Jugendliche entwickelten in der Zukunftswerkstatt interessante Ideen

Am Bikepark soll auch ein Stadtpark entstehen

Die Jugendlichen beschäftigten sich in den verschiedenen Foren intensiv mit den gestellten Themenfeldern...

...und stellten die Ergebnisse anschließend vor.

Oberbürgermeister Frank Frühauf und Kreisbeigeordneter Peter Simon waren von den Präsentationen begeistert.

Bei der zweiten Zukunftswerkstatt für Jugendliche entwickelten rund 30 Schülerinnen und Schüler des Göttenbach- und des Heinzenwies-Gymnasiums, der Ida-Purper Schule sowie der RS plus Rostocker Straße Pläne, wie die Stadt Idar-Oberstein und der Nationalparklandkreis Birkenfeld attraktiver für junge Menschen werden können. Initiiert wurde die Zukunftswerkstatt vom Stadt- und dem Kreisjugendamt gemeinsam mit der Koordinatorin für Haltestrategien im Landkreis und „Land Digital“, der neuen Beteiligungs- und Kommunikationsplattform des Landkreises. Das Projekt wird begleitet durch das Institut für sozialpädagogische Forschung in Mainz und gefördert vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz sowie dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Vor knapp einem Jahr fand die erste Zukunftswerkstatt in der Idar-Obersteiner Göttenbach-Aula statt. Dabei wurde klar, dass sich junge Menschen vor allem mehr Mitspracherecht und Mitgestaltungsmöglichkeiten wünschen. Es wurden aber auch ganz konkrete Projekte benannt, von denen bereits einige in die Arbeit der politischen Gremien eingeflossen sind. Eines dieser Projekte – ein Stadtpark für Jugendliche – wurde in der aktuellen Zukunftswerkstatt konkretisiert und wird wohl in Kürze umgesetzt.

Die Teilnehmer der Zukunftswerkstatt hatten die Möglichkeit, innerhalb von vier Foren Ideen zu konkreten Themenbereichen zu entwickeln: Stadtpark in Idar-Oberstein, Jugendfonds Demokratie Leben, Beteiligungs- und Kommunikationsplattform „Land Digital“ und Öffentliche Treffpunkte in Oberstein. Die Teilnehmer setzten sich innerhalb der Foren intensiv mit den gestellten Themen auseinander und erarbeiteten teils sehr konkrete Maßnahmen und Vorschläge zur Umsetzung der Projekte. Ihre Ideen konnten sie dann in der Ergebnispräsentation Oberbürgermeister Frank Frühauf und dem Kreisbeigeordneten Peter Simon vortragen:

Weit fortgeschritten und schon sehr konkret sind die Planungen für den Stadtpark, der in Forum 1 behandelt wurde. Er soll im Gewerbepark Nahetal auf dem städtischen Gelände neben dem Bikepark Nahbollenbach entstehen und bis ans Nahe-Ufer gehen. Hier soll ein attraktiver Treffpunkt für Jugendliche entstehen, mit überdachter Grillstelle, Toiletten und sogar einer kleine Bühne als Auftrittsmöglichkeit für Bands. Angedacht sind auch ein Beachvolleyballfeld und sogar ein Fitnessparcours. Das Areal soll von mehreren Komitees, die sich um Aspekte wie Koordination, Werbung oder Sponsoring kümmern, verwaltet werden.

Das Forum 2 beschäftigte sich mit dem Jugendfonds Demokratie leben. Dieser wurde nach der ersten Zukunftswerkstatt eingerichtet, unter dem Begriff können sich die Jugendlichen aber offensichtlich nicht wirklich etwas vorstellen. Daher soll das Ganze anschaulicher werden, dafür sollen ein griffiger Name und konkrete Projekte sorgen. Wichtig sei auch eine Werbung für den Jugendfonds auf den verschiedensten Kanälen sowie die Vernetzung mit anderen Jugendorganisationen und den Projekten innerhalb der Zukunftswerkstatt.

Unter dem Motto Partizipation und Kommunikation stand das dritte Forum der Zukunftswerkstatt. Hier sollen über eine digitale Plattform unter dem Hashtag #unserbir jungen Menschen Veranstaltungen, Freizeitangebote und Stories rund um die Region nähergebracht werden. Dazu können regionale Blogger ebenso beitragen wie ein Eventkalender für Jugendliche.

Mit einem derzeit aktuellen Thema, nämlich einem Jugendtreff für den Stadtteil Oberstein, beschäftige sich das Forum 4. Ein zentraler Ort in Oberstein als Treffpunkt für junge Menschen wurde von den Teilnehmern zwar als sinnvoll und wünschenswert erachtet. Den Bahnhof als Standort einer solchen Einrichtung betrachteten sie aber mit großer Skepsis. Die Forumsmitglieder denken an einen Ort ähnlich dem Jugendtreff am Markt im Stadtteil Idar, der mit öffentlichen wie privaten Verkehrsmitteln gut erreichbar ist und über eine gemütliche Einrichtung, Spiel- und Freizeitangebote sowie Veranstaltungsmöglichkeiten verfügt.

Oberbürgermeister Frühauf und Kreisbeigeordneter Simon zeigten sich sehr angetan von den Ideen der Jugendlichen. OB Frühauf lud sie ein, ihre Pläne in der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses vorzustellen, um sie in die politische Diskussion einzubringen. Vor allem die sehr konkreten Vorschläge für den Stadtpark gefielen Frühauf, der sich dafür einsetzen will, dass diese nunmehr Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Hinweis:
Die ursprüngliche Version der Pressemeldung wurde hinsichtlich der teilnehmenden Schulen und der Fördergeber geändert.