Tanz, Schauspiel und Gesang im Stadttheater

Zum Auftakt des städtischen Theaterprogramms präsentiert das Sorbische National-Ensemble Bautzen einen leidenschaftlichen Ballettabend. (Foto: Matthias Hultsch)

Im März 2018 wurde Gilla Cremer anlässlich ihres 30-jährigen Bühnenjubiläums die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille, der wichtigste Kulturpreis der Stadt Hamburg, verliehen. (Foto: Arno Declair)

Zum Auftakt des Theaterprogramms 2018/2019 der Stadt Idar-Oberstein gibt es im November zwei Aufführungen im Stadttheater: Das Sorbische National-Ensemble Bautzen (SNE) präsentiert eine zeitgenössische Ballettproduktion, Gilla Cremer führt mit Schauspiel und Gesang durch Stationen im Leben der Hildegard Knef.

Leidenschaftlicher Ballettabend

Am Sonntag, 11. November 2018, um 19.30 Uhr tanzt das Sorbische National-Ensemble Bautzen ein zweigeteiltes Ballettprogramm: Zunächst widmet es sich den „Metamorphosen der Liebe“ und zeigt anschließend Igor Strawinskys zeitloses Meisterwerk „Le Sacre Du Printemps“ in neuer Choreographie. Um 19 Uhr erfolgt im Bankettsaal des Stadttheaters eine Einführung in die Veranstaltung mit Kristina Nerát.

Im ersten Teil präsentiert das Ballett des SNE die vielfältigen Gesichter der Liebe und veranschaulicht tänzerisch, was diese aus und mit uns machen kann. Wilde Verliebtheit und berauschendes Liebesglück finden in den Choreografien ebenso ihren Ausdruck wie Liebeskummer bis hin zu Verletzungen. Zur Musik von Detlef Kobjela zeigt das Ensemble in Solo-, Paar- und Gruppentänzen in atemberaubenden Gefühlsinterpretationen die große Bandbreite zwischen Liebesglück und Liebeskummer. Die leidenschaftliche Choreografie stammt von Juraj Šiška und der Ballettmeisterin des SNE, Mia Facchinelli.

Diese ließ ihre italienischen Wurzeln auch in die Gestaltung von Strawinskys weltberühmter Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ (deutsch: Frühlingsopfer) einfließen. Herausgekommen ist eine packende moderne Interpretation, die die Opferung unserer moralischen und ethischen Werte für den Wohlstand der Gesellschaft thematisiert. Die 16 Tänzerinnen und Tänzer des SNE zaubern zu Strawinskys fesselnder Musik ergreifende Bilder des Frühlingsopfers auf die Bühne.

Liebeserklärung an die Knef

Die Veranstaltung „So oder so – Hildegard Knef“ am Sonntag, 25. November 2018, um 19.30 Uhr ist ein musikalisches Theater von und mit Gilla Cremer. In ihrem Soloprogramm wird die Schauspielerin von Gerd Bellmann am Klavier begleitet, Regie führt Hartmut Uhlemann.

Gilla Cremer führt die Zuschauer durch Stationen aus dem Leben der Knef. Sie spielt, erzählt, tanzt, und singt sich durch die Höhen und Tiefen dieser außergewöhnlichen Biografie: Kindheit beim Großvater, Theater, Kriegsgefangenschaft, Film, Hollywood, Berlin, 1951 eine Nacktszene, Skandal, Broadway, Berlin, Geburt der Tochter, Bundesverdienstkreuz, Brustkrebs, Bücher, Chansons, drei Ehemänner. Ein Leben, das für drei gereicht hätte.

„So oder so – Hildegard Knef“ ist eine Liebeserklärung an eine vielseitig begabte Künstlerin, eine wirkliche Entdeckungsreise für alle, die „die Knef“ als Klatsch- und Schlagertante verbucht hatten, ein bewegender Abend für ihre Verehrer und eine ungewöhnlich unterhaltsame Lektion in deutscher Geschichte.

Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.ticket-regional.de. Nähere Informationen unter www.idar-oberstein.de.