Das Land fördert Projekte in Idar-Oberstein

Im Beisein des Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss (2. v. r.), Stadtkämmerer Carsten Stützel (r.) und Stefan Tatsch (l.), stellvertretender Leiter des Stadtbauamtes, übergab Innenminister Roger Lewentz (3. v. l.) zwei Förderbescheide an Oberbürgermeister Frank Frühauf (4. v. l.) und Bürgermeister Friedrich Marx.

Bei einem Besuch im Gewerbepark Nahetal überreichte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz im Beisein des Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss zwei Bewilligungsbescheide über insgesamt mehr als 2,1 Millionen Euro an den Idar-Obersteiner Stadtvorstand. Die Fördergelder sind für das Strukturprogramm „Dörrwiese (Depot Nahbollenbach)“ und das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt – Innenstadt Oberstein“ bestimmt.

Die Übergabe der Bescheide fand auf dem Parkplatz der Messe Idar-Oberstein im Gewerbepark Nahetal statt. Auf dem Gelände des heutigen Gewerbeparks befand sich früher das Depot Nahbollenbach, ein Nachschublager der US-Armee. Nach dem Abzug des Militärs und der Freigabe für die zivile Nutzung wurde das 119 Hektar große Areal ab dem Jahr 2001 im Rahmen der Konversion in ein Gewerbegebiet umgewandelt. „Der Gewerbepark Nahetal ist ein erfolgreiches Konversionsprojekt, die angestrebten Ziele konnten erreicht werden“, unterstrich Innenminister Lewentz bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides über rund 1,17 Millionen Euro – davon rund 351.000 Euro vom Innenministerium und rund 819.000 Euro vom Wirtschaftsministerium – an Oberbürgermeister Frank Frühauf und Bürgermeister Friedrich Marx. Dabei handelt es sich um die noch abschließend zu gewährenden Fördermittel, die für die Deckung entwicklungsbedingter Kosten gewährt werden. Damit ist die Maßnahme nunmehr ausfinanziert.

Der zweite Bewilligungsbescheid über 1 Million Euro ist für Maßnahmen im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Stadt – Innenstadt Oberstein“ bestimmt. Die Fördermittel des Jahres 2018 werden insbesondere für die Weiterführung des Citymanagements, für die Umgestaltung des Christuskirchplatzes sowie für die Modernisierung der Nahepassage eingesetzt. Das Programm läuft seit dem Jahr 2009, bisher hat die Stadt für die städtebaulichen Erneuerungsmaßnahmen rund 6 Millionen Euro an Zuwendungen – davon 2,4 Millionen Euro aus Bundesmitteln – erhalten. Die letzte Förderung soll im Jahr 2020 erfolgen, bis dahin belaufen sich die Gesamtkosten der durchgeführten Maßnahmen voraussichtlich auf 9,6 Millionen Euro. „Wir sind dem Land dankbar für diese Fördermittel, damit konnten wir in den vergangenen Jahren bereits einige erfolgreiche Projekte umsetzten“, unterstrich Oberbürgermeister Frühauf. Als Beispiele nannte er die Modernisierung des Bahnhofs und die Einrichtung der neuen Stadtbibliothek. Neben der Umgestaltung des Christuskirchplatzes und der Nahepassage sollen in den kommenden Monaten die Eröffnung des Geschäftes der Genossenschaft KonsumGut und die Aufnahme des Quartiers Wasenstraße in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ für weitere positive Entwicklungen im Stadtteil Oberstein sorgen. „Auch die angedachte Errichtung des Schrägaufzugs zum Schloss wäre eine tolles Projekt“ erklärte Frühauf und erläuterte dem Innenminister, dass dieses maßgeblich von privaten Investoren umgesetzt werden soll. Das Projekt stieß auch bei Lewentz auf positive Resonanz: „An diesem Punkt der Städtebauförderung sind jetzt genau solche Hingucker notwendig.“