Russischer Generalkonsul zu Gast in Idar-Oberstein

Marketing- und Vertriebsleiter Thomas Treger (2. v. r.) erläuterte Generalkonsul Jewgenij Schmagin, Oberbürgermeister Bruno Zimmer, Attaché Ilja Roschkow und Stadtentwicklungsamtsleiter Peter Wenzel (v. r.) die Produktionsabläufe bei der Wayand AG.

Zu Besuch in Idar-Oberstein war dieser Tage der russische Generalkonsul Jewgenij Schmagin, der hier von Oberbürgermeister Bruno Zimmer empfangen wurde. Der Besuch diente zunächst dem gegenseitigen Kennenlernen, jedoch stand auch der Aufbau weiterer Geschäftsbeziehungen im Fokus.

Seit einem Jahr ist Jewgenij Schmagin Generalkonsul der Russischen Förderation in Bonn. Zusammen mit dem Chef der Protokollabteilung, Attaché Ilja Roschkow, besuchte der Generalkonsul jetzt erstmals die Edelstein- und Schmuckstadt. Beim Empfang durch Oberbürgermeister Zimmer und dem Leiter des Stadtentwicklungsamtes, Peter Wenzel, erläuterte Schmagin, dass seine Behörde das größte russische Generalkonsulat weltweit ist. Ihr Bezirk umfasst die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland.

Der Besuch von Schmagin diente zunächst dem gegenseitigen Kennenlernen, der Generalkonsul zeigte sich aber auch interessiert an der Intensivierung von Wirtschaftskontakten zur hiesigen Region. Er erklärte, dass derzeit bereits rund 6.200 deutsche Firmen eine ständige Repräsentanz auf russischem Territorium unterhalten. Der Bedarf an Wirtschaftskontakten sei aber weiterhin sehr groß. Daher veranstaltet das Generalkonsulat am 25. August 2012 auch eine Kontaktbörse für Wirtschaftsvertreter.

Der Generalkonsul berichtete weiterhin von der Vereinbarung der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation, die für 2012/2013 die Durchführung eines Deutschlandjahres in Russland beziehungsweise eines Russlandjahres in Deutschland vorsieht. Unter dem Motto „Deutschland und Russland – gemeinsam die Zukunft gestalten“ werden dazu zahlreiche Veranstaltungen in beiden Ländern stattfinden, unter anderm auch beim Generalkonsulat plant in Bonn.

In diesem Zusammenhang wies Oberbürgermeister Bruno Zimmer darauf hin, dass in diesem Jahr eine gemeinsame Ausstellung des Deutschen Edelsteinmuseums und der St. Petersburger Eremitage in Idar-Oberstein stattfindet. Patrick Dreher, Initiator der Ausstellung, und Dieter Hahn, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Deutsches Edelsteinmuseum, erläuterten Generalkonsul Schmagin die seit langem bestehenden Verbindungen der Edelsteingraveure aus Idar-Oberstein und St. Petersburg sowie das Konzept der Ausstellung. Die einzigartige Sonderschau wird jeweils 100 Meister-Gravuren aus der Edelsteinregion Idar-Oberstein und aus St. Petersburg umfassen und soll später auch in der Eremitage zu sehen sein. Schmagin zeigte sich begeistert von dieser Idee und Oberbürgermeister Zimmer versprach, dem Generalkonsulat eine Einladung zur Ausstellungseröffnung zukommen zu lassen.

Anschließend besuchte die Delegation die Firma Weyand im Gewerbegebiet „Am Kreuz“, wo die Vorstandmitglieder Thomas Treger und Brigitte Flass-Wolf den Besuchern das Unternehmen vorstellten. Die Wayand AG fertig Kunststoff-Bauteile für die Automobilindustrie sowie für Unternehmen des Agrar- und Nutzfahrzeugsektors. In den insgesamt fünf Werken sind derzeit rund 430 Mitarbeiter beschäftigt. Einer der Kunden von Wayand ist der Land- und Baumaschinenhersteller John Deere, der dabei ist, eine Produktion in Russland aufzubauen. Hierbei könnten sich die Kontakte zum Generalkonsulat in Bonn als sehr nützlich erweisen. Generalkonsul Schmagin sagte auch unmittelbar zu, dass seine Behörde als Lotse fungieren kann und gab den Vorstandsmitgliedern die notwendigen Kotaktdaten an Hand. Beim abschließenden Rundgang durch die Produktionsanlagen konnten sich die Besucher von der Leistungsfähigkeit des Unternehmens, das insbesondere bei exklusiven Klein- und mittelgroßen Serien zu den führenden Anbietern in Deutschland zählt, überzeugen.