Magnolienhain steht in Blüte

Vereinsvorsitzende Anneliese Bunn und Oberbürgermeister Frank Frühauf pflanzten einen weiteren Magnolienstrauch.

Anlässlich der ersten ‚richtigen‘ Magnolienblüte am Niederaupark hatte die Stadt Idar-Oberstein zusammen mit der Kreisverwaltung Birkenfeld und dem Verein Offene Gärten Hunsrück/Nahe zur offiziellen Einweihung des Magnolienhain eingeladen. Dabei wurde auch ein weiterer Magnolienstrauch gepflanzt, den der Verein Offene Gärten gestiftet hatte.

Oberbürgermeister Frank Frühauf begrüßte die Gäste und skizzierte kurz die Entstehung des Magnolienhains, der 2017 auf Anregung von Landrat Dr. Matthias Schneider und des Vereins Offene Gärten errichtet wurde. Zukünftig soll, ausgehend vom Magnolienhain im Niederaupark und unter Einbeziehung der angrenzenden historischen Gedenkstätten bis hin zum jüdischen Friedhof mit der ehemaligen Aussegnungshalle in der Seitzenbach, ein ‚Garten des Gedenkens‘ entwickelt werden. „Es soll ein Ort der Ruhe und Einkehr entstehen – und der Magnolienhain ist der erste Schritt dazu“, erklärte Frühauf. Die weiteren Schritte auf diesem Weg sollen in den nächsten Jahren folgen. Ziel des Projektes ist es, dieses lange Zeit in Vergessenheit geratene Areal wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Landrat Dr. Schneider erklärte, warum die Magnolienbäume und -sträucher im vergangenen Jahr noch nur sehr geringfügig blühten. „Im ersten Jahr nach der Pflanzung befinden sich die Gewächse im sogenannten ‚Pflanzschock‘, erst im zweiten Jahr fangen sie richtig an zu blühen.“ Der Landrat griff die Ausführungen des Oberbürgermeisters auf und unterstrich, dass der Magnolienhain zukünftig ein wichtiger Werbebotschafter für Idar-Oberstein sein könne. In seiner Heimat Aschaffenburg gibt es eine ähnliche Anlage, die zur Magnolienblüte Tausende von Besuchern anlockt. „Touristen und Einheimische gleichermaßen erfreuen und erbauen sich an der prachtvollen Magnolienblüte“, berichtete Schneider und hofft, dass dies zukünftig auch im Niederaupark so sein wird.

„Anfangs konnte ich mir gar nicht richtig vorstellen, wie der Magnolienhain einmal aussehen soll“, erklärte Anneliese Bunn, Vorsitzende der Offenen Gärten Hunsrück/Nahe. Trotzdem habe der Verein die Idee unterstützt und jetzt sei sie ganz begeistert von dem gelungenen Projekt. „Hier ist ein Kleinod entstanden, das gut zur Edelsteinstadt passt“, unterstrich Bunn. Um ein Zeichen gegen das Bienen- und Insektensterben zu setzen, werde der Verein demnächst noch ein großes Insektenhotel auf dem Areal errichten lassen, kündigte die Vereinsvorsitzende an. Außerdem wies sie darauf hin, dass ihr Verein 2019 sein 5-jähriges Bestehen feiert und aus diesem Anlass am 5. Mai einen Gartenmarkt auf dem Gelände der Wildenburg durchführt, zu dem sich bereits 40 Aussteller angemeldet haben. Nähere Informationen zum Verein Offene Gärten Nahe/Hunsrück gibt es unter www.garten-traeumerei.de.