Schätze fürs Stadtarchiv

Bürgermeister Peter Simon, Stadtarchivar Manfred Rauscher und Jugendamtsleiter Dieter Hochreuther (v. r. n. l.) schmökerten begeistert in den Unterlagen, die Dieter Jerusalem (2. v. l.) mitgebracht hatte.

Dieter Jerusalem schenkt der Stadt alte Dokumente

Zum wiederholten Mal übergab Dieter Jerusalem wertvolle historische Unterlagen an das Idar-Obersteiner Stadtarchiv. Bürgermeister Peter Simon, Jugendamtsleiter Dieter Schmidt und Stadtarchivar Manfred Rauscher freuten sich über die Neuzugänge für die Sammlung.

Mehrere gebundene Bände der Amtsblätter des Fürstentums Birkenfeld sowie des Magazins für die Staats- und Gemeindeverwaltung im Groherzogtum Oldenburg aus dem 19. Jahrhundert, zwei große Andrees Handatlanten aus dem Jahr 1899, mehrer Zeitungsjahrgänge der Obersteiner Neusten Nachrichten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie zahlreiche Aktenordner mit interessanten Dokumenten und Korrespondenzen. Das sind die Schätze, die Dieter Jerusalem diesmal mitgebracht hatte. Denn schon mehrfach hat der begeisterte Hobby-Historiker wertvolle Unterlagen ins Stadtarchiv gegeben. Wenn ich die Dokumente hierher gebe sind sie ja nicht weg, im Gegenteil, erklärte Jerusalem bei der Übergabe. Im Archiv sind sie auch für spätere Generationen gut aufgehoben und jederzeit einsehbar, so der Spender weiter.

Einige der Unterlagen hatte er von einer alteingesessenen Idarer Firma übernommen, die ihr komplettes Büro aufgelöst hat. Es war Zufall, dass ich an diese tollen Sachen gekommen bin, erzählte Jerusalem. Viel zu oft würden solche höchst interessanten Dokumente gedankenlos entsorgt. Wie etwa einst beim Abbruch des alten Amtsgerichtsgebäudes, bei dem bergeweise historisch wertvolle Unterlagen im Container landeten. Jerusalem versucht immer wieder, auch Freunde und Geschäftspartner vor allem aus der Edelstein- und Schmuckbranche davon zu überzeugen, alte Akten lieber ins Stadtarchiv zu geben, als einfach wegzuwerfen: Nur so können wir unsere Vergangenheit für die Nachwelt erhalten.

Begeistert zeigte sich Bürgermeister Peter Simon von Jerusalems Engagement. Es ist ganz toll zu sehen, wie sich für den Erhalt unserer regionalen Geschichte einsetzen, dankte er dem Spender für dessen Gaben. Dieter Jerusalem sei regelrecht infiziert von diesem positiven Virus, an dem auch Stadtarchivar Manfred Rauscher leide, so der Bürgermeister. Aufgrund dieses vorbildlichen Verhaltens hätten mittlerweile auch Andere die Wichtigkeit des Stadtarchivs erkannt und würden dem guten Beispiel folgen.

Auch Manfred Rauscher freute sich über die Neuzugänge für die Sammlung. Bei so tollen Dokumenten geht einem das Herz auf, so der Stadtarchivar. Er appellierte ebenfalls an die Bürger, alte Unterlagen nicht einfach wegzuwerfen, sondern lieber ins Archiv zu geben. Wenn jemand unsicher ist, ob die Dinge historisch interessant sind, komme ich gerne vorbei, bot Rauscher seine Hilfe an. Das Stadtarchiv ist unter Telefon 06781/27683 erreichbar.