Wassertrübung im Rohrnetz

Auch nachdem der am Freitag, 21. Januar 2022, im Stadtteil Tiefenstein aufgetretene Schaden an der Hauptwasserleitung behoben wurde, kommt es aktuell in Teilen des Versorgungsgebietes weiterhin zu einer Trübung des Trinkwassers. Die Stadtwerke Idar-Oberstein weisen darauf hin, dass es sich hierbei mehr um eine optische Beeinträchtigung des Wasser handelt.

Stephan Geyer, technischer Leiter des Wasserwerks, erläutert, welche Maßnahmen zur Behebung des Schadens notwendig waren sowie die Gründe für die Trübung im Rohrnetz: „Zur Behebung des Schadens musste die Hauptversorgungsleitung vorübergehend stillgelegt werden und eine Ersatzversorgung über zwei Bypässe erfolgen.“ Diese sogenannte Bypass-Versorgung wurde vor einigen Jahren realisiert um die Hauptleitung im Notfall ersetzen zu können. Dabei werden teilweise über das Netz der Verbandsgemeinde Herrstein-Rhaunen einige wichtige Hochbehälter der Stadt versorgt. Eine der Versorgungslinien führt über den Hochbehälter Silberich bis zum städtischen Hochbehälter Galgenberg, die zweite über den Hochbehälter Königswald zu den städtischen Hochbehältern Wäschertskaulen und Huben.

„Zur Aktivierung dieser Bypass-Versorgung waren diverse Umstellungen im Stadtgebiet erforderlich, die am Wochenende neben den Reparaturarbeiten viel Unruhe in das Versorgungsnetz brachten und zu den Trübungen führten. Diese Trübungen stellen mobilisierte Eisen-Ablagerungen dar, die infolge von Leitungsentlüftungen, Spülungen und auch erhöhten Strömungsgeschwindigkeiten im Rohrnetz entstehen können.“

Aktuell werden die Leitungen nach wie vor von den Mitarbeitern der Stadtwerke gespült. Das kann aber immer nur abschnittsweise geschehen. Daher kann es einige Zeit dauern, bis die Trübungen ausgespült sind oder sich von selbst wieder abgesetzt haben. „Eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Wasser ist mit den Trübungen aber nicht verbunden“, unterstreicht Stephan Geyer. Das Gesundheitsamt wurde über die Vorkommnisse informiert und Probenahmen für die nächsten Tage veranlasst. Trotzdem wurde vorsorglich das Wasser in den Hochbehältern zusätzlich gechlort“, so Geyer.

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