Das Oberstein-Idarer Fabrikwesen

Ein interessantes Buch über die Obersteiner Schmuck- und Metallwarenindustrie übergab Klaus Lautenbach an die Stadt Idar-Oberstein.

Lautenbach verfasste Buch über die Schmuck- und Metallwarenbranche

Zwei Exemplare seines Buches über Die Anfänge der Obersteiner Schmuck- und Metallwarenindustrie 1700 bis 1914 überreichte Klaus Lautenbach an Oberbürgermeister Hans Jürgen Machwirth, Bürgermeister Peter Simon und Stadtarchivar Manfred Rauscher. Über zwei Jahre hat Lautenbach an dem Werk gearbeitet, dass die Entstehung und Entwicklung des Oberstein-Idarer Farbrikwesens so der althergebrachte Begriff über einen Zeitraum von zwei Jahrhunderten beschreibt.

Eigentlich hat Oberbürgermeister Machwirth denn Anstoß zu diesem Buch gegeben, erklärte Klaus Lautenbach. Der OB hätte moniert, dass eigentlich wenig über dieses Kapitel der Obersteiner Industriegeschichte bekannt sei. Er, Lautenbach, könne dazu sicher etwas schreiben. Das hat mich natürlich bei meiner Ehre gepackt und da habe ich losgelegt, so der Autor. Aber es war dann doch mehr Aufwand als anfangs gedacht, bekannte Lautenbach. Von 2004 bis 2006 hat er Informationen aus dem Stadtarchiv, dem Archiv der Heimatfreunde, aus Literatur- und anderen Quellen zusammengetragen und zu einem einheitlichen Bild zusammengefügt.

Herausgekommen ist ein äußerst interessantes Werk, dass auf 77 Seiten nicht nur die Entwicklung der Schmuck- und Metallwarenindustrie beleuchtet, sondern diese auch teilweise in Zusammenhang mit dem historischem Umfeld setzt. Neben dem Buch hatte Lautenbach auch noch einige historische Dokumente mitgebracht darunter ein Brief vom Maler Rudolf Wild die er ebenfalls dem Stadtarchiv übergab. Diese Unterlagen sind im Archiv gut aufgehoben und jedem Interessierten zugänglich, machte er seine Intention deutlich.

Oberbürgermeister Machwirth dankte Klaus Lautenbach für sein hervorragendes Engagement. Das spricht für echten Bürgersinn und unterstützt uns in unseren Bemühungen, diesen Teil unserer Industriegeschichte zu bewahren und nicht untergehen zu lassen, so der OB. Mit dem Buch ließen sich auch viele bisher unklare Sachverhalte zu diesem Thema klarstellen, war sich Machwirth sicher. Der Stadtchef dankte Lautenbach außerdem für die interessante Unterlagen für das Stadtarchiv, dem er schon wiederholt solche Dokumente zur Verfügung gestellt hat.

Bürgermeister Peter Simon verwies darauf, dass dieses Verhalten von Klaus Lautenbach auch Vorbild für andere sei: Das Archiv bekommt immer öfter solche Dinge geschenkt. Simon ist sich sicher, dass in Kellern und auf Speichern noch viele unentdeckte Schätze lagern und appelliert an die Bürger, diese nicht bedenkenlos zu entsorgen, sondern lieber dem Stadtarchiv zu übergeben. Hier sind sie an der richtigen Stelle und dienen der Bewahrung unserer Stadtgeschichte, so der Bürgermeister. Außerdem regte er an, dass Lautenbach bei der Volkshochschule einen Vortragsabend zu dem Buchthema abhalten sollte.

Auch Stadtarchivar Manfred Rauscher war sichtlich froh über die Neuzugänge für seine Sammlung. Es gibt relativ wenig Material über die Anfänge der Schmuck- und Metallwarenindustrie, weis er das Buch zu schätzen, noch dazu, da es von einem ausgewiesenen Fachmann verfasst wurde.