Um sich ein Bild von der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und den innovativen Ansätzen lokaler Unternehmen zu machen, besuchten Oberbürgermeister Frank Frühauf und Wirtschaftsförderin Caroline Pehlke kürzlich den Standort der Firma Finger Beton in Idar-Oberstein. Im Dialog mit der Geschäftsführung wurde deutlich, wie das Unternehmen den Spagat zwischen schwerer Industrie und moderner Nachhaltigkeit meistert.
Bei einem Rundgang über das Betriebsgelände konnten die Gäste persönlich die Produktionsabläufe in Augenschein nehmen. Nach wie vor werden Schächte traditionell in aufwendiger Handarbeit mit verklinkertem Gerinne gebaut – ein Zeichen für die hohe handwerkliche Qualität und Sorgfalt im Unternehmen. Aber auch moderne Ausführungen, wie den monolithisch gefertigten Schacht „Capitan“ oder mit Kunststoff ausgekleidete Schächte, werden auf dem neuesten Stand der Technik hergestellt.
Die Geschäftsführung, vertreten durch Thilo Finger, präsentierte gemeinsam mit dem technischen Leiter Ralf Keller und Vertriebsleiter Martin Molz stolz die neuesten Fortschritte im Bereich der Energieeffizienz. Ein besonderes Highlight auf dem Betriebsgelände ist der neue Elektro-Gabelstapler. Dieser wird nicht einfach nur elektrisch betrieben, sondern mit selbst erzeugtem Strom geladen.
Durch kluge Investitionen in die eigene Energieversorgung konnte das Unternehmen seine Stromkosten bereits um die Hälfte reduzieren – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in einer energieintensiven Branche. Oberbürgermeister Frank Frühauf zeigte sich beeindruckt von der Eigeninitiative: „Es ist beispielhaft, wie Finger Beton hier am Standort Idar-Oberstein vorangeht. Die Kombination aus traditionellem Handwerk und moderner Energiegewinnung sichert Arbeitsplätze, stärkt den Standort nachhaltig und schont zugleich wertvolle Ressourcen“, so der Stadtchef.
Mit aktuell 43 Mitarbeitenden am Standort Idar-Oberstein ist Finger Beton eine feste Größe auf dem lokalen Arbeitsmarkt. Das Unternehmen setzt dabei massiv auf den eigenen Nachwuchs. Derzeit werden Nachwuchskräfte in vier verschiedenen Berufsfeldern ausgebildet: Betonfertigteilbauer, Industriekaufleute, Maschinen- und Anlagenführer sowie Mechatroniker.
Die Logistik bei Finger Beton ist Schwerstarbeit: Aufgrund der enormen Größe und des hohen Gewichts der Bauteile – der größte am Standort gefertigte Schacht misst stolze zwei Meter sechzig im Innendurchmesser und wiegt bis zu 25 Tonnen – beliefert das Werk vornehmlich Kunden in der Region. Kurze Transportwege sind hier nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern ökonomisch notwendig.
