Die Firma mit dem Apfel-Logo

Klaus Köhler spielt die Rolle des Apple-Visionärs Steve Jobs. (Foto: Andreas Etter)

In der Produktion „Momentum“ verausgaben sich die Tänzer bis zur Erschöpfung. (Foto: Klaus Fröhlich).

Als nächste Veranstaltungen im Rahmen des Theaternachsommers sind im Stadttheater Idar-Oberstein ein Schauspiel über den Apple-Visionär Steve Jobs und eine zeitgenössische Tanzproduktion zu sehen. Das Theaterfestival der Stadt Idar-Oberstein wird gefördert von der Kreissparkasse Birkenfeld, der OIE AG, der Firma Effgen und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.ticket-regional.de. Nähere Informationen unter www.kultur.io.

One-Man-Show mit Apfel

Am Mittwoch, 21. November 2018, um 10 Uhr zeigt das Staatstheater Mainz das Schauspiel „Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs“ nach Mike Daisey. In der Inszenierung von Marc Becker spielt Klaus Köhler den 2011 verstorbenen Mitgründer und Visionär der Firma Apple.

Der Werbeslogan des Apple-Konzerns 1997 hieß „Think different.“ Und die Apple-Entwickler hielten, was sie versprachen. Sie dachten Dinge anders und revolutionierten, wie wir Musik hören, Fotos machen, Informationen erhalten und miteinander kommunizieren. Das, was wir heute Digitalisierung nennen, wäre ohne sie nicht möglich gewesen. Zwanzig Jahre später erleichtern uns Apple-Produkte den Alltag, sind intuitiv zu bedienen und gelten als Meilensteine des Produktdesigns. Der 2011 verstorbene Konzernchef Steve Jobs wird als Genie verehrt. Dank seiner steht die Firma nicht bloß für innovative Technik, sondern auch für Kreativität und Individualität.

Aber wie und wo werden die Geräte eigentlich produziert? Das fragte sich auch der US-amerikanische Autor, Schauspieler und bekennende Apple-Fan Mike Daisey und stieß bei seiner Recherche in China auf unmenschliche Produktionsbedingungen, die so gar nicht zum Hochglanzimage des Konzerns passen wollen.

Tanzen bis zur Erschöpfung

Am Sonntag, 2. Dezember 2018, um 17 Uhr präsentiert die Cocoon-Dance Company die Tanzproduktion „Momentum“. Das Stück basiert auf einer Recherche zu Parkour, einem Sport, der jedes scheinbare Hindernis als Quelle neuer Bewegungsmöglichkeiten nutzt. „Momentum“ schließt auch an die intensive künstlerische Auseinandersetzung über das Verhältnis von Performern und Zuschauern an, die das Bonner Ensemble bereits in vorangegangenen Stücken ausgelotet hat.

CocoonDance wurde im Jahr 2000 von der Choreografin Rafaële Giovanola und dem Dramaturgen Rainald Endraß gegründet. Die Arbeiten der Bonner Company sind ebenso sinnlich wie abstrakt, körperbezogen wie philosophisch. Sie experimentieren mit verschiedenen Erzähl- und Wahrnehmungsperspektiven, rütteln an der Beziehung zu Raum und Zeit.

Nicht denken: Weiter, weiter, weiter. In „Momentum“ verausgaben sich drei Tanzer, angetrieben durch die Beats von DJ Franco Mento, über ein sich stetig steigerndes Energielevel hinaus bis in einen Zustand völliger Erschöpfung. Das Stück verbindet Tänzer und Zuschauer über den Bewegungssinn, spürbar in einem gemeinsamen Raum. Dieser Raum wird durch die Vergrößerung der Bühne im Stadttheater, auf der sich sowohl die Tänzer als auch die Zuschauer befinden, geschaffen. Durch diese Nähe nehmen Tänzer wie Zuschauer die sich steigernde Energie ebenso wie die zunehmende Erschöpfung auf und lassen sie zum konstituierenden Moment der Inszenierung werden. Dieses kurze Stück entfaltet eine Wucht, der man sich kaum entziehen kann.