Kulturelles Erbe von Idar-Oberstein digitalisiert

„KuLaDig-RLP“ ist die Abkürzung für das landesweite Projekt „Digitale Erfassung und Präsentation von Kulturlandschaften in Rheinland-Pfalz“. Das Modell- und Förderprojekt wird von der Universität Koblenz-Landau mit Unterstützung der SGD Süd durchgeführt und vom rheinland-pfälzischen Innenministerium sowie der Universität gefördert. Ziel des Projekts ist es, die kulturelle Vielfalt in Rheinland-Pfalz systematisch zu erfassen und durch digitale und multimediale Aufbereitung ausgewählter Objekte sichtbar zu machen.

Die Bewerbung für das Projekt mit dem Thema „Edelstein- und Schmuckmetropole Idar-Oberstein“ hatte Isabelle Hahn von der Tourist-Information auf den Weg gebracht. Im Rahmen des Projekts wurde die Stadt Idar-Oberstein bei der digitalen Erfassung und Vermittlung ihrer identitätsstiftenden Orte und immateriellen Kulturgüter unterstützt. Unter dem Rahmenthema „Entwicklung durch die Jahrhunderte zur Edelstein- und Schmuckmetropole“ sind auf der Homepage von „KuLaDig-RLP“ neben einem Ortsbeitrag zur Geschichte der Stadt Idar-Oberstein auch Einzelbeiträge zur Edelsteinverarbeitung und Schmuckindustrie, zur Gewerbehalle, dem Deutschen Edelsteinmuseum, dem Deutschen Mineralienmuseum, den Edelsteinminen Steinkaulenberg, der Historischen Weiherschleife und dem Industriedenkmal Jakob Bengel zu finden.

In Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Koblenz, vor allem aber durch Akteure mehrerer Sehenswürdigkeiten und Stadtarchivarin Dr. Svenja Müller entstanden daraufhin ein historischer Ortsbeitrag sowie acht Unterobjekte. Angereichert durch zahlreiche historische Fotos, Videos mit Zeitzeugen und Fachleuten sowie eine virtuelle Tour durch das Industriedenkmal Bengel erscheinen Berufe und Sozialgeschichte rund um die Schmuck- und Edelsteinindustrie wieder lebendig. In diesem Zusammenhang kommt auch der Idarer Gewerbehalle, einem Aushängeschild der Edelstein- und Schmuckindustrie und lange Zeit eine der Hauptattraktionen der Stadt, eine zentrale Rolle zu. Darüber hinaus tragen die interessanten stadtgeschichtlichen Beiträge von Stadtarchivarin Dr. Svenja Müller maßgeblich zur gelungenen Präsentation bei. Diese beleuchten die Stadt von archäologischen Funden über die Besiedlung, die Oldenburgische Herrschaft bis hin zum wirtschaftlichen Aufstieg der Region und weiter bis in die Gegenwart.  

Um eine breitere Öffentlichkeit für das Projekt zu begeistern, hat Stadtarchivarin Müller jetzt im Foyer der Stadtverwaltung eine Vitrine dazu gestaltet. Neben Informationen zum Projekt KuLaDig ist aus der Idarer Gewerbehalle ein Original „Fremden-Buch zwischen 1909 und 1917“ ausgestellt, mit Eintragungen aus dem Mai 1912 unter anderem von „heiratsfähigen Fräuleins“ aus Gimbweiler, Simmern und Wolfersweiler. Daneben steht ein „Tagebuch der Gewerbehalle“, in dem die verkauften Waren der Jahre 1910 bis 1912 dokumentiert wurden. Ergänzt wird die Präsentation durch historische Fotos und aktuelle Fotos von Idar und Oberstein sowie einem Film aus den 1920er Jahren.

Gemeinsam mit Stadtarchivarin Dr. Svenja Müller schaute sich Oberbürgermeister Frank Frühauf jetzt die Informationen in der Vitrine an und freute sich „wie prominent Idar-Oberstein bei KuLaDig vertreten ist“. Er bezeichnet es „als Paradebeispiel dafür, wie eine Stadt ihre Industriegeschichte und die geografischen Besonderheiten digital aufbereitet hat“.

Die Beiträge zu Idar-Oberstein sind abrufbar unter https://t1p.de/2akid.

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