträge aus Politik, Medizin, Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei wurde deutlich, welche enorme Entwicklung die medizinische Forschung und insbesondere die Stammzelltherapie in den vergangenen Jahrzehnten genommen haben. Die Fortschritte, die eindrucksvoll dargestellt wurden, machen Mut und eröffnen Patienten heute Chancen, die vor 40 Jahren noch undenkbar gewesen wären. Der Erfolg der Stiftung beruht dabei seit jeher auf der Hilfsbereitschaft der vielen freiwillig Registrierten.
„Die Stefan-Morsch-Stiftung zeigt seit vier Jahrzehnten, wie aus Mitgefühl konkrete Hilfe entstehen kann“, so Oberbürgermeister Frühauf. „Idar-Oberstein ist stolz darauf, ein Teil der Heimat dieser außergewöhnlichen Institution zu sein. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Spenderinnen und Spendern sowie der Familie Morsch, die die Stiftung über die Zeit weg begleitet und getragen hat. Die vergangenen 40 Jahre sind eine beeindruckende Erfolgsgeschichte. Gleichzeitig blickt man mit Zuversicht auf die Zukunft, denn die medizinischen Möglichkeiten entwickeln sich stetig weiter und eröffnen immer neue Wege, Leben zu retten und Hoffnung zu schenken.“
