Der Theaternachsommer im November

2012 wurde die damalige Jazz-Newcomerin Jasmin Tabatabai als „beste nationale Sängerin“ ausgezeichnet. (Foto: Felix Broede)

Klaus Köhler spielt die Rolle des Apple-Visionärs Steve Jobs (Fotos: Andreas Etter)

Der Theaternachsommer wird im November mit einem Jazz-Konzert und einer Schauspiel-Inszenierung über den Apple-Konzern fortgesetzt. Das Theaterfestival der Stadt Idar-Oberstein wird gefördert von der Kreissparkasse Birkenfeld, der OIE AG, der Firma Effgen und dem Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.ticket-regional.de. Nähere Informationen unter www.kultur.io.

Berührend authentischer Jazz

„Was sagt man zu den Menschen, wenn man traurig ist“ ist der Titel des zweiten gemeinsamen Albums der Schauspielerin und Sängerin Jasmin Tabatabai und des Saxofonisten David Klein. Das Konzert unter diesem Titel am Sonntag, 4. November 2018, um 19.30 Uhr im Stadttheater Idar-Oberstein ist eine Kooperationsveranstaltung von Blue Note e.V. und des städtischen Kulturamtes.

Die mehrfach preisgekrönte deutsch-iranische Sängerin und Schauspielerin tritt zusammen mit dem exzellenten Quartett des Schweizer Saxophonisten David Klein auf. Sie zeigt sich dabei vielseitig, sympathisch und berührend authentisch und singt leicht angejazzt Lieder von Hildegard Knef, den Puhdys oder von Reinhard Mey und Georg Kreisler. Jasmin Tabatabai beeindruckt mit ihrem Gespür für die richtige Auswahl der Songs. Diese präsentiert sie mal sanft, mal rockig, mal klassisch gejazzt. Das Publikum ihrer Konzerte kann sich ihrem Charme nicht entziehen: die Zuhörer werden hier nachdenklich gestimmt, dort wird ihnen ein freudiges Schmunzeln geschenkt. In jedem Fall sind zum Abschluss alle Konzertbesucher begeistert: Von Tabatabais außergewöhnlichem Gesang genauso, wie von den hervorragenden Jazzrhythmen des David Klein Quartetts.

One-Man-Show mit Apfel

Am Mittwoch, 21. November 2018, um 10 Uhr präsentiert das Staatstheater Mainz im Stadttheater Idar-Oberstein das Schauspiel „Die Agonie und die Ekstase des Steve Jobs“ nach Mike Daisey. In der Inszenierung von Marc Becker gibt Klaus Köhler den Mitgründer und Visionär des Unternehmens mit dem Apfel-Logo.

Der Werbeslogan des Apple-Konzerns 1997 hieß „Think different.“ Und die Apple-Entwickler hielten, was sie versprachen. Sie dachten Dinge anders und revolutionierten, wie wir Musik hören, Fotos machen, Informationen erhalten und miteinander kommunizieren. Das, was wir heute Digitalisierung nennen, wäre ohne sie nicht möglich gewesen. Zwanzig Jahre später erleichtern uns Apple-Produkte den Alltag, sind intuitiv zu bedienen und gelten als Meilensteine des Produktdesigns. Der 2011 verstorbene Konzernchef Steve Jobs wird als Genie verehrt. Dank seiner steht die Firma nicht bloß für innovative Technik, sondern auch für Kreativität und Individualität.

Aber wie und wo werden die Geräte eigentlich produziert? Das fragte sich auch der US-amerikanische Autor, Schauspieler und bekennende Apple-Fan Mike Daisey und stieß bei seiner Recherche in China auf unmenschliche Produktionsbedingungen, die so gar nicht zum Hochglanzimage des Konzerns passen wollen.