Garnisonsstadt

Als Militärstandort hat Idar-Oberstein eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Im 19. und 20. Jahrhundert waren abwechselnd deutsche und französische Truppen in der Stadt stationiert. Mit dem Einzug der Wehrmacht in die neu gebauten Kasernen, die Straßburg- und die Klotzbergkaserne, wurde Idar-Oberstein im Jahr 1938 endgültig Garnisonstadt. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden französische Truppen in der Klotzberg- und amerikanische in der Straßburgkaserne stationiert.

1956 übernahm die Bundeswehr die Klotzbergkaserne und richtete dort die Deutsche Artillerieschule ein, die zentrale Ausbildungsstätte der Artillerietruppe des Heeres. Seit Ende der 1960er Jahre ist die Artillerieschule in der damals neu errichteten Rilchenbergkaserne untergebracht. Im Zuge der Struktur HEER2011 erfolgte die Umgliederung zum Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung/Indirektes Feuer, der dem Ausbildungszentrum in Munster unterstellt ist. Um die Tradition der Artillerieschule zu bewahren, wurde die Rilchenbergkaserne im Dezember 2014 offiziell in Artillerieschule umbenannt. Damit bleibt diese Einrichtung auch zukünftig mit dem Namen Idar-Oberstein verbunden.

Ebenfalls seit Ende 2014 ist das Artillerielehrbataillon 345, welches bis dahin in Kusel stationiert war, wieder nach Idar-Oberstein zurückgekehrt. Das zur 10. Panzerdivision gehörende Artillerielehrbataillon ist mit seinen sieben Batterien in der Klotzbergkaserne stationiert.

Die Bundeswehr stellt als Arbeitgeber und Auftraggeber für heimische Betriebe einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Der Standort Idar-Oberstein ist für das gute Verhältnis zwischen Bundeswehrangehörigen und -dienststellen sowie Bevölkerung und Verwaltung bekannt. Seinen Ausdruck findet dieses partnerschaftliche Miteinander unter anderem in der Patenschaft, die 1988 zwischen der Stadt Idar-Oberstein und der Artillerieschule begründet wurde. 

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