Fassadenwettbewerb

Seit 1983 ruft die Stadt Idar-Oberstein unter dem Motto „Farbiges Idar-Oberstein“ in regelmäßigen Abständen zu einem Fassadenwettbewerb auf.
Immobilieneigentümer in Idar-Oberstein haben hier die Möglichkeit, Fassaden von Gebäuden, die während des Wettbewerbszeitraums stilgerecht renoviert oder farbig neu gestaltet wurden, zum Wettbewerb zu melden und die an ihren Fassaden vorgenommenen Verschönerungen zu präsentieren. Idealerweise werden durch die Ideen weitere Gebäudeeigentümer inspiriert und angeregt, ihrerseits tätig zu werden.

Anreiz für Hauseigentümer
Ziel ist es, den Hauseigentümern im Stadtgebiet einen kleinen Anreiz zu bieten, mit einer Modernisierung der Fassade zu einem optisch ansprechenden Wohnumfeld beizutragen.
Ein attraktives Stadtbild liegt sowohl im Interesse der Bürger als auch im Interesse des Rates und der Verwaltung.

Fassadenwettbewerb 2017/2018
Auch im Zeitraum 2017/2018 findet wieder der städtische Fassadenwettbewerb statt.
Das Formblatt und die Wettbewerbsbedingungen finden Sie hier.

Bitte reichen Sie das ausgefüllte Formular und aussagekräftige Fotos Ihrer Modernisierung (Vorher/ Nachher Dokumentation) bei der Stadtverwaltung Idar-Oberstein ein:
Stadtverwaltung
Stadtbauamt
Georg-Maus-Straße 1
55743 Idar-Oberstein
Telefon: 06781/ 64-631
Telefax: 06781/ 64-448
E-Mail: bauverwaltung@idar-oberstein.de

Wir freuen uns über zahlreiche Einsendungen. Einsendeschluss ist der 31.12.2018.

Rückblick Fassadenwettbewerb 2015/2016

Zum Fassadenwettbewerb 2015/2016 wurden 37 Bewerbungen eingereicht, die den Bedingungen entsprachen. Nachfolgend sind die ausgezeichneten Gebäude aufgeführt sowie die Begründungen der Jury zur Preisverleihung.

 

1. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Oberstweiler 14, Stadtteil Idar
Eigentümerin: Gabriele Klein
Ausführung: Malerbetrieb Pfeiffer KG, Idar-Oberstein

1. PlatzDer erste Preis geht auch an ein historisches Gebäude, das von seiner strengen symmetrischen Gebäudestruktur her und durch seine über einem Natursteinsockel hoch aufragende Lage schon bemerkenswert ist.

Aufgefallen ist jedoch die nicht nur handwerklich sondern auch farblich hervorragende, dabei eher schlichte und zurückhaltende Farbwahl der Grundfassadenfarbe in einem zarten warmen Gelbton. Die Fenstergewände sowie der gesamte Vordachbereich wurden auf die Fassadenfarbe abgestimmt in einem nur leicht kontrastierenden Weißton gehalten. Diese helle Fassadengestaltung lässt das gesamte Objekt auf dem Natursteinsockel sowohl leicht als auch gleichzeitig als ein harmonisches Ganzes wirken. Dabei kommt der hellen Fassade zugute, dass Fenster und Haustür sowie die Gesimse unterhalb der Fenster dunkel gehalten sind und die Klappläden sowie das Garagentor in einem leicht grauen Blauton angelegt wurden.

Die Jury war hier schnell einig und hat gerne den 1. Preis an dieses Objekt vergeben.
2. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Höckelböschstraße 33, Stadtteil Idar
Eigentümer: Rudolf Ponzer
Ausführung: Malergeschäft Schüller GmbH, Niederbrombach

2. PlatzAuch diesmal geht ein Preis an ein Gebäude, dessen historische Fassadenstruktur ganz bewusst in einem kräftigen Rotton gehalten wurde.

Hier sind in sehr gekonnter und überzeugender Art und Weise mit großem Aufwand die gestaltenden Fassadenelemente auf der rot beschichteten Fassadenfläche abgesetzt worden. Das Fugenbild der Erdgeschossebene wurde in einem hellen Grauton nachgezeichnet und die Ornamente und pfeilerähnlichen Eckbetonungen des Gebäudes wurden in weiß und grau gehalten. Ebenfalls das Gesims unterhalb des Obergeschosses, die Einfassungen der Fenster mit den Fensterläden und sogar der Sockel wurden in einem strahlenden Weißton gestrichen. Passend zur gesamten Fassadengestaltung wurden die Fenster so ausgetauscht, dass sie zum Baustil passen und im Giebelbereich wurde, sozusagen als Krönung, die Jahreszahl der Erbauung des Hauses sowie ein schmückender Buchstabe eingefügt.

Auch die Fassade zur Seitenstraße wurde grundlegend verändert und neu gestaltet und das Dach mit Schiefer neu gedeckt, so dass ein ganz besonders hervorragender Eindruck hier entstanden ist.
3. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Algenrodter Straße 45, Stadtteil Algenrodt
Eigentümer: Christine und Carola Schneider
Ausführung: Peter Stallbaum GmbH und Raimund Engbarth GmbH, Idar-Oberstein
                       Architekt Dipl.-Ing. Hanno Dietrich, Idar-Oberstein

3. PlatzAls die alte Schule in Algenrodt von der Stadt aufgegeben wurde und verkauft werden sollte, wusste noch niemand, was für ein wunderbares Kleinod hier entstehen würde. Durch den Umbau des Gebäudes als Bürogebäude für eine private Nutzung ist es gelungen, das Gebäude zu erhalten und sogar so herzurichten und zu gestalten, dass das Ortsbild von Algenrodt an dieser Stelle wesentlich verbessert wurde.

Mit großem Aufwand ist die Fassade restauriert und dabei der Sandstein instandgesetzt worden. Dabei wurde ein mutiges Farbkonzept von den Eigentümern mit ihrem Architekten Hanno Dietrich und den ausführenden Firmen Peter Stallbaum und Raimund Engbarth umgesetzt. Zum kräftigen Rotton der Fassade passen die gelben Sandsteingewände, die saniert wurden, hervorragend. Die im Stil des Hauses untergliederten Fenster wurden in einem dunklen Grünton gehalten, was zum Rotton der Fassade sehr gut aussieht. Der rückwärtige bereits vorhandene modernere Anbau wurde bewusst in der Farbgebung zurückgenommen, um den historischen Gebäudeteil besser hervorzuheben.
4. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Friedrich-Ebert-Ring 51, Stadtteil Oberstein
Eigentümer: Helga und Klaus Arend
Ausführung: Malerbetrieb Pfeiffer KG, Idar-Oberstein

4. PlatzDieses historische Wohnhaus ist mit großem Feingefühl in einem kräftigen und dennoch nicht zu stark hervortretenden Rotton von den Eheleuten Arend noch gemeinsam gestaltet worden, bevor Herr Arend leider letztes Jahr verstorben ist. Abgestimmt auf die angenehme Grundfarbe der Fassade wurden die Fensterumrandungen und Klappläden in einem hellen Graubeigeton abgesetzt und zur Strukturierung wurde ein umlaufender Trennstreifen in diesem Graubeigeton angelegt. Ebenfalls die Fallrohre und das Dachgesims sowie die Metallgeländer und Fenstergitter wurden passend zum Gesamtbild farblich gestaltet.

Schließlich wurde der Garagenanbau so gestrichen, dass er einerseits zum Natursteinsockel des Haupthauses passt sich aber andererseits klar von diesem absetzt. Die Verbindung zum Rotton des Wohnhauses wird schließlich durch die Farbwahl der Garagentore in einem gleichen Rot geschaffen. Ein äußerst gelungenes Gesamterscheinungsbild ist so entstanden.
5. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Hauptstraße 371, Stadtteil Oberstein
Eigentümer: Thomas DetteNisius
Ausführung: Malerbetrieb Pfeiffer KG, Idar-Oberstein

5. PlatzDieses Geschäftshaus ist durch umfangreiche Umbauarbeiten und einen neuen Fassadenanstrich in neuem Glanze erstrahlt. Die dunklen Arkaden wurden beseitigt und dabei wurde versucht, alte Fassadenstrukturen wieder aufzunehmen. Dadurch sind drei schöne kleine Läden entstanden und eine Sockelfassade, die neben den gegliederten Schaufenstern in einer gequaderten Optik die ursprüngliche Gestaltung dieses Hauses wieder aufgenommen hat. Dieser Bereich wurde in einem Erdton gehalten, über dem die übrige Fassade in einem Roséton beschichtet wurde. Die neu geschaffenen Bögen über den Fenstern und die Gesimse, wie auch alle Fenster und Türen wurden in einem kontrastreichen Altweiß zum gesamten neuen Erscheinungsbild passend ausgewählt.

Wir freuen uns, dass auf diese Weise ein vorher leer stehendes Geschäftshaus wieder neu belebt werden konnte und in der Fußgängerzone ein Schmuckstück darstellt.
6. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Kurzenbach 18, Stadtteil Mittelbollenbach
Eigentümer: Gerd und Silvia Lotzmann
Ausführung: Malerbetrieb Pfeiffer KG, Idar-Oberstein

6. PlatzDieses Objekt fällt durch seinen Turm auf, der die eine Gebäudeecke betont. Vor der neuen Farbgestaltung war die Fassade einheitlich weiß gestrichen, so dass die Architektur nicht optimal zur Geltung kam. Durch die neue Farbgestaltung, bei der der Turm in einem warmen eingegrauten Braunton passend zur helleren Fassadenfarbe gestaltet wurde, ist das gesamte Erscheinungsbild des Wohnhauses weiter verbessert worden.

Passend zu den Holzfenstern wurden Eingangstür und Garagentor geschliffen, gereinigt und in einem warmen Holzton hell lasiert. Das Balkongelände hingegen wurde auf die Fassadenfarbe abgestimmt fast weiß gehalten, was dem Gesamteindruck des Gebäudes sehr gut tut.
7. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Auf Geliss 4, Stadtteil Algenrodt
Eigentümer: Walter Knott
Ausführung: Malerbetrieb Pfeiffer KG, Idar-Oberstein

7. PlatzAuch beim Einfamilienhaus von Herrn Knott hat die rote Farbe viel zum Gelingen der Gesamtgestaltung beigetragen. Hier wurde die Fassadenfläche in zwei harmonisch aufeinander abgestimmten Grautönen gestaltet und dadurch geschickt gegliedert. Der Sockel wurde in einem dunklen Grauton, der einen geschickten Übergang von der Gartengestaltung zur Hausfassade schafft, gehalten. Im Dachgesims wiederum wurde der dunklere Ton der Fassadengestaltung aufgenommen.

Kontrastierend dazu wurden Fenster, Haustür, Garagentor und Balkongeländer in einem angenehm leuchtenden Rotton gehalten. So ist ein außerordentlich schöner Gesamteindruck entstanden.
8. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Langwiesenstraße 16, Stadtteil Göttschied
Eigentümer: Kersten und Bärbel Petry
Ausführung: Malerbetrieb Pfeiffer KG, Idar-Oberstein

8. PlatzDieses Objekt zeigt, dass mit zurückhaltend und gekonnt eingesetzten Mitteln eine schöne aber eher traditionelle Bungalowarchitektur hervorragend und modern aufgefrischt werden kann.

Passend zur Schiefereindeckung und den Metallverkleidungen der Gauben wurde die Fassade in einem hellen Grauton beschichtet. Als Akzent zu dieser zurückhaltenden Farbwahl wurden einzelne Fassadenteile, wie z.B. der Eingangsbereich oder die Klappläden in einem warmen Rotton gehalten. Als Kontrast zur Fassade wurden schließlich die Fenster in einem strahlenden Weißton lackiert. Sockel und Dachgesims sind, darauf abgestimmt, in einem dunklen Grauton gehalten. Eine sehr schöne und moderne Farbgebung ist so entstanden.
9. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Reistert 4, Stadtteil Nahbollenbach
Eigentümer: Bernd und Andrea Lajendecker
Ausführung: Malerbetrieb Pfeiffer KG, Idar-Oberstein

9. PlatzIn der Straße Reistert haben wir gleich mehrere neu gestaltete Objekte bewundern dürfen, haben uns aber schweren Herzens nur für einen Preisträger in dieser Straße entschieden.

In diesem Fall hat den Ausschlag für die Preisverteilung gegeben, dass hier die Veränderung an der Fassade besonders augenfällig war. Das vorher dunkle Sockelgeschoss wurde bei diesem Objekt mit einem Filzputz neu überzogen und in einem leichten Lachston aufgehellt. Vor der Fassadensanierung wirkte das Gebäude zweigeteilt. Dieser eher strenge Eindruck wurde durch die neue Farbgestaltung vollkommen aufgehoben. Nun erscheint das Sockelgeschoss nur leicht dunkler als das darüber aufragende Obergeschoss. Die Fensterumrandungen wurden einheitlich hell gehalten, was auf den warmen Fassadenfarben einen klaren und guten Akzent setzt. Der Grauton des Sockels spiegelt sich schließlich im Eingangsvordach wider und passt ebenso zum lasierten Dachgesims, so dass ein sehr gelungenes Gesamtbild entstanden ist.
10. Preis Fassadenwettbewerb 2015/2016
Gebäude: Mühlenstraße 2 /2a, Stadtteil Nahbollenbach
Eigentümer: Hermann und Annelore Loch sowie Oliver und Susann Loch
Ausführung: Maler Forster GmbH, Idar-Oberstein

10. PlatzMit der farblichen Neugestaltung des Doppelhauses in der Mühlenstraße in Nahbollenbach wurde die schlichte Architektur durch rote Farbflächen geschickt aufgelockert. Auf einem hellgelben Untergrund sind dunkelrote Farbflächen angeordnet worden, die die Fenster zusammenfassen und der Fassade eine gelungene Struktur verleihen.

Das Ganze basiert auf einem grauen Sockel, der die Höhe der Eingangsstufen aufnimmt und dessen Farbe ebenfalls im Garagentor und der Einfassungsmauer wieder aufgenommen wurde. Dabei ist auch sehr schön, dass das Rot in der Fassade sich als Abschluss auf der grauen Mauer wiederfindet, die das Grundstück einfasst.