Gedenken an die Opfer

Ausstellung dokumentiert das Schicksal der Sinti und Roma

Am Samstag, 27. Januar, um 19 Uhr wird in der Göttenbach-Aula die Ausstellung Die Überlebenden sind die Ausnahme. Der Völkermord an den Sinti und Roma eröffnet. Die Ausstellungseröffnung steht im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus, die zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar 1945 stattfindet. Durchgeführt wird die Veranstaltung vom Verein Schalom Begegnung mit dem Judentum in Kooperation mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Rheinland-Pfalz und der Stadt Idar-Oberstein.

Ein weiterer integraler Bestandteil der Gedenkveranstaltung ist die Darbietung der Kindertotenlieder von Gustav Mahler. Vortragende sind Richard Logiewa (Gesang) und Klaus Gerhold (Klavier). Außerdem rezitiert Anne Sinclair, stellvertretende Schalom-Vorsitzende, ein Gedicht von Johannes Bobrowski, das die Probleme der Sinti und Roma thematisiert.

Die Ausstellung Die Überlebenden sind die Ausnahme. Der Völkermord an den Sinti und Roma wird vom Beigeordneten Bruno Zimmer, Romeo Franz, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma, sowie dem Schalom-Vorsitzenden Robert Strauß eröffnet. Die im Rahmen des Modellprojekts Sinti bearbeiten ihre Geschichte entwickelte Ausstellung dokumentiert den Völkermord an der Minderheit der Sinti und Roma während des Nationalsozialismus. Ausgehend von dem in der Pfalz festzumachenden historischen Geschehen stehen die Berichte der Überlebenden im Mittelpunkt. Über 500.000 Sinti und Roma wurden im nationalsozialistisch besetzten Europa ermordet.

Die Ausstellung ist vom 29. Januar bis 9. Februar montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Der Verband der Sinti und Roma bietet am 30. Januar sowie am 6. und 7. Februar Führungen an, die sich besonders an Schulen richten. Anmeldungen für Führungen nimmt das Stadtjugendamt Idar-Oberstein, Dieter Hochreuther, Telefon 0678/64531, E-Mail dieter.hochreuther@idar-oberstein.de, entgegen.