Graffiti-Projekt vom Heinzenwies Gymnasium

An der offiziellen Graffitiwand der Stadt befindet sich das Graffiti vom Heinzenwies Gymnasium

Im Rahmen der diesjährigen Projekttage des Heinzenwies Gymnasiums fand in Kooperation und mit Unterstützung durch Frau Moser und Herrn Herzig vom Stadtjugendamt Idar-Oberstein ein dreitägiger Graffiti Workshop statt. Der Graffitikünstler Mario vom Letterbox Kollektiv aus Mainz brachte hierfür den insgesamt 28 Schülerinnen, die in zwei Gruppen eingeteilt waren, zunächst die Geschichte von Graffiti und die theoretischen Grundlagen des Zeichnens näher. Danach ging es an die Planung der Entwürfe. Hierfür mussten sich die Gruppen zunächst auf kreative Weise gemeinsame Slogans einfallen lassen. Die Wahl fiel auf „Take off“ und „Feel the vibe“. Nachdem die Schülerinnen und Schüler sich an den ausgewählten Wörtern auf Papier zeichnerisch ausprobiert hatten, ging es auf den Sportplatz, um an aufgestellten Platten die ersten Sprayversuche zu unternehmen. Es wurden unterschiedliche Strichdicken und -intensitäten eingeübt, der korrekte Umgang mit der Spraydose angebahnt, Regeln, Informationen über legale Möglichkeiten aufzeigt (auch in anderen Städten) und erste Buchstaben, mit verschiedenen vorher in der Theorie angesprochenen Techniken, konkret auf der Unterlage umgesetzt. Am Freitag trafen sich die Gruppen mit ihren Lehrern Christine Heinen und Ralph Ellerich und den Mitarbeitern des Stadtjugendamts an der legalen Graffitiwand an der Nahe und durften mit den nun zwei Graffitikünstlern ihre ausgewählten Wörter an die Wand sprayen. Aus den beiden einzelnen Slogan wurde ein gemeinsames Kunstwerk: „Feel the vibe and take off“, welches in einem startenden Flugzeug mit Stierkopf im Hintergrund endete. Auch hier bekamen die Jugendlichen von den beiden Profis nochmal Tipps, wie man sich an offiziell freigegebenen Flächen verhalten soll. Das Anfertigen des eigenen Graffitis stellte als Highlight einen gelungenen Abschluss des Projekts dar und wurde durch Bilder am Tag der offenen Tür des Gymnasiums präsentiert. Während des Workshops wurden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über legale Möglichkeiten zum Graffitisprayen sensibilisiert und aufgeklärt und damit deren Kreativität in legale Bahnen gelenkt. Der Workshop stellte klar, dass Graffiti ein bestehender Teil jugendlicher Subkultur sind. 

Mit Blick auf die nachhaltige künstlerische Wiederholung eines solchen Projektes und Anknüpfung an den entstandenen kreativen Prozess wünschen sich die Jugendlichen für die Zukunft ein professionell gestaltetes Graffiti an einer Außenwand des Heinzenwies Gymnasiums.

Finanziell gefördert wurde der Graffiti Workshop durch das Bundesprogramm „Aufholen nach Corona“.