Idar-Oberstein wurde am vergangenen Sonntag zum Treffpunkt für automobile Zeitzeugen: Rund 200 historische Pkw und Motorräder sorgten auf dem Schleiferplatz und in der Idarer Fußgängerzone für glänzende Augen bei Oldtimerfans und zahlreichen Besuchern. Beim mittlerweile fünften Oldtimertreffen des Automobilclubs Idar-Oberstein, das gemeinsam mit Stadtmarketing e.V. und der Kreissparkasse veranstaltet wurde, gab es interessante automobile Raritäten aus mehr als einem Jahrhundert zu bestaunen.
Auch Oberbürgermeister Frank Frühauf zeigte sich begeistert und begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mit ihren historischen Fahrzeugen aus nah und fern angereist waren. Er lobte das Engagement der Organisatoren und die gelungene Veranstaltung, die einmal mehr eindrucksvoll zeigte, wie faszinierend die Geschichte des Automobils sein kann.
Das gute Wetter tat sein Übriges: Schon vor dem offiziellen Veranstaltungsbeginn um 10 Uhr rollten zahlreiche Oldtimerbesatzungen in die Innenstadt. Den Besuchern bot sich eine beeindruckende Vielfalt historischer Fahrzeuge. Besonders auffällig war in diesem Jahr die große Zahl an Kleinwagen – Fahrzeuge, die einst zum Straßenbild gehörten und heute echte Raritäten sind.
Besondere Hingucker waren ein Ford Model T von 1915, auch „Tin Lizzie“ genannt, ein Goggomobil Coupé der längst vergangenen Marke Glas, eine BMW Isetta, die den Eindruck vermittelte, sie sei gerade erst vom Band gerollt. Nicht minder beeindruckend waren der Lloyd Alexander TS sowie zwei wunderschöne Borgward Isabella Coupés, darunter eine seltene Cabriolet-Variante aus dem Hause Karl Deutsch.
Automobilgeschichte zum Anfassen
Die Fahrzeugschau bot eine imposante Zeitreise durch die komplette Entwicklung des Pkw. Die italienischen Autobauer waren unter anderem mit Alfa Romeo und Fiat vertreten – darunter ein seltener Fiat 600 Multipla. Simca, Renault, Alpine und Citroën repräsentierten Frankreich, während Morgan und Mini für britischen Automobilcharme sorgten. Auch die großen amerikanischen Klassiker fehlten nicht: Cadillac, Shelby Cobra, Mustang und Corvette zogen die Blicke auf sich.
Mit dem Roadbook durch den Hunsrück
Wer nicht nur schauen, sondern seinen Oldtimer auch bewegen wollte, nahm an der optionalen Ausfahrt teil. Gegen 13 Uhr wurden die Roadbooks ausgegeben, anschließend machten sich rund 30 historische Fahrzeuge auf den Weg durch die malerischen Landschaften des Hunsrücks.
Für die fachkundigen Erläuterungen sorgte erneut Leonhard Stibitz, der als Moderator mit seinem enormen Wissen zu nahezu jedem Fahrzeug spannende Geschichten und technische Details parat hatte. Für die passende musikalische Begleitung zeichnete DJ KFR alias Florian Reidenbach verantwortlich, der mit seinen Sounds die besondere Atmosphäre des Treffens unterstrich.
Für Teilnehmer und Besucher wurde das Oldtimertreffen damit zu einem echten Erlebnis: glänzender Chrom, liebevoll restaurierte Karosserien, historische Motorentechnik und passende Musik ließen die automobile Vergangenheit lebendig werden. Die örtliche Gastronomie sorgte zudem dafür, dass auch das leibliche Wohl der Oldtimerbesatzungen und Gäste nicht zu kurz kam.
