Die Stadt ehrte ihre Ratsmitglieder

Elisabeth Jost und Manfred Schneider wurden für ihr jahrzehntelanges kommunalpolitisches Engagement geehrt.

In der jüngsten Sitzung des Idar-Obersteiner Stadtrates dankte Oberbürgermeister Bruno Zimmer den Ratsmitgliedern für ihr kommunalpolitisches Engagement und würdigte dieses mit der Verleihung der städtischen Ehrenzeichen.

Die Richtlinien der Stadt Idar-Oberstein sehen vor, dass Ratsmitglieder in der letzten Sitzung der aktuellen Wahlperiode für ihr ihre ehrenamtliche Tätigkeit geehrt werden. Da aber in der letzten Ratssitzung die Haushaltsdebatte ansteht, nehmen wir die Ehrung jetzt schon vor, erklärte Oberbürgermeister Zimmer in seiner Ansprache. Denn die Etatberatung ziehe sich erfahrungsgemäß länger hin und würde keinen würdigen Rahmen für die Ehrungen bieten.

Zimmer dankte vor allem auch denjenigen Ratsmitgliedern, die nach teilweise jahrzehntelanger Zugehörigkeit zum Rat bei der bevorstehenden Kommunalwahl nicht mehr antreten und daher dem zukünftigen Gremium nicht mehr angehören. Sie haben in der abgelaufenen Wahlperiode an vielen wichtigen Themen mitgewirkt, unterstrich der OB und nannte als Beispiel die Bäderfrage, den Landesentwicklungsplan, das Stadtentwicklungskonzept oder die Errichtung der neuen Messe Idar-Oberstein.

Zimmer wies auch darauf, dass die Ratsmitglieder ihr Mandat in ehrenamtlicher Funktion ausüben. Das macht man nur, wenn man von seinem Tun überzeugt ist, wenn man politisch etwas bewegen und seine Stadt mitgestalten will, erklärte der OB, der den Ratsmitgliedern auch persönlich für die gute Zusammenarbeit dankte.

Anschließend überreichte Zimmer den Ratsmitgliedern die vorgesehenen Ehrenzeichen, die nach der Dauer der Zugehörigkeit zum Stadtrat gestaffelt sind. Nach einer Wahlperiode wird eine Urkunde verliehen, nach zehn Jahren der Wappenteller, nach fünfzehn Jahren der Wappenring, nach 20 Jahren der Ehrenring und nach 25 Jahren der Silberne Wappenteller.

Mit der Urkunde werden ausgezeichnet: Dirk Backes, Manfred Engels, Karl-Heinz Felske, Franz-Josef Gemmel, Rainer Haspel, Klaus Heinsohn, Heidi Kirstein, Werner Lehnen, Julia Luthmann, Josef Mähringer, Walter Mörtl, Thomas Petry, Dr. Peter Quint, Sonja Redmer, Achim Rhein, Wolfgang Röske, Hans Jörg Schnadthorst, Reiner Schuch, Horst Tönsmann, Tim Wünsch und Bernhard Zwetsch.

Der Wappenteller wurde verliehen an: Reimund Engbarth, Dr. Rainer Luthmann, Karl-Heinz Totz, Doris Warrass und Gerhard Zupp.

Den Wappenring erhielten: Barbara Biegel, Hae Sook Gorski, Karl Friedrich Hahn, Armin Korpus und Christiane Streiß.

Mit dem Ehrenring wurden ausgezeichnet: Horst Hotschicke und Hans Walter Schmidt.

Fünf Ratsmitglieder erhielten den Silbernen Wappenteller für 25-jährige Tätigkeit im Rat der Stadt Idar-Oberstein und zwar: Hans-Dieter Alt, Wolfgang Augenstein, Hans Bruch, Werner Fuck und Lothar Jockenhövel.

Zwei Ratsmitglieder gehören dem Gremium schon so lange an, dass sie aus den Richtlinien herausfallen, erklärte Oberbürgermeister Zimmer anschließend. Denn diese sehen nur Ehrungen bis zur 25-jährigen Mitgliedschaft vor. Aber Elisabeth Jost ist schon seit 35 Jahren Ratsmitglied, Manfred Schneider bereits seit rund 40 Jahren. Hierfür mussten wir uns etwas Besonderes einfallen lassen, da war Kreativität gefragt, so Zimmer.

Elisabeth Jost gehört dem Rat seit dem 17. März 1974 an und war in dieser Zeit auch zwei Wahlperioden lang im Kreistag vertreten. Außerdem war Jost von 1983 bis 1987 Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags und dort die erste Gleichstellungsbeauftragte des Landes. Für ihre kommunalpolitischen Tätigkeiten wurde sie mit allen städtischen Ehrenzeichen gewürdigt, außerdem ist sie Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Für 35 Jahre Tätigkeit im Stadtrat wurde sie nunmehr mit einer goldenen Brosche mit Streifenjaspis geehrt.

Auch Manfred Schneider blickt auf eine lange kommunalpolitische Karriere zurück. Er gehörte schon in den 60er Jahren der Gemeindevertretung in Nahbollenbach an und wurde nach der Eingemeindung des Ortes nach Idar-Oberstein in den Stadtrat gewählt. Seit dem 8. November 1970 gehört der diesem Gremium ununterbrochen an. Außer in der Kommunal- war Schneider auch in der Bundespolitik aktiv und war Mitte der 1980er und Anfang der 90er Jahre Mitglied des 10. und 11. Deutschen Bundestages. Auch er erhielt bereits alle vorgesehenen Ehrenzeichen und wurde jetzt für seine 39-jährige Tätigkeit im Stadtrat mit einer goldenen Krawattennadel geehrt. Sie ist mit einem Lagenachat, verziert in den das Stadtwappen eingraviert ist.