Holzkunstwerke zieren den Magnolienhain

Landrat Dr. Matthias Schneider, Gerhard Ludwig Kling, Anneliese Bunn, Oberbürgermeister Frank Frühauf, Matzi Müller und Bürgermeister Friedrich Marx (v. l.) am neuen Figurenensemble „Einkehr“.

Der Magnolienhain im Niederaupark wird in den kommenden Jahren sukzessive zu einem „Garten des Gedenkens“ ausgebaut. Als weiteren Schritt hierzu wurde diese Woche die bisherige Pflanzgestaltung durch Holzkunstwerke und eine Ruhebank ergänzt, die von den beiden regionalen Künstlern Matzi Müller und Gerhard Ludwig Kling geschaffen wurden.

„Was hier an der Niederau im letzten halben Jahr entstanden ist, kann sich sehen lassen“, erklärte Oberbürgermeister Frank Frühauf in seinem Grußwort. Aus dem ehemals verbuschten Areal sei durch die Neugestaltung eine offene Parkanlage entstanden, die zum Verweilen einlade. Der OB bedankte sich bei Landrat Dr. Matthias Schneider und der Vereinsvorsitzenden Anneliese Bunn für die Unterstützung des Landkreises Birkenfeld und des Vereins Offene Gärten Hunsrück/Nahe bei der Realisierung dieses Projektes. „Als weitere Highlight kommen jetzt die von Matzi Müller und Gerhard Ludwig Kling gestalteten Kunstwerke dazu“, so Frühauf.

Landrat Dr. Schneider hofft, dass sich der Garten des Gedenkens – angelehnt an den Titel des Kunstwerks von Matzi Müller – auch zu einem Ort der „Einkehr“ entwickelt, vor allem auch angesichts der auf dem Areal befindlichen Gräber und Gedenkstätten. Er griff die Worte von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier anlässlich des Tags der Deutschen Einheit auf und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass hier ein Platz des Nach- und Querdenkens entsteht, an dem Mauern in den Köpfen überwunden werden.

Der gebürtige Idar-Obersteiner Matzi Müller freute sich, dass „die Arbeit gut gelungen ist“ und nunmehr weitere seiner Kunstwerke seine Heimatstadt zieren. Das Figurenensemble „Einkehr“ und eine weitere Ruhebank sind aus Stämmen entstanden, die bei der Neugestaltung des Areals gefällt wurden. Müller würde sich auch darüber freuen, wenn Besucher des Parks, die in dem im Ensemble eingelassenen Sitz Platz nehmen, hierdurch zu neuen Einsichten und Überzeugungen gelangen. Der Künstler äußerte auch noch ein Anliegen in eigener Sache. Das Gebäude, in dem er in Niederhosenbach sein Atelier betreibt, wurde verkauft und er ist daher auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten: „Vielleicht findet sich ja in meiner Heimatstadt ein passendes Atelier.“

Auch Gerhard Ludwig Kling beschrieb kurz die von ihm geschaffenen Skulpturen. Die aus einer Robinie gefertigte „Flora“ ist expressionistisch gearbeitet, die „Feder“ klassisch-naturalistisch und die filigrane Figur „Engelsgleich“ lädt ebenfalls dazu ein, die Gedanken schweifen zu lassen. Kling hat die Skulpturen übrigens allesamt der Stadt Idar-Oberstein gespendet, wofür sich Oberbürgermeister Frühauf herzlich bei ihm bedankte.