Theaternachsommer präsentiert zwei Konzerte

David Kahn & The Painted Bird gelten als „Radical Yiddish Borderland Bandistas“ mit Punkattitüde. (Foto: Esra Rotthoff)

2012 wurde die damalige Jazz-Newcomerin Jasmin Tabatabai als „beste nationale Sängerin“ ausgezeichnet. (Fotos: Felix Broede)

Im Rahmen ihrer aktuellen Tourneen sind mit Daniel Kahn & The Painted Bird sowie Jasmin Tabatabai & David Klein Quartett gleich zwei ungewöhnliche Formationen zu Gast im Stadttheater Idar-Oberstein. Die Konzerte sind Teil des Theaternachsommers, das Theaterfestival der Stadt Idar-Oberstein wird gefördert von der Kreissparkasse Birkenfeld, der OIE AG, der Firma Effgen und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.ticket-regional.de. Nähere Informationen unter www.kultur.io.

Revolutionäre Lieder für die Apokalypse

Am Sonntag, 28. Oktober 2018, um 19.30 Uhr geben Daniel Kahn und seine Band The Painted Bird ein Konzert unter dem Titel „Freedom Is A Verb“. Mit ihrem aktuellen Album machen sie ihrem Ruf als „Radical Yiddish Borderland Bandistas“ mit Punkattitüde alle Ehre. Es ist das bis dato kraftvollste und komplexeste Werk der Band und stellt sich den großen politischen und persönlichen Themen unserer Zeit. Kahns revolutionäre Lieder für die Apokalypse sind wie eine Kriegserklärung an die Gegenwart. Manchmal voller Witz, manchmal wie ein Albtraum. In seiner Musik reichen sich Punk, Klezmer, Jazz, Brecht, Waits, Folk-Balladen und mehr die Hand.

Der Song-Poet Daniel Kahn hat seine Band für diese Tournee mit neuen und alten Freunden und Weggefährten formiert: der Berliner Klezmer-Veteran Christian Dawid mit seinem Arsenal von Blasinstrumenten sorgt dafür, dass sich The Painted Bird wie eine betrunkene Seemans-Kapelle anhört die eine jüdische Hochzeitsfeier auseinander nimmt. Jake Shulman-Ment führt seine Geige wie ein rasierklingenscharfes Messer durch die Stücke, der bewährte Schlagzeuger Hampus Melin sorgt für perkussive Sounds und den nötigen Drive und Michael Tuttle schlägt den Bass furios und sensibel zugleich. 

Berührend authentischer Jazz

„Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist“ ist der Titel des zweiten gemeinsamen Albums der Schauspielerin und Sängerin Jasmin Tabatabai und des Saxofonisten David Klein. Das Konzert unter diesem Titel am Sonntag, 4. November, um 19.30 Uhr ist eine Kooperationsveranstaltung von Blue Note e.V. und des städtischen Kulturamtes.

Die mehrfach preisgekrönte deutsch-iranische Sängerin und Schauspielerin tritt zusammen mit dem exzellenten Quartett des Schweizer Saxophonisten David Klein auf. Sie zeigt sich dabei vielseitig, sympathisch und berührend authentisch und singt leicht angejazzt Lieder von Hildegard Knef, den Puhdys oder von Reinhard Mey und Georg Kreisler. Jasmin Tabatabai beeindruckt mit ihrem Gespür für die richtige Auswahl der Songs. Diese präsentiert sie mal sanft, mal rockig, mal klassisch gejazzt. Das Publikum ihrer Konzerte kann sich ihrem Charme nicht entziehen: die Zuhörer werden hier nachdenklich gestimmt, dort wird ihnen ein freudiges Schmunzeln geschenkt. In jedem Fall sind zum Abschluss alle Konzertbesucher begeistert: Von Tabatabais außergewöhnlichem Gesang genauso, wie von den hervorragenden Jazzrhythmen des David Klein Quartetts.