Klimaschutzkonzept wurde vorgestellt

Beteiligung der Öffentlichkeit ist weiterhin möglich

Mit einer hervorragend umgesetzten Live-Übertragung brachte naheTV die Veranstaltung aus dem Stadttheater auf die heimischen TV-Bildschirme und Computer-Monitore.

In der vergangenen Woche wurde der Entwurf des Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Idar-Oberstein im Rahmen einer Online-Veranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei hatten Interessierte die Möglichkeit, sich telefonisch oder über einen Chat an der Veranstaltung zu beteiligen. Weiterhin besteht bis zum 16. Mai 2021 auch noch die Möglichkeit, an einer Umfrage teilzunehmen, um die im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes erarbeiteten Maßnahmen zu bewerten und priorisieren.

Aufgrund der Corona-Beschränkungen war eine Präsenzveranstaltung mit Publikum leider nicht möglich. Daher übertrug naheTV die Konzeptvorstellung aus dem Stadttheater live auf seinem Sendeplatz im Kabelnetz sowie parallel dazu als Stream auf seinem YouTube-Kanal und auf der Internetseite klimaschutz.io.

In seiner Begrüßung stellte Bürgermeister Friedrich Marx zunächst einige der zahlreichen Projekte dar, die seitens der Stadtverwaltung in den vergangenen Jahren realisiert wurden und die bereits zu einer erheblichen Einsparung des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen geführt haben. „Nunmehr gilt es jedoch, ein Klimaschutzkonzept für die Gesamtstadt und all ihre Akteure – also auch private Haushalte, Gewerbe, Industrie und Verkehr – zu erstellen“, erklärte Bürgermeister Marx. Er hob hervor, dass bei der Erarbeitung und vor allem auch der Umsetzung des Konzeptes die Beteiligung der Öffentlichkeit von großer Bedeutung sei.

Mit der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes hat die Stadtverwaltung die EnergyEffizienz GmbH aus Lampertheim beauftragt. Daniel Jung, Geschäftsführer und Projektleiter Kommunalberatung, stellte den bisherigen Konzeptentwurf vor. Dieser stellt zunächst die aktuellen Energieverbräuche für die fünf Bereiche private Haushalte, Gewerbe, Industrie, kommunale Einrichtungen (inklusive Straßenbeleuchtung) sowie Verkehr und die daraus resultierenden CO2-Emissionen dar. Die Energie- und Treibhausgasbilanz macht deutlich, dass die Bereiche private Haushalte und Verkehr die größten Verbraucher und Emittenten sind. Anhand verschiedener Szenarien wurde daraus im Rahmen einer Potentialanalyse die mögliche Entwicklung der Verbräuche und Emissionen abgeleitet. Auf dieser Grundlage hat die EneryEffizienz GmbH 32 Einzelmaßnahmen zur Erreichung der angestrebten Ziele entwickelt. Exemplarisch stellte Daniel Jung jeweils eine der Maßnahmen vor. Aus dem Bereich Organisatorische und strukturelle Maßnahmen war dies die Maßnahme ‚Identifizierung von Gebieten für integrierte Quartierskonzepte‘, aus dem Bereich Gebäude ‚Energiemanagement für öffentliche Liegenschaften‘, aus dem Bereich Erneuerbare Energien ‚Photovoltaik Offensive‘, aus dem Bereich Mobilität ‚Betriebliches Mobilitätsmanagement‘ und aus dem Bereich Klimaeffizienz in Unternehmen ‚Abwärmenutzung in Industriegebieten‘.

Die städtische Klimaschutzmanagerin Julia Besand informierte über den weiteren Ablauf bis zur Erstellung des endgültigen Klimaschutzkonzeptes. Bereits während der Veranstaltung hatten die Zuschauer die Möglichkeit, per Chat und Telefon Fragen zu stellen oder ihre Ideen und Anregungen in den Prozess einzubringen. Die an diesem Abend gestellten Fragen wurden dann auch im Rahmen des Podiumsgesprächs umgehend beantwortet. Direkt im Anschluss an die Veranstaltung wurde das komplette Konzept mit dem Maßnahmenkatalog im Internet veröffentlicht. Alle Interessierten haben bis zum Sonntag, 16. Mai 2021, die Möglichkeit, sich an einer Online-Umfrage zu beteiligen. Dabei können die Teilnehmer die vorgeschlagenen Maßnahmen bewerten und mit einer Priorität versehen. Da nicht alle Maßnahmen gleichzeitig realisiert werden können, sollen damit diejenigen identifiziert werden, die aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger am dringendsten sind und daher als erste angegangen werden sollten. Natürlich können beim Ausfüllen des Fragebogens auch noch weitere Ideen oder Anregungen in den Entwicklungsprozess des Konzeptes eingebracht werden.

Der Entwurf des Klimaschutzkonzeptes mit dem Maßnahmenkatalog sowie der Link zur Online-Umfrage sind auf der Internetseite klimaschutz.io eingestellt. Dort gibt es auch einen Link zum Video der Veranstaltung auf dem YouTube-Kanal von naheTV. Fragen und Anregungen können auch direkt an die Klimaschutzmanagerin Julia Besand gerichtet werden, Telefon 06781/64412 oder E-Mail julia.besand@idar-oberstein.de.