Im Notfall zählt oft jede Minute. Umso wichtiger ist es, dass Rettungskräfte schnell auf wichtige Gesundheits- und Kontaktdaten zugreifen können. Genau hier setzt die SOS-Notfalldose an: Die Stadt Idar-Oberstein verteilt derzeit 2.000 Exemplare an Pflegedienste sowie Bürgerinnen und Bürger und möchte damit das Bewusstsein für eine einfache, aber wirkungsvolle Vorsorgemöglichkeit stärken.
Die SOS-Notfalldose ist ein kleiner Kunststoffbehälter, in dem die wichtigsten Informationen für einen medizinischen Notfall hinterlegt werden können. Dazu zählen beispielsweise Angaben zu Medikamenten, Vorerkrankungen und Allergien sowie wichtige Kontaktpersonen. Die Dose wird in der Kühlschranktür aufbewahrt. Ein Hinweis an der Haustür und am Kühlschrank informiert die Rettungskräfte darüber, dass eine Notfalldose vorhanden ist und wo sie zu finden ist. Das Konzept ist bewusst unkompliziert: Auch wenn eine Person im Notfall selbst keine Auskunft geben kann, stehen wichtige Informationen schnell zur Verfügung.
„Die SOS-Notfalldose ist ein gutes Beispiel dafür, dass mehr Sicherheit im Alltag nicht kompliziert sein muss“, erklärt Oberbürgermeister Frank Frühauf. „Mit einer kleinen Dose können wichtige Informationen gebündelt und im Notfall schnell zugänglich gemacht werden. Deshalb möchten wir dazu beitragen, dieses hilfreiche Angebot in Idar-Oberstein noch bekannter zu machen.“
Die Stadtverwaltung gibt die Notfalldosen über verschiedene Wege aus, unter anderem erhalten Pflegedienste Exemplare zur Weitergabe an ihre Kundinnen und Kunden. Auch Bürgerinnen und Bürger können sich eine SOS-Notfalldose direkt im Bürgerservice der Stadtverwaltung kostenlos abholen. Darüber hinaus werden die Dosen über Beratungsstellen und medizinische Einrichtungen verteilt, um insbesondere ältere, erkrankte oder hilfsbedürftige Menschen zu erreichen.
Möglich wird die Aktion durch eine großzügige Spende der Bittmann-Stiftung mit Sitz in Meisenheim. Die gemeinnützige Organisation hat insgesamt 30.000 SOS-Notfalldosen für die Landkreise Bad Kreuznach und Birkenfeld sowie die Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein zur Verfügung gestellt.
Oberbürgermeister Frank Frühauf bedankt sich herzlich bei der Bittmann-Stiftung für die großzügige Unterstützung: „Eine Spende in dieser Größenordnung ist alles andere als selbstverständlich. Ich möchte mich daher im Namen der Stadt Idar-Oberstein und persönlich ganz herzlich bei der Bittmann-Stiftung bedanken. Mit den Notfalldosen wird ein konkreter Beitrag dazu geleistet, dass wichtige Informationen im entscheidenden Moment schnell zur Hand sind. Das schafft Sicherheit – für die Betroffenen ebenso wie für Angehörige und Rettungskräfte.“
Die auffällig rot-grünen Notfalldosen sollen dazu beitragen, das Thema Notfallvorsorge stärker ins Bewusstsein zu rücken. Denn manchmal kann eine kleine Dose einen großen Unterschied machen.
