Hans-Dieter Seibel stellt im Foyer der Stadtverwaltung aus

Kunst begegnet dem Alltag: Ab 2. März 2026 verwandelt sich das Foyer der Stadtverwaltung erneut in eine kleine Galerie. Der Künstler Hans-Dieter Seibel präsentiert dort bis Anfang Juni eine Auswahl seiner Werke und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, Farbe, Form und überraschende Bildwelten zu entdecken. Seit vielen Jahren bietet die Stadtverwaltung Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeiten im Foyer auszustellen – und so Kunst niedrigschwellig für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Mit der neuen Ausstellung setzt Hans-Dieter Seibel diese Tradition fort.

Der in Bad Kreuznach lebende Künstler wurde in Niederwörresbach geboren und beschäftigt sich bereits seit Mitte der 1980er-Jahre intensiv mit Malerei und Kunst. Als Autodidakt entwickelte er über die Jahre eine eigene Bildsprache, die sich vor allem um drei Themenfelder dreht: die Wirkung von Farbe in der Malerei, Collagen aus Zeitungs- und Illustriertenbildern sowie Acrylgemälde auf Papier und Leinwand, in denen diese Collagen weiterverarbeitet werden. Sein künstlerischer Weg begann zunächst ganz anders: Von 1969 bis 1972 absolvierte Seibel in Idar-Oberstein eine Ausbildung zum Buchdrucker. Anfang der 1980er-Jahre lebte er in Düsseldorf in einer Wohngemeinschaft mit dem ebenfalls aus Niederwörresbach stammenden Künstler Walter Brusius. Diese Zeit prägte ihn nachhaltig – Brusius habe ihn, wie Seibel selbst sagt, mit dem „Kunstvirus“ infiziert und insbesondere für den Surrealismus begeistert. Viele der ausgestellten Werke basieren auf von Seibel selbst gefertigten Papier-Collagen, die er anschließend in Acryl auf Leinwand überträgt. Neben dieser Technik spielt auch die intensive Beschäftigung mit Farbe eine zentrale Rolle in seinem Schaffen. Durch das Zusammenspiel von Fragmenten, Formen und Farbräumen entstehen Bildwelten, die überraschende Assoziationen wecken.

Wie inspirierend diese Technik sein kann, beschrieb bereits der Surrealist Max Ernst: „Collagetechnik ist die systematische Ausbeutung des Zufälligen oder künstlich provozierten Zusammentreffens von zwei oder mehr wesensfremden Realitäten auf einer augenscheinlich dazu ungeeigneten Ebene – und der Funke der Poesie, welcher bei der Annäherung dieser Realitäten überspringt.“

Die Ausstellung im Foyer der Stadtverwaltung lädt dazu ein, genau diesen „Funken der Poesie“ zu entdecken – mitten im Alltag der Stadt.

 • Die Ausstellung kann bis 8. Juni 2026 montags bis mittwochs von 7 bis 16 Uhr, donnerstags von 7 bis 18 Uhr und freitags von 7 bis 12 Uhr im Foyer der Stadtverwaltung (Georg-Maus-Straße 1) besichtigt werden

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