Laut Informationen von Dr. Schilz wurden die BioNTech-Standorte beleuchtet, mit dem Ergebnis, dass sich im Konzern-Netzwerk Überkapazitäten aufgebaut haben, die nunmehr konsolidiert werden. Davon ist auch der Standort Idar-Oberstein betroffen, dessen Schwerpunkt auf der Herstellung für mRNA- und Zell- und Gentherapeutika in der frühen klinischen Entwicklung sowie auf der Analytik und Qualitätskontrolle für den Pfizer-BioNTech COVID-19-Impfstoff liegt. Derzeit lotet BioNTech die Möglichkeit eines Verkaufs des Standortes in Idar-Oberstein aus. Die Umsetzung der Maßnahmen will BioNTech sozial verantwortungsvoll gestalten – möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen durch ein abgeschlossenes Betroffenenprogramm.
„Diese Nachricht ist natürlich zunächst eine Hiobsbotschaft für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ihre Familien“, erklärt Oberbürgermeister Frank Frühauf. Der Verlust der Arbeitsplätze bedeute aber auch eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts Idar-Oberstein und der gesamten Region. „Es sind hochwertige Arbeitsplätze, die zur Disposition stehen“, so Frühauf. Der OB hofft aber darauf, dass sich ein Käufer für den Standort findet. „Der Standort verfügt über erstklassige Labore mit hohen Sicherheitsstufen sowie über hochqualifizierte Fachkräfte“, unterstreicht Oberbürgermeister Frühauf. In den heutigen BioNTech-Laboren, in die der Konzern erst kürzlich kräftig investiert hat, waren zunächst die EUFETS und anschließend Fresenius Medical Care mit Forschungseinrichtungen tätig. Daher ist OB Frühauf zuversichtlich, dass sich eine adäquate Nachfolgenutzung finden lässt. „Natürlich würde die Stadt eine solche Neuansiedlung begrüßen und intensiv unterstützen.“
