Vom Baumwollfeld ins Weiße Haus

Initiative StattKino zeigt „Der Butler“

Cecil Gaines ist knapp 30 Jahre lang als Butler im Weißen Haus tätig. (Foto: © Prokino_Filmverleih)

Im Rahmen der Reihe „Film im Theater“ präsentiert die Initiative StattKino in Kooperation mit dem städtischen Kulturamt am Freitag, 8. Februar 2019, um 19.30 Uhr im Stadttheater Idar-Oberstein das Drama „Der Butler“. Die Handlung des Films von Regisseur Lee Daniels beruht lose auf dem Leben des Butlers Eugene Allen, der von 1952 bis 1986 im Weißen Haus arbeitete. Als passende Speise serviert der Landgasthof Böß um 18.30 Uhr im Bankettsaal des Stadttheaters ein Essen unter dem Motto „Essen: perfekt angerichtet“. Hierfür ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Ein traumatisches Erlebnis in seiner Südstaaten-Kindheit in den 1920er Jahren verändert das Leben des jungen Schwarzen Cecil Gaines nachhaltig: Sein Vater Earl wird vor seinen Augen erschossen. Der verwaiste Junge wechselt von den Baumwollfeldern in den Haushalt. Er lernt dort bedienen und beginnt eine Karriere als Butler. Cecil (Forest Whitaker) macht seine Arbeit so gut, dass er zu Beginn der 1950er Jahre eine Anstellung im Excelsior erhält, einem vornehmen Hotel in Washington, D.C. Wenig später erregt er die Aufmerksamkeit des Personalchefs des Weißen Hauses. Cecil kann mit seinen Fähigkeiten überzeugen und schafft es an die Spitze seines Berufs. Er wird im Jahr 1957 als Butler ins Weiße Haus berufen, wo er knapp 30 Jahre lang für sieben Präsidenten arbeitet.

Durch seine Tätigkeit nahe am Zentrum des politischen Geschehens bekommt er die Umbrüche der US-amerikanischen Gesellschaft und den Lauf der Weltgeschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu sehen. Auch das Privatleben von Cecil ist turbulent. Seine Frau Gloria (Oprah Winfrey) hat mit Alkoholproblemen zu kämpfen und sein ältester Sohn Louis (David Oyelowo) engagiert sich mit höchstmöglicher Leidenschaft in der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Er kann sich nicht mit dem dienenden Beruf des Vaters abfinden und schämt sich dafür, dass dieser den Stereotyp des „house negro“ verkörpert, den Louis mit der Unterdrückung der Schwarzen in Amerika gleichsetzt.

Der Eintritt zum Film kostet 4 Euro, inklusive Essen 14 Euro. Bei der Filmvorführung herrscht freie Platzwahl. Anmeldungen zum Essen werden je nach Verfügbarkeit bis Montag, 4. Februar 2019, unter Telefon 06781/64-884 oder E-Mail kultur@idar-oberstein.de entgegen genommen.