Brillen werden oft „nur“ als optisches Hilfsmittel angesehen. Aber sie haben auch eine große Bedeutung für globale Bildungsgerechtigkeit. Denn wenn ein Kind nicht sieht, was an der Tafel steht, bleibt der Zugang zu Wissen schlichtweg versperrt. So kann eine gut erhaltene Brille, die vielleicht ungenutzt in einer Schublade liegt, für einen anderen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen – beim Lernen, im Berufsleben und im Alltag. Aus diesem Grund unterstützen der Landkreis Birkenfeld und die Stadt Idar-Oberstein die Initiative „Brillen ohne Grenzen“.
Die Initiative sammelt gebrauchte Brillen und führt geeignete Sehhilfen einer sinnvollen Weiterverwendung zu. Damit erhalten Menschen Unterstützung, für die der Zugang zu einer passenden Sehhilfe ansonsten oftmals nur schwer oder gar nicht möglich wäre. Daher möchten die Kommunen dazu beitragen, diese wertvolle Initiative auch in unserer Region bekannter zu machen und möglichst viele Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen zu bewegen.
Hierfür stellt die Kreisverwaltung Sammelboxen für gebrauchte Brillen zur Verfügung. Eine davon steht gut sichtbar im Foyer der Stadtverwaltung Idar-Oberstein. Ein entsprechendes Hinweisschild informiert über die Aktion und soll Besucherinnen und Besucher darauf aufmerksam machen, dass sie ihre zu Hause nicht mehr benötigten Brillen unkompliziert in die Sammelbox einwerfen können. Die Sammelbox schafft damit eine einfache und niedrigschwellige Möglichkeit zur Beteiligung und erinnert gleichzeitig daran, dass auch eine nicht mehr genutzte Brille noch wertvoll sein kann.
Gesammelt werden insbesondere gebrauchte Brillen mit Sehstärke, Kinder- und Lesebrillen sowie geeignete Sonnenbrillen. Die Aktion verbindet zwei wichtige Anliegen: Sie leistet konkrete Hilfe für Menschen und trägt gleichzeitig dazu bei, vorhandene Ressourcen sinnvoll weiterzuverwenden. Eine Brille, die hier nicht mehr benötigt wird, kann andernorts einen echten Mehrwert schaffen.
- Nähere Informationen zu der Initiative gibt es unter www.brillen-ohne-grenzen.de.
