Aktuelles zur „Vision 2030“

Der städtische Masterplan wird kontinuierlich umgesetzt

Der renovierte Bahnhofsvorplatz mit dem Bahnhofsgebäude am Tag der Städtebauförderung

Für eine zukunftsweisende Stadtentwicklung wurde auf Initiative der Bau- und Wirtschaftsverwaltung im Jahr 2016 eine Strategiegruppe innerhalb der Stadtverwaltung gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hatte, einen zielorientierten Masterplan aufzustellen, der ständig aktualisiert und jährlich den städtischen Gremien und der Öffentlichkeit kommuniziert wird. Ziel des Masterplanes ist, dass Idar-Oberstein regional und überregional als DER EDELSTEIN DER NATIONALPARKREGION wahrgenommen wird und bis spätestens 2030 durch ein Zusammenwirken aller Kräfte ein Symbol für Qualität und Niveau geworden ist.

Der Masterplan baut insbesondere auf dem Stadtleitbild aus 2003 inklusive der Weiterentwicklung 2010, dem Stadtentwicklungskonzept aus 2008 sowie wesentlichen Aspekten aus der Standortentwicklung „Gemeinsam für Idar-Oberstein“ und dem Städtebauförderprogramm Aktive Stadt einschließlich den jeweils umfassenden Bürgerbeteiligungen auf. 

Im Rahmen des Masterplanes „Vision 2030“ wurden im Jahr 2017 und dem ersten Halbjahr 2018 folgende Maßnahmen umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht.

  • Die Themenwege „Edelsteinweg“ und „Bengelweg“, die im Rahmen des Projektes „Aktive Stadt“ geplant wurden, konnten im Mai 2017 unter großer Anteilnahme aus der Bevölkerung eingeweiht werden.
  • Der Magnolienhain im Garten des Gedenkens wurde im April 2017 mit Unterstützung des Landkreises Birkenfeld sowie des Vereins Offene Gärten angelegt und erstrahlte dieses Jahr in seiner ganzen Pracht.
  • Durch die Einstellung von zwei zusätzlichen Mitarbeitern beim Baubetriebshof hat sich die Sauberkeit in den Innenstädten Idar und Oberstein seit Sommer 2017 deutlich verbessert.
  • Ein neuer Imagefilm der Stadt wurde Anfang 2017 fertig gestellt und bekam im Internet viel positive Resonanz weit über die Grenzen Deutschlands hinaus.
  • Die Präsentation der städtischen Bauplätze auf der Homepage konnte attraktiver gestaltet werden, damit verbunden können die Bauplätze auch auf Messen oder ähnlichen Veranstaltungen besser beworben werden. Zu sehen ist dies unter http://www.idar-oberstein.de/leben/wohnen/baugrundstuecke/.
  • Das Jugendprojekt „Jump!O“ wurde im Jahr 2017 begonnen, dessen zentrales Ziel es ist, die Jugendlichen besser in städtische Prozesse und Weiterentwicklungen einzubinden. Es erfolgte eine Umfrage in allen Schulen und erste Projekte, wie beispielsweise das mobile Kinoangebot, laufen bereits.
  • Der Bahnhof wurde komplett umgebaut und anlässlich des Tages der Städtebauförderung am 5. Mai 2018 eingeweiht. Ergänzt wird das schöne Ambiente des Bahnhofs durch das Café-Bistro Ella’s der Lebenshilfe Obere Nahe, ein Integrationsbetrieb, der behinderte und nicht behinderte Menschen sowohl in der Arbeitswelt als auch in der Öffentlichkeit zusammenbringen soll.
  • Ebenfalls am Tag der Städtebauförderung wurde nach umfangreichen Umbaumaßnahmen die neue Stadtbibliothek mitten in der Fußgängerzone Oberstein eröffnet. Nicht nur die moderne Außengestaltung des Gebäudes ist ein Gewinn für die Fußgängerzone und darüber hinaus wurde auch das Nutzungskonzept stärker auf neue Medien und Publikumsverkehr ausgerichtet.
  • Der Umbau des früheren Rampengebäudes in der Obersteiner Fußgängerzone zur Nahe-Passage sowie die Umgestaltung des Christuskirchplatzes werden aktuell realisiert und voraussichtlich noch dieses Jahr abgeschlossen. Beide städtebauliche Maßnahmen tragen auch maßgeblich dazu bei, das Erscheinungsbild der Fußgängerzone attraktiver zu machen.
  • Im Industriedenkmal Bengel wurden die Renovierungsarbeiten im Inneren des Gebäudes und der Außenfassade abgeschlossen und das neue Bengel-Museum konnte Mitte Mai 2018 eröffnet werden.
  • Auch private Eigentümer konnten im Rahmen des Projektes Aktive Stadt schon profitieren. Bereits 15 Eigentümer haben ihre Gebäude modernisiert und hierzu Zuschüsse erhalten. Insgesamt wurden seitens der Eigentümer ca. 1,5 Mio. € investiert.
  • Der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Weidenberg ist zwischenzeitlich inkraftgetreten. Nach erfolgter Umlegung kann dort die Erschließung erfolgen.
  • Das Vergabeverfahren zum weiteren Ausbau der Breitbandversorgung im Nationalparklandkreis Birkenfeld wurde erfolgreich abgeschlossen. Der wirtschaftlichste Bieter, die Firma INEXIO GmbH aus Saarlouis, wird wahrscheinlich noch in diesem Jahr mit dem Ausbau beginnen und somit weitere unterversorgte Bereiche im Stadtgebiet Idar-Oberstein und im Nationalparklandkreis Birkenfeld mit Breitband versorgen.
  • Zur Verbesserung der verkehrlichen Anbindung der Unternehmen im Gewerbegebiet „Im Kreuz“ wird der Neubau der Brücke über die Nahe seit Juni 2017 realisiert und im Herbst fertiggestellt sein. Diese Baumaßnahme bringt nicht nur den Mitarbeitern und dem Lieferverkehr der Unternehmen große Vorteile, sie ist auch für die Infrastruktur der gesamten Region von großer Bedeutung. Durch den Rückbau der Kreuzung wird die Leistungsfähigkeit der B41 sowie die Verkehrssicherheit dieser für den ganzen Naheraum wichtigen Verkehrsachse erheblich verbessert.
  • Das Magazin „jobzzone“ wird in diesem Jahr in dritter Auflage erscheinen. Ziel ist es, Schülern aus dem Kreisgebiet, die vor ihrem Schulabschluss stehen, die beruflichen Möglichkeiten und Chancen, die der Kreis Birkenfeld und die Stadt Idar-Oberstein zu bieten haben, ins Bewusstsein zu rufen und junge Menschen zu einem Verbleib in der Region zu bewegen.

Weiterhin wurde in den Masterplan zwischenzeitlich das Thema Klimaschutz eingearbeitet, welchem ein immer größerer Stellenwert zukommt, wie nicht zuletzt die Starkregenproblematik in den letzten Wochen gezeigt hat. In den letzten Jahren konnten bereits viele Maßnahmen umgesetzt werden, die eine Reduzierung des Energieverbrauchs und eine Reduzierung von Treibhausgasen bewirkt haben, wie beispielsweise die energetische Sanierung und der Bau einer Photovoltaikanlage in der Kläranlage Almerich. Weitere Maßnahmen sind derzeit bereits in der Umsetzung und in der Planung.  

Um die weitere Entwicklung der Stadt auch nachhaltig zu gestalten, wurde mit dem Wirtschaftsbeirat und dessen Arbeitsgruppe vereinbart, den Prozess im Hinblick auf eine innovative nachhaltige Regionalentwicklung untersuchen und begleiten zu lassen. Hierdurch sollen Möglichkeiten erarbeitet werden, wie die Potenziale aus der Bürgerschaft und den Unternehmen sowie die gemeinsame Regionalentwicklung unter Einbindung des Wirtschaftsbeirates und ggf. weiterer Unternehmen stärker genutzt und vernetzt werden können. Hierzu wurde mittlerweile ein Förderantrag für die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für die Stadt Idar-Oberstein positiv beschieden. Derzeit wird hierzu die Ausschreibung vorbereitet. Ein besonderes Augenmerk in diesem Prozess soll auf einer breit gefächerten Akteursbeteiligung liegen.

Nähere Einzelheiten sind auf der städtischen Internetseite unter http://www.idar-oberstein.de/wirtschaft/standortentwicklung/masterplan-vision-2030/ abrufbar.