Stadt errichtet eigene PV-Anlage

Gemeinsames Projekt mit der OIE an der GS Oberstein

Freuen sich auf die Realisierung des gemeinsamen Photovoltaik-Projektes (v. l.): Klimaschutzmanagerin Julia Besand, die OIE-Vorstände Ulrich Gagneur und Eva Wagner, Oberbürgermeister Frank Frühauf, Bürgermeister Friedrich Marx sowie Joachim Busch, Leiter Kommunale Betreuung der OIE.

Auf den insgesamt sechs Dachflächen der städtischen Grundschule Oberstein werden zukünftig Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) betrieben. Eine Anlage errichtet die Stadt Idar-Oberstein selbst, die restlichen fünf Dachflächen werden für 20 Jahre an die OIE verpachtet, die dort PV-Anlagen zur Einspeisung ins öffentliche Netz installieren wird. Den entsprechenden Vertrag unterzeichneten jetzt Oberbürgermeister Frank Frühauf sowie die OIE-Vorstände Ulrich Gagneur und Eva Wagner.

Auf verschiedenen städtischen Dachflächen sind bereits PV-Anlagen installiert. Diese befinden sich überwiegend im Eigentum der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Birkenfeld, weitere Anlagen auf dem Gelände der Kläranlage Almerich werden von den Stadtwerken betrieben. Die Dächer der Grundschule Oberstein wurden in den Jahren 2014 und 2015 komplett saniert und bieten gute Voraussetzungen für den Einsatz von Photovoltaik. Auf der Dachfläche des ehemaligen Hortgebäudes soll nunmehr in den Sommerferien mit Unterstützung der OIE die erste stadteigene Anlage mit einer Leistung von etwa 24,8 Kilowattpeak errichtet werden. Sie dient vorrangig der Eigenversorgung der Grundschule, überschüssiger Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist. Dadurch ergibt sich eine Einsparung beim Kohlendioxydausstoß von rund 11 Tonnen pro Jahr sowie eine Entlastung des städtischen Haushalts von jährlich 500 bis 700 Euro.

„Ich freue mich, dass wir mit Unterstützung der OIE jetzt unsere erste eigene Photovoltaikanlage errichten können“, erklärte Oberbürgermeister Frühauf. Er bedankte sich bei den Vorständen des regionalen Energieversorgers für die gute Kooperation. „Die OIE ist für uns ein verlässlicher Partner, der sich sehr stark in der Region engagiert“, unterstrich der OB. Auch OIE-Vorstand Gagneur begrüßte die gemeinsame Realisierung dieses Projektes: „Es müssen nicht immer die großen Anlagen sein, wir freuen uns auch über kleine Projekte, die wirtschaftlich zu betreiben sind. Man muss immer schauen, was geht – und bei der Grundschule Oberstein geht es.“

Die OIE plant auf den gepachteten Dachflächen die Errichtung von PV-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 132 Kilowattpeak und speist den dort produzierten Strom ins öffentliche Netz ein. Das Gesamtprojekt wird bilanziell zu einer Reduktion des CO2-Austoßes von insgesamt rund 63 Tonnen pro Jahr beitragen. Für Eva Wagner, seit 1. Februar 2018 Nachfolgerin von Rainer Boost im OIE-Vorstand, hat dieses Projekt Modellcharakter: „Es zeigt, dass die Region innovativ ist und sich hier in Sachen Energiewende einiges bewegt.“ Das sieht auch Bürgermeister Friedrich Marx so, der gemeinsam mit der städtischen Klimaschutzmanagerin Julia Besand in der jüngsten Stadtratssitzung einen Bericht zum Klimaschutzmanagement vorgestellt hatte. „Wir prüfen permanent bei allen Bau- und Sanierungsmaßnahmen, was wir in Sachen Energieeffizienz und Klimaschutz umsetzen können“, unterstrich Marx.