Programm 2022:

Wir freuen uns sehr, dass wir wieder für Sie spielen dürfen. In diesem Jahr auf einer Bühneninsel auf dem Platz auf der Idar. Sie sind eingeladen, ein zauberhaftes Straßentheater zu erleben. Freuen Sie sich auf ein kunterbuntes Treiben und beste Unterhaltung.

Download Programmflyer

Unsere Künstler 2022:

Chris und Iris – „GAP of 42“:

Zwei ungleiche Körper treffen akrobatisch aufeinander. 42 cm trennt sie an Größe, 42 kg an Gewicht.

Wie können diese Körper zusammenarbeiten? Wo ergänzen sie sich fast symbiotisch? Wo stoßen sie auf Grenzen?

In GAP of 42 treffen außergewöhnliche Akrobatik und Situationskomik aufeinander. Philosophische Fragen werden aufgeworfen, skurrile Bilder und absurde Momente entstehen. Akrobatik mit viel Präzision und Leichtigkeit, beeindruckend, berührend und mit viel Tiefgang.

Das Stück besteht aus voneinader unabhängigen Szenen, die sich dennoch ergänzen und miteinander verbunden sind.

Hand-auf-Hand Akrobatik vermischt sich mit Physical Theatre, Tanz und Figurentheater.

 

Hippana Maleta – „TUNNEL“:
Ausgezeichnet als beste Zirkusproduktion Emilio-Zapatero-Preis auf dem Festival TAC, Valladolid ES 2022

Zwei Jongleure stoßen auf eine entzauberte Menschheit und stellen die utopische Forderung nach einer poesieerfüllten Gesellschaft. TUNNEL ist eine Einladung, die Welt auf spielerische Weise mit neuen Augen zu entdecken. Mit ihrer Jonglage-Show über die Genialität des Unmöglichen und den Glauben an die Fantasie verwandeln sie die Bühne für eine halbe Stunde in ein fantastisches Magietheater voller Zauberei und schönem Schein. Tunnel ist eine Duo-Performance, in der Jonglage mit Aspekten des Tanzes, des Theaters sowie klassisch inspirierter Musik verwoben wird.

Alex Allison ist ein irischer Zirkuskünstler und leitet die CieMaleta. Mit seiner Leidenschaft für Objekte, Jonglage und Bewegung hat er das Konzept entwickelt: „Jonglieren ist eine Sprache“. Jonas Schiffauer ist ein in Köln ansässiger Zirkuskünstler, Theatermacher und Mitbegründer der Kompanie Hippana Theatre. Im Sommer 2018 treffen sich die beiden - und der Grundstein für eine gemeinsame Kompanie Hippana.Maleta wird gelegt: TUNNEL ist ihre erste gemeinsame Produktion, seit 2019 auf den Straßentheaterfestivals in ganz Europa unterwegs.

 

Gijs van Bon – „Skryf“ mit „Standard“:

Skryf der Sandschreiber bewegt sich vorwärts und hinterlässt einen Strom von Briefen.
Skryf bezieht sich auf die Tatsache, dass alles vergänglich ist.

Ein fast nebensächlicher Sandhaufen erzeugt die Magie des Wortes.
Der Mensch, die Natur und der Lauf der Zeit sind dafür verantwortlich, dass sich das Wort wieder auflöst.

Manchmal sehr schnell, manchmal sehr langsam. Wie Sand durch die Finger…

Skryf schreibt mit Sandtext auf den Boden. Aus einer kleinen manipulierten Öffnung fließt der Sand. Ganz langsam legt er den Text Buchstabe für Buchstabe auf den Boden. Solange die Maschine einen Brief schreibt, schützt die Maschine diesen Teil des Textes. Wenn die Maschine den Brief beendet hat, durchläuft sie den nächsten Teil des Textes und enthüllt den gerade geschriebenen Text den Elementen und den Passanten. Langsam wird der geschriebene Text durch das Wetter und das Publikum beeinflusst und verschwindet langsam.

 

ARND SCHIMKAT alias Arthur Senkrecht – „Must be love“:

Das muss Liebe sein: Zwei Cousins streiten sich trotz vorangegangener Paartherapie so herrlich durch den Abend, dass es eine wahre Freude ist. Diese als vollakrobatische Slapstick- Choreografie ausgefeilte universelle und herzensberührende Familienbanden-Geschichte treibt den Zuschauern, egal ob jung oder alt, die Lachtränen in die Augen. Tief glückliche Gesichter verlassen den Zuschauersaal: „MUST BE LOVE“.
Dabei kreieren die beiden Bühnenprofis in ihrer Weltklasse-Clown-Comedyshow immer auch echte emotionale Tiefe und Poesie. Sie schöpfen ihren ans Herz gehenden Humor aus der Tradition Karl Valentins, sie übersetzen die Kunst Laurel und Hardys in unsere Zeit, erinnern an so wunderbare komische Schauspieler wie Jack Lemmon und Walter Matthau.
Was bei den Beiden so locker, leicht und hochkomisch daherkommt, ist in Wahrheit allerdings ein präzises und fein inszeniertes Bühnenkunstwerk, bei dem kein anderer als David Shiner Regie führte. Der Starclown wurde unter anderem mit dem Tony Award (Bühnen-Oscar) ausgezeichnet, ist zweifacher Gewinner des Drama Desk Awards und inszenierte zuletzt für den Cirque du Soleil die Show „Kooza“.

The Les Clöchards:

Es gibt Bands, die schaust du dir wegen der Musik an, und nur wegen der Musik. Dann gibt es Bands, die schaust du dir wegen der Show an, und nur wegen der Show. Und dann gibt es Bands, wenn auch nur ganz selten, bei denen du dich als Zuschauer fragst, weshalb bin ich jetzt eigentlich hier? Nicht weil sie dich langweilen, sondern weil du nicht mehr sagen kannst, was dich mehr umhaut: dieses Schauspiel auf der Bühne oder diese Musik, die du so noch nie gehört hast.

The Les Clöchards gehören zu diesem raren Typus „unwiderstehlicher und allumfassender Crowd-Begeisterer“. Mit ihrer Bühnenperformance treiben die fünf Sound-Vagabunden das Publikum mit Gewährleistung durch die drei Stadien der Verzückung: Staunen, Wallung, Ekstase.

Endet der Abend zuweilen gar mit Ohnmachtsattacken der Gäste, ist das weniger dem Geruch der Straße („L’odeur de la rue“ oder kürzer: „géstanque“) anzulasten, den die Herren in den Fifth Hand-Sakkos verströmen, sondern vielmehr ihrem Rock’n‘Roll, der für mehr als eine bildungsbürgerliche Grenzerfahrung gut ist.

Obwohl höchst preisbewusst mit Instrumenten ausgestattet  (ein ranziges Schlagzeug, Saxophone vom Pfandleiher, die Heimorgel aus einem aufgelösten Partykeller, Bass und Gitarre aus dem Bastelkurs), verstehen es diese Prototypen des libertären Lebenswandels, großspurig mitzureißen und sich opulent zu inszenieren.

Den Shabby Chic erheben sie nicht nur zur Kunstform, sondern haben ihn erfunden. „Don’t take what you have not.“ Nimm, was dir vor die Füße fällt. Eine praktische Leitlinie, der die fünf Befreier des Publikums aus seiner selbstverschuldeten Unentspanntheit nicht nur bei den Instrumenten und der Kleidung folgen, sondern auch bei ihrer Musik: Welthits z. B. von AC/DC oder Madonna werden mit warmen Bier übergossen, abgeleckt und mit Flohmarkt-Accessoires umgestylt. Eigene Nummern stehen denen in Zügellosigkeit und Aufmischpotenzial in Nichts nach.

Mittlerweile haben The Les Clöchards (oder TLC, wie sie Kenner nennen) die Straße hinter sich gelassen, sind nicht mehr unter Brücken zuhause, sondern auf Festivals und in schnieken Clubs. Jenen verhelfen sie mit ihrer Authentizität und unrasierten Erdigkeit zur bitternötigen Street Cred.
Außerdem sorgen Sie wegen ihres akzentuierten Englisch und fehlerfreien Französisch auf allen wesentlichen Bühnen Europas für vollkommen beabsichtigte Pointen.

 

Knot on Hands – „Brace for Impact“:

Wenn es im Flugzeug „Brace for impact“ heißt, dann macht man sich bereit für den Absturz…

Das Zirkus-Trio Knot on Hands macht sich bereit – für den Aufprall, den freien Fall. In einer faszinierend organischen Hand-auf-Hand-Akrobatik testen die drei jungen Artist*innen die Grenzen des eigenen Gleichgewichts aus und erfinden dabei eine ganz eigene Körpersprache, technisch versiert und berührend zugleich.

Britt Timmermans, Mario Kunzi und Tijs Bastiaens schaffen es trotz der Verschiedenheit ihrer Persönlichkeiten und Fähigkeiten, eine perfekt aufeinander abgestimmte Darbietung wie aus einem Guss zu präsentieren, gleich Puzzleteilen, die in ihrem Zusammenspiel ein Ganzes ergeben. Auf der Suche nach der (inneren) Balance entdeckt das Trio unterschiedliche Wege, sich im Raum zu bewegen. Dabei befinden sich die Akrobat*innen in einem ständigen wortlosen Dialog. Zwischen Nähe und Distanz scheinen die drei Körper in ihren fließenden Bewegungen zeitweise miteinander zu verschmelzen. Was bedeutet es, sein ganzes Gewicht in die Hände eines anderen zu geben? Die Gruppe spielt mit dem Augenblick ganz kurz bevor man die Balance verliert, zwischen Höhenflug und Fall. Das hohe Gut der verlässlichen Zusammenarbeit rückt dabei ins Zentrum und auch die Frage danach, was uns eigentlich mit den anderen verbindet.

Knot on Hands wurde von den drei jungen Nachwuchskünstler*innen während ihres Studiums an der Zirkusschule Codarts in Rotterdam gegründet. Eine Kurzversion von Brace for Impact war 2019 ihr gemeinsames Abschlussstück. Noch im selben Jahr erhielten sie für ihre Performance den BNG Bank Circus Award und wurden ins deutsche Förderprogramm Zirkus ON des Bundesverbandes für zeitgenössischen Zirkus aufgenommen.

Seitdem entwickelt sich die Performance stetig weiter. Knot on Hands unterhalten und stimmen zugleich nachdenklich. In Brace for Impact erwartet das Publikum Akrobatik mit Tiefgang, die nicht nur beeindruckt, sondern auch bewegt.

 

ZEBRA Stelzen – „Walking Roses“:

Die Überraschung für Ihre Gäste! Lebende Rosenbüsche in voller Blüte! Groß und prächtig stehen sie regungslos, beginnen langsam, fast unmerklich
ihre Form zu verändern. 

Vorsichtig nehmen sie Kontakt auf und lassen begehbare Bilder entstehen:
Torbögen, lauschige Lauben für Verliebte, blühende Labyrinthe. Rosenduft und Vogelgezwitscher begleiten Rosen und Gäste.

Die „Walking Roses“ faszinieren das Publikum - jeder möchte ihr Geheimnis entschlüsseln.

 

Theater Pikante – „HygieneUschis“:

Gleichermaßen charmant wie überzeugend schaffen es die beiden Uschis die Einhaltung der Hygienevorgaben zum großen Spaß werden zu lassen.

 

manoAmano Circus Company – „Kinematos“: 

Aus dem Süden Argentiniens, aus Mar del Plata, tourt die „manoAmano Circus Company“ mit ihrem Meisterwerk an Präzision, Schwindel und Comedy um die ganze Welt.
Sechs Meter hoch ruht ein Duo von Akrobaten, genährt von der leidvollsten Spannung, bereit, alles zu zerbrechen, was stillzustehen scheint.

„manoAmano Circus Company“ zeigt, wie Akrobatik eine neue Form annimmt, wenn sie vom Boden, auf den alle treten, in die Luft übertragen wird, von der alle träumen.
Dieses Paar zarter Charaktere stellt einfache Situationen zusammen, die viel ungezogenen, süßen Humor durch eine kraftvolle Sprache der Akrobatik teilen.

„manoAmano“ fliegt nicht, sie wissen, dass sie es nie tun werden, aber sie versuchen es trotzdem weiter.

 

 

 

Zeitplan

Programmablauf Straßentheater 6./7. August

06. August:

12:00 Uhr: Tunnel - Hippana Maleta

12:45 Uhr: Gap of 42 

13:15 Uhr:  Hygiene Uschis (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

13:30 Uhr: Must be love 

14:00 Uhr:  Walking Roses (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

14:15 Uhr:  Knot on hands

14:45 Uhr: ManoAmano

15:15 Uhr: The Les Clöchards 

15:30 Uhr:  Hygiene Uschis (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

16:00 Uhr: Walking Roses (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

16:30 Uhr: Tunnel - Hippana Maleta

17:00 Uhr:  Hygiene Uschis (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

17:15 Uhr: Gap of 42

18:00 Uhr: Must be love 

18:45 Uhr: Knot on hands  

19:15 Uhr: Mano Amano 

19:45 Uhr: The Les Clöchards 

„Skryf“ fährt mit seinem Sandwagen ab 14:00 Uhr durch die Fußgängerzone

07. August:

11:00 Uhr: Tunnel - Hippana Maleta

11:45 Uhr: Gap of 42 

12:15 Uhr:  Hygiene Uschis (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

12:30 Uhr: Must be love 

13:00 Uhr:  Walking Roses (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

13:15 Uhr:  Knot on hands

13:45 Uhr: ManoAmano

14:15 Uhr: The Les Clöchards 

14:30 Uhr:  Hygiene Uschis (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

15:00 Uhr: Walking Roses (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

15:30 Uhr: Tunnel - Hippana Maleta

16:00 Uhr:  Hygiene Uschis (Platz auf der Idar und Fußgängerzone)

16:15 Uhr: Gap of 42

17:00 Uhr: Must be love 

17:45 Uhr: Knot on hands  

18:15 Uhr: Mano Amano 

18:45 Uhr: The Les Clöchards 

„Skryf“ fährt mit seinem Sandwagen ab 14:00 Uhr durch die Fußgängerzone

24. Deutscher Edelsteinschleifer- & Goldschmiedemarkt

Parallel zu unserem Straßentheater-Festival findet der Deutsche Edelsteinschleifer- und Goldschmiedemarkt statt.
Gold- und Silberschmiede, Edelstein- und Diamantschleifer, Graveure und Schmuckdesigner präsentieren ihr Kunsthandwerk.

Der Eintritt zum Markt und zum Straßentheater ist frei. Marktzeiten: Sa. 10 – 19 Uhr • So. 11 – 18 Uhr

Parken:

  • Kostenfrei auf dem Parkplatz der Stadtverwaltung, Georg-Maus-Str. 1
  • Parkhaus Stadttheater, Wilhelmstr. 27
  • Parkhaus Nahe-Center, Nahestr. 30