Jedermann
Samstag, 29.10.2011, 19.30 Uhr
  • Ein Schauspiel von Hugo von Hofmannsthal
  • Das Ensemble
  • Mit: Holger Schwiers (Jedermann), Caro Hetenyi (Buhlschaft), Ellen Schwiers (Jedermanns Mutter) u.a.
  •  2009 mit dem 1. Inthega* Preis ausgezeichnet
*Inthega ist die Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen  

Der genusssüchtige, hartherzige Jedermann wird mitten aus dem bunten Leben auf Geheiß Gottes vom Tod abgeholt. Eben noch hat er die guten Ratschläge seiner Mutter in den Wind geschlagen, hat höhnisch die Bitten um Hilfe seiner armen Nachbarn und Schuldner abgewiesen. Jetzt, angesichts des Todes, verlassen ihn alle Freunde, seine Buhle, seine Verwandten, für seinen Reichtum kann er sich nichts mehr kaufen; er verzweifelt.
Im Grabe, in das ihm die von ihm vernachlässigten „Guten Werke“ und der „Glaube“ als allegorische Figuren fürbittend folgen, betet er um Erbarmen. Gott wird ihn erhören und verzeiht ihm. Der Teufel, der sich dieser verluderten Seele sicher war, muss unverrichteter Dinge wütend abziehen.

„Der ganze Jedermann in der Inszenierung von Ellen Schwiers war mit 16 tadellosen Schauspielern ein Festmahl für die Sinne – Augen und Ohren“

Ellen Schwiers (Regie und Jedemanns Mutter) steht seit über 60 Jahren im Beruf. Wichtige Stationen waren u.a. das Deutsche Theater Göttingen, das Züricher Schauspielhaus, viele Festspielorte z.B. Salzburg. Sie spielte in ca. 50 Filmen und über 150 Fersehproduktionen mit. 1982 gründete sie mit ihrem Mann Jacob und Tochter Katerina Jacob das Tourneeunternehmen „Das Ensemble“. 1989 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und 1995 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.

 

Les Misérables
Mittwoch, 09.11.2011, 20.00 Uhr
> DIE ELENDEN (Les Misérables) von Victor Hugo
>
Die Compagnie de Theâtre Tour De Force
>
Eine Inszenierung von Peter Joucla nach dem Roman von Victor Hugo in französischer Sprache

Dieses Meisterwerk wurde 1862 verfasst und ist das berühmteste von Victor Hugo.

Die Compagnie de Théatre Tour De Force zeigt die  Abenteuer von Jean Valjean, einem ehemaligen Sträfling, von seiner Entlassung aus dem Gefängnis im Jahre 1815 bis zu seinem Tode 1833 in den Armen Cosettes und Marius`.

Jedoch kreuzen sich zahlreiche Schicksale im Lauf dieser Geschichte. Sie erzählen über Leid, Gewalt und Heldenmut, vom Wahnsinn und von der Liebe. Doch die Absicht Victor Hugos bleibt im Kern dieses Dramas eindeutig:„Solange nach Gesetz und Sitte eine soziale Verdammnis besteht, die künstlich inmitten der Zivilisation Höllen schafft und das Schicksal, das göttlich ist, mit menschlichem Unheil mischt, (…) solange es auf Erden Unwissenheit gibt und Elend, werden Bücher wie dieses nicht ohne Wert sein."

Diese Neuinszenierung der Compagnie de Théâtre Tour De Force stellt dieses Thema auf eine leidenschaftliche und ungeschminkte Art und Weise dar.

 

Carmen
Samstag, 19.11.2011, 19.30 Uhr
> Oper nach Georges Bizet
> Eine Produktion der Opernwerkstatt am Rhein
> Regie: Sascha von Donat
> Musikalische Leitung: Martin Genahl
>
Musikalisch neu arrangiert für Flamenco-Gitarre und Zigeunerorchester

Die Oper Carmen hat alles, was großes Musiktheater ausmacht: eine farbige, aufregende Handlung, Leidenschaft und Tragik. Das Stück beginnt damit, dass eine große Zigeunertruppe auf die Bühne zieht. Die Männer richten ihr Lager ein, die Frauen gehen ihrer Arbeit in der Seilknüpferei nach. Die Seile sind erst praktisches Werkzeug, später Fesseln, dienen der Verführung und werden zuletzt zur Mordwaffe. Das Besondere an dieser Inszenierung ist, dass das Zigeunerorchester auf der Bühne spielt und darstellerisch in die Szenen eingebunden ist.

Die Musik von Georges Bizet wurde eigens für Flamenco-Gitarre, Geige, Cajon, Kontrabaß, Klarinette, Flöte und Akkordeon neu arrangiert.

Zum besseren Verständnis der spannenden Handlung werden Dialoge in deutscher Sprache gesprochen, die Arien werden auf Französisch gesungen.

„Eine putzmuntere Carmen war im gefüllten Stadttheater ein bezaubernder Abschluss des ausklingenden Jahres“
(Mindener Tageblatt)

„Das Musiktheater sprudelte mit einer Unvermitteltheit von der Bühne und zog das Publikum in seinen Bann“.
(Augsburger Allgemeine)

 

The Great Gatsby
Mittwoch, 18.01.2012, 20.00 Uhr
> Ein Schauspiel in englischer Sprache
> nach einem Roman von Francis Scott Fitzgerald
> American Drama Group Europe 

Jay Gatsby, der Protagonist des Stückes, ist ein junger Millionär und undurchsichtiger Geschäftsmann. Obwohl er in seinem Haus auf Long Island Tanzpartys für die New Yorker Gesellschaft veranstaltet, ist er einsam. Alles, was er möchte, ist, die Vergangenheit zurückzuholen und wieder mit der Liebe seines Lebens, Daisy, zusammen zu sein. Aber in der Zeit, in der Gatsby in Frankreich im Ersten Weltkrieg kämpfte, heiratete Daisy den Millionär und Ex-Footballspieler Tom Buchanan und bekam eine Tochter.
Der Ich-Erzähler der Geschichte ist Nick Carraway, ein Cousin zweiten Grades von Daisy. Er ist ein junger Aktienmakler, der in das alte Nachbarhaus von Gatsby einzieht.
Daisy ist zwischen ihrem Ehemann und Gatsby hin- und hergerissen, bis sie am Steuer von Gatsbys Auto einen Unfall verursacht, bei dem Myrtle Wilson, Toms Geliebte, stirbt. Tom gibt Myrtles verzweifeltem Ehemann den Hinweis, dass Gatsby der Besitzer des Unfallwagens sei. Daraus schließt Wilson, Gatsby habe den Unfall verursacht. Daraufhin erschießt Wilson Gatsby und dann sich selbst.

 

Gogol & Mäx
Samstag, 21.01.2012, 19.30 Uhr
Humor in concert
Die Show von Gogol & Mäx folgt ihrer eigenen, universellen Sprache, die mit „Klassik, Klezmer und Klamauk“ vielleicht pointiert bezeichnet aber nur oberflächlich beschrieben wäre. Eine Sprache, die einen Tränen lachen lässt und zu Tränen rührt, die poetisch und derb ist, die gleichzeitig in die Tiefe der Musik und ins Zwerchfell führt. Unglaublich.
aus der Laudatio „Kleinkunstpreis-Baden-Württemberg 2011“

Die beiden faszinierenden Musiker und Komödianten zelebrieren ein tempo -und geistreich ausgefochtenes musikalisches Duell von Bach bis Boogie-Woogie, von Pianissimo bis Pianoforte mit einer unglaublichen Instrumentenvielfalt.
Gogol & Mäx, das sind die Musikakrobaten Christoph Schelb und Max-Albert Müller.
Ihre Premiere als Duo feierten sie 1992. Nach verschiedenen Auftritten in Deutschland repräsentierten sie 1992 unter anderem das Land Baden-Württemberg auf der Expo in Sevilla.
Seither treten Gogol & Mäx regelmäßig international auf: Sie touren mit ihren Programmen in Theatern, auf Festivals, bei Galas, Events und in Fernsehshows in Europa und Asien.

„Musikalische Clownerie auf höchstem Niveau“.
(Amberger Zeitung)

„Die Freiburger Musikclowns begeistern mit ihrer rasanten Kombination aus Musik, Gags und Akrobatik“.
(Süddeutsche Zeitung“)

 

Kollaboration
Samstag, 03.03.2012, 19:30 Uhr
  • Schauspiel von Ronald Harwood
  • Konzertdirektion Landgraf
  • Regie: Wolfgang Engel
  • Ausstattung: Horst Vogelgesang
18.45 Uhr Einführung in das Schauspiel im Bankettsaal

Ronald Harwoods jüngstes Stück „Kollaboration“ beginnt mit einem Lacher und endet unter Tränen.

Richard Strauss geht auf die siebzig zu und fürchtet, nach dem Tode Hugo von Hofmannsthals, der ihm u.a. die Libretti für seine Opern Elektra, Der Rosenkavalier, Frau ohne Schatten und Arabella geschrieben hatte, nie wieder eine Oper komponieren zu können, weil er keinen Librettisten von Rang findet.Als Stefan Zweig sich zur Zusammenarbeit bereit erklärt und Strauss Die schweigsame Frau vorschlägt, betrachtet der Komponist es wie ein Gottesgeschenk. Aber die Partnerschaft ist überschattet von der NS-Diktatur, die den deutschen Komponisten instrumentalisieren und den jüdischen Librettisten nicht dulden will. Während sich der politisch naive Strauss mit den Machthabern arrangiert, um die jüdische Schwiegertochter zu beschützen und um sich den Rücken freizuhalten für die Arbeit, kann Zweig die Zerstörung seiner geistigen Heimat in der europäischen Kultur nicht ertragen. Seine Welt bricht zusammen.

Ronald Harwood geht dem moralischen Dilemma des Künstlers nach, den der totalitäre Staat zwingt, zwischen Berufung und Gewissen zu wählen.

„Kollaboration ist eine perfekt besetzte, stimmige Inszenierung, eine Perle des Tourneetheaters“. (die deutsche Bühne)

 

Black Grace
Montag, 19.03.2012, 20:00 Uhr
  • Tanz der Company Black Grace
  • Konzertdirektion Landgraf
  • Choreografie: Neil Ieremia

Black Grace, seit über zehn Jahren Neuseelands führende zeitgenössische Tanzcompany, verbindet in aufregender Synthese die zeremoniellen Tänze der neuseeländischen Ureinwohner, der Maories und der Einwanderer aus Samoa mit einer besonders athletischen Form der modernen westlichen Tanzsprache. Ihren internationalen Rang verdankt die Company der bestechenden Bewegungssprache des Choreographen, ihrer beeindruckenden Bühnenpräsenz, ihrer künstlerischen Vielseitigkeit und ihres außerordentlichen tänzerischen Ausdrucks.

Neil Ieremia, Gründer und Künstlerischer Leiter der Company, ist einer der besten Choreographen Neuseelands. Sein Stil ist geprägt durch das Zusammentreffen vieler Kulturen.

„Mitreißende Performance aus Rhythmus, Kraft und Poesie“. (Main-Post)

„Minutenlange stehende Ovationen für Tanz auf höchstem Niveau“. (Wolfsburger Allgemeine Zeitung)

 

Chorprobe
Samstag, 21.04.2012, 19:30 Uhr
  • Lustspiel
  • Von: Dietmar Bittrich
  • Tourneetheater Thespiskarren
  • Regie: Carlo Klein
  • Bühneneinrichtung: Hans Werner Kraehkamp, Rolf Spahn 

Das Hinterzimmer einer Kneipe. Der kleine Laienchor hat seine wichtigste Probe vor sich: Es gilt, ein Lied zur Geburtstagsfeier des Bürgermeisters Jakob Kuckuck einzuüben, die im Fernsehen übertragen wird. Als Belohung winkt eine aus der Gemeindekasse finanzierte gemeinsame Karibik-Reise.

Der narzisstisch-despotische Chorleiter Werner beherrscht alle Zwischentöne vom einschleimenden Säuseln bis zum Kasernenhofgebrüll, um die kurzzeitig ausgelassene Truppe wieder unter seine absolute Kontrolle zu bringen. Assistiert von seiner unterwürfig-gouvernantenhaften Korrepetitorin agiert der selbstherrliche Dirigent zwischen Diktator und Vaterersatz. Der gnadenlose Maestro triezt die „lieben Gesangsfreunde“, er lobt selten und rügt ständig. Obwohl die schikanösen Kommentare des Chefs immer das Gegenteil behaupten, sind die mehrstimmigen Gesangseinlagen ein Ohrenschmaus.

„Die Halle tobt und das mit Recht. ... wir haben uns köstlich amüsiert.“ (Neue Westfälische)

 

Verzauberter April
Samstag, 05.05.2012, 19:30 Uhr
  • Eine romantische Komödie in zwei Akten
  • von Matthew Barber nach einer Erzählung von Elisabeth von Arnim
  • a.gon Theaterproduktion München
  • Inszenierung: Stefan Zimmermann
  • Bühnenbild: Florian Leitl

London 1922: Eine Annonce in der Times animiert zwei einander kaum bekannte Frauen, auf eigene Faust der Tristesse des englischen Wetters und ihrer Ehen für vier Wochen in die Sonne Italiens zu entfliehen. Der Kosten wegen suchen sie sich zwei weitere fluchtwillige Damen der englischen Gesellschaft - ebenfalls per Zeitungsanzeige.So brechen vier Frauen unterschiedlichstem Charakter und Alters auf, um an einem magischen Ort einen verzauberten April ganz ohne Männer und andere Sorgen zu erleben.

Ein Aufbruch in die Ferne und zugleich ins eigene Ich. Erfreulich leicht und mit viel komödiantischem Charme entwickelt. 

„Diese Komödie verzaubert vier Frauen und das Publikum“ (Lindauer Zeitung)