Jedes Bild erzählt eine Geschichte

Verwaltung zeigt Ausstellung von Raymond Pauquet

Während der Vernissage überreichten Raymond Pauquet (l.) und dessen Ehefrau Ruth Oberbürgermeister Frank Frühauf ein Buch über Albert Klauer-Simonis.

Noch bis 30. August 2018 ist im Foyer der Stadtverwaltung Idar-Oberstein die Ausstellung ‚Tropensturm‘ mit Gemälden und Keramiken von Raymond Pauquet zu sehen. Der freischaffende Künstler, der seit 2011 in Idar-Oberstein lebt, gewährt mit der aktuellen Ausstellung einen Einblick in fast 40 Jahre seines künstlerischen Schaffens.

Oberbürgermeister Frank Frühauf begrüßte die Gäste der Vernissage sowie den ausstellenden Künstler und dessen Ehefrau Ruth. Er wies darauf hin, dass der in Stadtkyll geborene Raymond Pauquet ein Schüler des Malers Albrecht Klauer-Simonis war, dem Begründer des ‚Symposion Weißenseifen‘. Anschließend übergab der OB das Wort an den Künstler, der die Gäste persönlich in die Ausstellung mit dem Untertitel ‚In der Kunst gibt es kein Muss‘ einführte.

Raymond Pauquet erläuterte, dass in den Vitrinen des Foyers zwölf Keramiken aus den 1980er Jahren sowie kleinformatige Bilder aus der Zeit vor 2011 zu sehen sind. „Die Keramiken stammen aus meiner ‚wilden‘ Bonner Zeit“, so der Künstler, der in der ehemaligen Bundeshauptstadt ein Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Volkskunde sowie ein Studium der Kunsterziehung absolvierte.

Die Wände des Foyers zieren insgesamt 29 großformatige aktuelle Arbeiten, die allesamt in Pauquets Atelier in Idar-Oberstein entstanden sind. Sie verdeutlichen, wie sich Pauquet von der Landschaftsmalerei mit Gemälden wie ‚Summer Beach‘, ‚Morning Sun‘ oder ‚Rapsfeld‘ hin zur Abstraktion weiterentwickelt hat. „Die neuen Themen wie ‚Zerbrochene Freundschaft‘, ‚Bluthochdruck‘ oder ‚Am Ende der Menschheit‘ lassen sich nach fast vier Jahrzehnten Übung im Umgang mit Farben leicht und kraftvoll auf der Leinwand festhalten“, erläuterte der Maler. Um die Gäste der Vernissage in seine Ausführungen einzubeziehen, forderte Raymond Pauquet einige Besucher auf, ein Werk auszuwählen, auf das er dann speziell einging. Unter dem Motto ‚Jedes Bild erzählt ein Geschichte‘ konnte er die Gäste so unmittelbar am kreativen Entstehungsprozess des jeweiligen Kunstwerks teilhaben lassen.

Abschließend dankte Pauquet Oberbürgermeister Frühauf für die Möglichkeit, seine Werke im Stadthaus zu präsentieren. Als kleine Anerkennung überreichte er dem OB ein Exemplar des erst in diesem April in der edition buschwerk, dem Verlag der Schwollener Designerin Bärbel Busch, erschienenen Buches ‚Kunst als Lebensform‘, das an seinen im Jahr 2002 verstorbenen Lehrer Albrecht Klauer-Simonis erinnert. Darüber hinaus spendeten der Künstler und dessen Ehefrau noch 100 Euro zur Anschaffung von neuen Medien an die Stadtbibliothek.

Die Ausstellung ‚Tropensturm‘ ist montags bis mittwochs von 7 bis 17 Uhr, donnerstags von 7 bis 18 Uhr und freitags von 7 bis 12 Uhr im Foyer der Stadtverwaltung in der Georg-Maus-Straße 1 zu sehen.