Kürzlich hatte die Verwaltung den Kulturpreis 2026 ausgelobt, Nominierungen konnten bis Ende September von allen natürlichen Personen eingereicht werden. Die nunmehr vorgeschlagenen Personen, Vereine oder Gruppen bilden ein breites Spektrum der kulturellen Vielfalt in Idar-Oberstein ab. Die Entscheidung über die Vergabe des Kulturpreises erfolgt durch eine Jury. Dieser gehören der Oberbürgermeister, die Mitglieder des Kulturausschusses, je ein Vertreter der Kulturpreisträger der letzten drei Jahre sowie ein Vertreter des Sponsors an. Die für den Kulturpreis Nominierten werden öffentlich vorgestellt, die Jury tagt jedoch nichtöffentlich.
Die Nominierten für den Förderpreis für Kunst und Kultur 2026 sind:
Lukas Baeskow: Der Musicaldarsteller aus Idar-Oberstein wurde am Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz ausgebildet und absolvierte ein Musicalstudium an der renommierten American Musical and Dramatic Academy in New York. Danach führte ihn sein Weg auf Bühnen in den USA und ganz Deutschland. Daneben ist er auch als Sänger und Solist tätig und kehrt mit eigenen Konzertprojekten immer wieder in seine Heimat zurück.
Förderverein Deutsche Edelsteinstraße: Seit 1974 setzt sich der Verein für die Pflege und Bewahrung des Kulturguts Edelstein, seiner Gewinnung und Bearbeitung als weltweite Besonderheit der Region Hunsrück-Nahe ein. Hierfür wählt der Verein seit 1976 alle zwei Jahre die Deutsche Edelsteinkönigin, die den Vereinszweck weltweit repräsentiert und auf die regionalen Alleinstellungsmerkmale rund um die Themen Edelsteine und Schmuck aufmerksam macht.
Theatergruppe Heimspiel: Mit dem Stück „Oberstein 1926 – Rettet die Felsenkirche“ hat das Ensemble in diesem Jahr ein besonderes kulturelles Projekt realisiert. Das in der Felsenkirche aufgeführte Stück verbindet Geschichte, Theater und Musik und lässt die Geschichte und Identität von Idar-Oberstein lebendig werden.
Gospel- und Pop Chor Idar-Oberstein: Der Chor entstand 2008 aus der Idee heraus, sich von der traditionellen Chormusik zu lösen und neue Wege zu gehen. Seither bringt er moderne Impulse in die regionale Musiklandschaft ein, das Repertoire umfasst traditionelle und zeitgenössische Gospels, Spirituals, Sacro-Pop sowie internationale Pop-Titel.
Dieter Jerusalem: Der Lapidärmeister hat in den vergangenen 50 Jahren ein umfangreiches, in seinem Umfang und seiner Vollständigkeit einmaliges Archiv zur Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Stadt Idar-Oberstein ausgebaut. Dieses ist zudem das schriftliche „Gedächtnis“ der hiesigen Edelstein- und Schmuckindustrie.
Kamäleon e. V.: Die Jugendtheatergruppe des Kulturvereins Kamäleon e. V. hat in diesem Jahr ihren ersten Kinofilm im Movietown Neubrücke präsentiert. Er beruht auf dem selbst geschriebenen Theaterstück „Der Fall Pablo“, einer spannenden Geschichte um eine Entführung und einen Mord – und über einige schillernde und undurchsichtige Gestalten des London der 20erJahre.
Florian Meigen und Maximilian Storr: Seit Oktober 2025 produzieren sie wöchentlich den Podcast „Flutlicht Birkenfeld“. Er beinhaltet die Aufarbeitung und Reflexion des regionalen Fußballs, seiner Menschen, Geschichten und gesellschaftlichen Bedeutung als Teil der Vereins, Alltags- und Erinnerungskultur.
Dr. Roland Müller-Hirth: Der frühere Zahnarzt ist Hobbypianist und sammelt mit seiner umfangreichen Konzerttätigkeit Spenden unter anderem zugunsten des Klaviernachwuchses sowie für Instandsetzungsarbeiten auf Schloss Oberstein. Dabei hat er auch stets die kulturelle Belebung des Schlosses im Sinn.
Dirk Rohde: Der Unternehmer hat in diesem Jahr erstmalig das Nahe Sommerfest auf dem Parkplatz der Messe Idar-Oberstein organisiert und damit einen wertvollen Beitrag zur Freizeitkultur in Idar-Oberstein geleistet.
Maria und Maxim Schukov: Das Ehepaar Schukov gibt gemeinsam seit 2003 Klavierunterricht und eröffnete im gleichen Jahr seine erste Musikschule, Mittlerweile betreibt es mehrere Musikschulen in der Region, beide leiteten und leiten eine Vielzahl von Chören und Ensembles im Stadt- und Kreisgebiet.
Mikk Schunke: Die Musikerin und Sängerin unterrichtet Gitarre und Gesang und leitet Workshops für Jugendliche. Darüber hinaus ist sie Mitglieder des Ensembles Heimspiel, wirkte in der Produktion „Oberstein 1926 – Rettet die Felsenkirche“ mit und komponierte hierfür eigens das Lied „Oberstein ist nicht Berlin“.
Village Blues: Seit ihrer Gründung im Jahr 2001 bereichert die Idar-Obersteiner Band die regionale Kulturszene mit handgemachtem Blues und Acoustic-Rock. In mittlerweile 25 Jahren hat sich die Formation mit zahlreichen Konzerten und Auftritten fest in der Musiklandschaft der Region etabliert und ihr musikalisches Wirken immer wieder mit gesellschaftlichem Engagement in Form von Benefizkonzerten für soziale Projekte verbunden.
- Die Informationen zu den Nominierten gibt es auch auf der städtischen Internetseite unter www.idar-oberstein.de/kulturpreis.
