Kentix leistet wertvollen Beitrag in der Corona-Krise

Idar-Obersteiner Firma entwickelt innovativen SmartScan

CEO Thomas Fritz (links) präsentierte Wirtschaftsförderin Caroline Venter und Oberbürgermeister Frank Frühauf die Entwicklungslinie vom ersten Entwurf bis hin zum Endprodukt. (Foto: Kentix GmbH)

Es gibt auch noch gute Nachrichten: Die in Idar-Oberstein ansässige Kentix GmbH hat innerhalb von nur drei Wochen ein innovatives Produkt entwickelt, mit dem sie einen wirksamen und effizienten Beitrag in der weltweiten COVID-19-Krise leistet. Der neue Kentix SmartScan stellt eine einfache und zuverlässige Körpertemperaturmessung unter anderem für das Gesundheitswesen, öffentliche Institutionen, die Wirtschaft sowie Freizeiteinrichtungen zur Verfügung. Thomas Fritz, Geschäftsführer und CEO der Kentix GmbH, stellte Oberbürgermeister Frank Frühauf und der städtischen Wirtschaftsförderin Caroline Venter das System vor.

Die Kentix GmbH mit Sitz im Idar-Obersteiner Gewerbepark Nahetal ist Hersteller von professionellen Smart-Building-Security-Lösungen für die physische Sicherheit geschäftskritischer Infrastrukturen. Ursprünglich hatte die Firma ein Produkt entwickelt, das mittels Thermalbildtechnik zur Früherkennung von Bränden eingesetzt werden kann. Es sollte eigentlich während der Fachmesse Light + Building – der Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik in Frankfurt – präsentiert werden. „Aber die Messe wurde wegen der Corona-Pandemie verschoben, dafür fragten aber vor allem unsere Geschäftspartner aus Japan an, ob man mit unserem System nicht auch die Körpertemperatur von Personen messen kann“, erklärte Fritz.

Also machten er und sein Team sich an die Arbeit und entwickelten innerhalb von nur drei Wochen den Kentix SmartScan. Das Gerät misst kontaktlos die Körpertemperatur, indem die Person einen Messpunkt fokussiert. Es wir also kein Bedienpersonal benötigt, dass System ist intuitiv selbst nutzbar. Die Messung wird innerhalb von 0,6 Sekunden optisch und akustisch bestätigt. Ein LED-Balken zeigt das Ergebnis direkt mit ‚grün‘ oder ‚rot‘ an. Je nach Einstellung können an dem LED-Balken auch drei Temperaturbereiche abgebildet werden, wie erhöhte Temperatur, Fieber oder hohes Fieber. „Der ganze Vorgang vom Herantreten bis zum Weggehen dauert nur wenige Sekunden, damit können je Gerät bis zu 700 Personen in der Stunde gemessen werden“, erklärt der CEO. Und da die Messung durch einen Thermalsensor erfolgt und keine Kameratechnik oder gar Gesichtserkennung eingesetzt wird, ist das System auch datenschutzkonform.

An diesem Dienstag erfolgte die Markteinführung des SmartScan und bereits nach einem Tag zeichnet sich ein großes Interesse an dem Produkt ab. Das liegt sicherlich auch an dem attraktiven Preis von netto 695 Euro. „Produkte von Mitbewerbern sind teilweise wesentlich teurer und kosten schon mal einen mittleren vierstelligen Eurobetrag“, so Thomas Fritz. „Der günstige Preis erklärt sich dadurch, dass wir unser System stark vereinfacht haben, eben damit es flexibel einsetzbar ist und intuitiv genutzt werden kann. Die letzten drei Wochen waren ein wilder Ritt und ich bin stolz, dass die Belegschaft so toll mitgezogen hat und wir den SmartScan in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben“, unterstreicht der Geschäftsführer.

Zu Testzwecken wurde jetzt ein Seniorenheim in Wiesbaden mit dem Kentix SmartScan ausgestattet, nach Ostern folgt das Klinikum Idar-Oberstein. „Die Stadtverwaltung bietet sich ebenfalls als Referenzobjekt an“, erklärte Oberbürgermeister Frühauf, der von dem SmartScan ganz begeistert ist. Ebenso freut sich der OB darüber, dass dieses innovative Produkt‚ ‘made in Idar-Oberstein‘ ist, denn Kentix hat es vor Ort entwickelt und gefertigt. Er sieht dafür sehr gute Absatzmöglichkeiten, denn wenn die derzeit bestehenden Beschränkungen wieder gelockert werden sollen, werden sicherlich an vielen Orten wie Geschäften, Behörden, Schulen, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen solche Zugangskontrollen notwendig sein. „Das geht später bis hin zu Konzerthallen oder Fußballstadien“. Die erste Produktionsserie mit 1.000 Exemplaren hat Kentix mittlerweile aufgelegt, die Auslieferung soll Ende April oder Anfang Mai starten.

Nähere Informationen zur Kentix GmbH und dem SmartScan gibt es unter www.kentix.com.