Das Bahnhofsumfeld ist deutlich aufgewertet

Umgestalteter Willy-Brandt-Platz und ZOB wurden eingeweiht

Bei der Einweihung des umgestalteten Bahnhofsumfeldes übergaben Wirtschaftsminister Dr. Wissing (2. v. r.) und Innenstaatssekretär Stich (l.) einen Förderbescheid des Innenministeriums an Oberbürgermeister Frühauf (2. v. l.) und Bürgermeister Marx.

Im Beisein von Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing und Staatssekretär Randolph Stich vom Innenministerium weihten Oberbürgermeister Frank Frühauf und Bürgermeister Friedrich Marx den neu gestalteten Verkehrsraum vor dem Bahnhof Idar-Oberstein, den Willy-Brandt-Platz mit dem dazugehörigen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), ein. Die Umgestaltung dieses Verkehrsknotenpunktes ist ein wesentlicher Entwicklungsschwerpunkt des vom Stadtrat beschlossenen Integrierten Entwicklungskonzeptes im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Aktives Stadtzentrum Innenstadt Oberstein“.

In seiner Begrüßung hob Oberbürgermeister Frühauf die besondere Bedeutung dieser Baumaßnahme sowohl für die Stadt Idar-Oberstein aber auch die gesamte Nationalparkregion hervor. Er dankte den Vertretern des Landes für die großzügige Förderung des Projektes, „ohne diese Unterstützung hätte die Stadt Idar-Oberstein das Projekt nicht realisieren können.“ Frühauf unterstrich, dass diese Maßnahme einen besonderen Stellenwert in der Bürgerbeteiligung zum Programm „Aktives Stadtzentrum“ hatte und gemeinsam mit den relevanten Interessengruppen entwickelt wurde. Neben diesem Projekt hätte die Stadt in den vergangenen Monaten etliche Projekte voran gebracht, die sich positiv auf den Stadtteil auswirken, erklärte der OB. Als Beispiele nannte er die sich nunmehr anschließende Sanierung im Bahnhofsinneren mit der Realisierung eines Integrativen Cafés der Lebenshilfe, , die vom Stadtrat beschlossene Verlagerung der Stadtbücherei mit Einrichtung einer Bildungs- und Begegnungsstätte in der Fußgängerzone, die ebenfalls beschlossene Umgestaltung des Rampengebäudes zur Nahepassage sowie die anstehende Umgestaltung des Christuskirchplatzes. „All diese Maßnahmen tragen zu einer positiven Entwicklung am Stadtteil Oberstein bei und wir freuen uns, dass das Land Rheinland-Pfalz uns dabei unterstützt“, unterstrich Oberbürgermeister Frühauf.

In seiner Ansprache hob Wirtschaftsminister Wissing die Umgestaltung des Omnibusbahnhofs als eine wichtige Verbesserung des ÖPNV hervor. Es sei besonders erfreulich, dass bei dieser Maßnahme sowohl der ÖPNV als auch der Städtebau ineinander gegriffen hätten. „In Zukunft wird der ganze Busverkehr sicherer und geordneter organisiert sein, die neuen Bushaltestellen sind kundenfreundlich und barrierefrei ausgestattet und das ganze Bahnhofsumfeld ist städtebaulich deutlich aufgewertet“, resümierte der Wirtschaftsminister. Daher habe sein Ministerium die Umgestaltung des ZOB auch mit ÖPNV-Fördermitteln in Höhe von 85 Prozent der förderfähigen Kosten von 585.000 Euro unterstützt.

Als Vertreter des Innenministeriums erklärte Staatssekretär Stich, der auch bereits beim Spatenstich für die Baumaßnahme zugegen war, dass die Gelder des Landes und der Stadt bei diesem Projekt gut investiert seien. Er hob die besondere Wichtigkeit dieser Maßnahme hervor, „denn das Bahnhofsumfeld ist das Eingangstor zur Edelsteinstadt.“ Und dieses habe vorher keinen guten Eindruck gemacht. Nach der Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes mit dem Übergang zur Fußgängerzone, die vom Innenministerium mit 80 Prozent der förderfähigen Kosten in Höhe von 695.000 Euro bezuschusst wurde, habe dieser Bereich deutlich an Aufenthaltsqualität dazugewonnen. Und der Staatssekretär hatte auch noch eine weitere gute Nachricht für die Stadtspitze dabei: Die Sanierung der Bahnhofshalle wird vom Innenministerium im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms 3.0 im 607.000 Euro gefördert. Den von Innenminister Roger Lewentz unterzeichneten Bewilligungsbescheid übergab Stich an Oberbürgermeister Frühauf und Bürgermeister Marx. Damit kann die Umgestaltung und Attraktivierung des Idar-Obersteiner Bahnhofs fortgesetzt werden.

Abschließend stellte Dipl.-Ing. René Broschart vom Planungsbüro WSW & Partner aus Kaiserslautern die erfolgreich abgeschlossene Baumaßnahme, die von der Köhler-Bau GmbH aus Oberreidenbach durchgeführt wurde, dar. Im Zuge der Maßnahme wurde das gesamte Vorfeld des Idar-Obersteiner Bahnhofs – mit Willy-Brandt-Platz, ZOB, einem Teilstück der Bahnhofstraße und dem Zugang zur Fußgängerzone – in einen verkehrsberuhigten, barrierefreien Bereich umgestaltet. Der Platz ist nunmehr großzügiger gestaltet und in eine Bewegungs- und eine Ruhezone unterteilt. Eine Pflasterfläche, in die Leitlinien und LED-Bodenstrahler eingelassen sind, führt über die verschmälerte Bahnhofstraße in die Fußgängerzone. Die früher im Bereich des ZOB angesiedelten Kurzzeitparkplätze wurden an die Bahnhofstraße verlagert. Hier stehen jetzt 16 sogenannte Kiss&Ride-Plätze (30 Minuten Parkzeit) sowie zwei Behindertenparkplätze zur Verfügung. Auch der Zentrale Omnibusbahnhof wurde komplett umgestaltet. Die Bussteige bieten jetzt 12 Halteplätze für Busse und Gelenkbusse, verfügen über barrierefreie Zugänge und sind mit einem Blindenleitsystem und Aufmerksamkeitsfeldern ausgestattet. Der ZOB ist mit modern gestalteten Überdachungen ausgestattet, die Unterstellmöglichkeit sowohl für Fahrgäste als auch Fahrräder bieten. Zudem wurden neben den Halteplätzen für Busse noch sieben Taxistände integriert.