Diskussion mit Rapper Ben Salomo

Mit seinem klaren Bekenntnis zum Judentum tritt Ben Salomo nicht nur antisemitischen Tendenzen entgegen, sondern macht auch auf den wachsenden Antisemitismus in der Gesellschaft aufmerksam. (Foto: © Christopher Civitillo )

In Kooperation mit der Schulsozialarbeit der Integrativen Realschule Plus Idar-Oberstein hat der Jugendtreff am Markt den Rapper Ben Salomo nach Idar-Oberstein eingeladen. Am Dienstag, 3. März 2020, findet zunächst eine Schulveranstaltung mit Salomo in der IRSplus statt, um 19 Uhr kommt er zu einer öffentlichen Veranstaltung in den JAM. Dabei beleuchtet Ben Salomo historische Hintergründe und aktuelle Gesichtspunkte von Antisemitismus und diskutiert Möglichkeiten, wie die Gesellschaft damit umgehen sollte. Die Veranstaltungen werden durch die Friedrich Naumann Stiftung finanziert und sind für Schüler von der 8. bis 13. Klasse geeignet. Einlass im JAM ist ab 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Ben Salomo gehört zu den bekanntesten und zugleich außergewöhnlichsten Vertretern des Deutschrap. Denn der in Israel geborene Musiker (bürgerlich Jonathan Kalmanovich) ist bekennender Jude und verarbeitet seine jüdische Identität offensiv in seinen Texten. Eine Ausnahme in der deutschen Hip-Hop-Szene, die immer wieder durch gewaltverherrlichende, homophobe und frauenverachtende Aussagen auffällt. Auch der Antisemitismus im Deutschrap ist nicht erst seit dem Echo-Skandal 2018 wieder ein Thema, wie Ben Salomo aus erster Hand zu berichten weiß. Doch auch im Alltag ist Antisemitismus in den letzten Jahren immer salonfähiger geworden. Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus sehen sich Juden noch immer mit den alten Vorurteilen in neuem Gewand konfrontiert. Es kommt zu Beleidigungen, persönlichen Bedrohungen und Übergriffen