Designer aus der Region überzeugten

Preisträger, Organisatoren und Loreley beim abschließenden Gruppenfoto. Hester Vonk Noordegraaf (6. v. r.) siegte im Hauptwettbewerb, Annick Mersch (8. v. r.) im Nachwuchswettbewerb.

Bei der Verleihung des diesjährigen Schmuck- und Edelsteinpreises glänzten sowohl im Nachwuchs- als auch im Hauptwettbewerb Teilnehmer aus der Region. Fünf der insgesamt sechs Preise gingen an Designer aus Idar-Oberstein und Umgebung.

Moderator Michael Klar stimmte die zahlreichen Gäste mit einer modernen Version von Heines Loreleylied auf die Preisverleihung ein. Warum Weil die neue Loreley Christine Kipping Ehrengast der Veranstaltung war. Oberbürgermeister Hans Jürgen Machwirth schmückte die erst seit vier Wochen amtierende Loreley mit einem Kollier aus Weißgold mit Mondstein und Opal. Damit soll die Botschafterin des Mittelrheintals zukünftig auch für die Edelstein- und Schmuckregion Idar-Oberstein werben.

In seiner Begrüßung unterstrich Rolf Görlitz, stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes der Edelstein- und Diamantindustrie, die ungebrochene Attraktivität des Wettbewerbes. Fast doppelt so viele Teilnehmer wie im vergangene Jahr reichten Arbeiten ein.

Oberbürgermeister Machwirth wies in seiner Ansprache darauf hin, dass das Jahr 2006 ein gutes für die Edelstein- und Schmuckbranche der Region gewesen sei. Als Beleg dafür führte er die in diesem Jahr sehr erfolgreiche Intergem, den Spatenstich und bevorstehenden Baubeginn für die neue Multifunktions-/Messehalle sowie die Vertiefung von internationalen Kooperationen mit anderen Edelsteinzentren wie zum Beispiel dem tschechischen Turnov an. Ebenso gehören dazu die hervorragende Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für Edelstein- und Schmuckdesign, ein sehr gut besuchter Edelsteinschleifer- und Goldschmiedemarkt sowie mehrere hochkarätige Schmuckausstellungen im Rahmen von Idar-Oberstein schmückt sich. Machwirth wies auch darauf hin, dass die Idar-Oberstein Designer beim Schmuck- und Edelsteinpreis mittlerweile nicht mehr nur dann erfolgreich sind, wenn es um Edelsteingestaltung geht. Sie gehören auch zu den Besten, wenn innovatives Schmuckdesign gefragt ist. Hier tragen die Bemühungen, die Edelsteinmetropole Idar-Oberstein auch als Zentrum für guten Schmuck zu etablieren, unübersehbar Früchte, unterstrich der Oberbürgermeister.

Nach den Ansprachen wurde es dann spannend und Moderator Klar rief die Sieger der beiden Wettbewerbe auf die Bühne:

Das Thema des 18. Deutschen Nachwuchswettbewerbes für Edelstein- und Schmuckgestaltung war Mehr Schein als Sein Das Täuschende. An ihm nahmen 24 Einsender mit 38 Arbeiten teil. Den ersten Platz belegte Annick Mersch aus Idar-Oberstein mit einem Ringobjekt aus Erlenholz, Ulexit und Kupferblech. Ihre Kreation überzeugte die Jury durch die schlichte aber dennoch kreative Umsetzung des Themas. Den zweiten Platz errang Miriam Hoberg aus Idar-Oberstein mit einer Schalkette, den dritten Katharina Vanselow aus Idar-Oberstein mit einem Anhängerschmuck aus Bergkristall. Außerdem wurden Belobigungen ausgesprochen an Antje Stolz aus St. Ingbert und Annette Tropper aus Alfdorf.

Das Thema des 37. Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreises war Mehr Sein als Schein Das Verborgene. Hieran nahmen 76 Designer mit insgesamt 116 Arbeiten teil. Siegerin wurde die in Idar-Oberstein wohnende Niederländerin Hester Vonk Noordegraaf mit einem Ring aus Gelbgold, Citrin und Akoya-Zuchtperlen. Hierbei stellte die Jury neben der gelungenen Auseinandersetzung mit dem Wettbewerbsthema die perfekte, filigrane Verarbeitung dieses sehr femininen Schleierrings heraus. Nur ganz knapp geschlagen geben musste sich Jörg Stoffel aus Stipshausen, der mit seinem Ring aus Rotgold und Rutilquarz den zweiten Platz belegte. Dritter wurde Nico von Scotti aus Neumagen-Dhron mit einem Anhängerschmuck. Auch hier gab es Belobigungen und zwar für Sam Tho Duong aus Pforzheim, Rebecca Grob aus Kiel und Maren Giloy aus Idar-Oberstein.