Als nächste Vorführung der Reihe „Film in der Messe“ zeigen die Initiative StattKino und das Kulturamt Idar-Oberstein am Freitag, 20. November 2026, um 19.30 Uhr in der Messe Idar-Oberstein das Drama „Calle Málaga - Ein Zuhause in Tanger“. Der Film von Maryam Touzani feiert das Alter und die Selbstbestimmtheit – und man sieht ihm gerne zu. Als korrespondierende Speise serviert das Landgasthaus Böß um 18.30 Uhr Rfissa (Fladenbrot, Hühncheneintopf mit Linsen, Ras elHanout). Da die Plätze für das Essen begrenzt sind, ist hierfür eine Anmeldung erforderlich. Das Essen kann auch als vegetarische Variante vorbestellt werden.
Wer noch nie in Tanger war, möchte sofort hinfahren. Schon in den ersten Bildern zelebriert Regisseurin Maryam Touzani einen Sehnsuchtsort: eine malerische Stadt am Meer mit freundlichen Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen, kleinen verwinkelten Gassen, Märkten, die pralle und sonnengereifte Früchte feilbieten. Diese kleine Hommage an Touzanis Heimatstadt macht die Liebe der Hauptfigur Maria zu ihrer Stadt und ihrem Viertel begreiflich – und damit nachvollziehbar, warum es Maria unmöglich ist, auf das Leben hier zu verzichten.
Maria ist eine energische und lebenslustige Frau Ende 70, die seit dem Tod ihres Mannes in der Wohnung lebt, in der sie auch ihre Tochter großgezogen hat: in der Calle Málaga. Sie liebt den Trubel in der Gasse vor ihrer Haustür, kennt hier Alt und Jung und weiß, wem sie vertrauen kann. Maria ist alleine, aber nicht einsam. Dennoch ist es immer wieder ein Highlight, wenn ihre Tochter Clara zu Besuch kommt. Was selten genug der Fall ist. Clara lebt in Madrid mit ihren zwei Kindern, ist Krankenschwester, geschieden, chronisch überfordert – und sie braucht Geld.
Darum hat sie entschieden, die Wohnung in der Calle Málaga zu verkaufen. Ihre Mutter hofft sie dann nach Madrid locken zu können – die aber verweigert sich auf der ganzen Linie. Also wird ein Makler mit dem Verkauf betraut, die Möbel werden verramscht. Maria geht ins Altersheim. Doch Maria und betüttelt werden – das passt überhaupt nicht zusammen. Also schmiedet die alte Frau einen Plan, geht heimlich zurück in ihr Zuhause und fängt einfach noch mal von vorne an. Und sie verliebt sich. Das alles wird dargestellt, frei nach dem Motto: Man wird ja wohl träumen dürfen. Darf man.
- Der Eintritt zum Film kostet jeweils 4 Euro. Einlass ist ab 19 Uhr, es besteht freie Platzwahl. Der Film inklusive Essen kostet 19 Euro. Einlass zum Essen ist ab 18 Uhr. Anmeldungen nimmt das Landgasthaus Böß je nach Verfügbarkeit unter E-Mail info@landgasthaus-boess.de entgegen. Essensreservierungen sind von Rücknahme oder Umtausch ausgeschlossen. Eintrittskarten und Essen können nur vor Ort an der Abendkasse bezahlt werden. Nähere Informationen zu den Filmen unter www.idar-oberstein.de/stattkino.
