OB besucht Weltretter-Ausstellung

Drittklässler der Idarbachtalschule wollen Ozeane vom Müll befreien

Die Klasse 3c der Idarbachtalschule präsentierte Oberbürgermeister Frank Frühauf ihre Ausstellung zum Thema ‚Rettet die Meerestiere‘.

Dabei zeigte sich der OB insbesondere auch von dem selbst konstruierten Modell eines ‚Müll-Kutters‘ begeistert.

Die Mädchen und Jungen der Klasse 3c der Idarbachtalschule haben eine Ausstellung zum Thema ‚Rettet die Meerestiere‘ erarbeitet und Oberbürgermeister Frank Frühauf mit einem selbst gestalteten Brief zum Besuch der Ausstellung eingeladen. Natürlich kam der OB dieser tollen Einladung gerne nach und war anschließend beeindruckt von der Art und Weise, wie die Schüler das Thema aufbereitet hatten.

Ziel der Drittklässler ist es, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen und daher haben sie sich am Weltretter Wettbewerb von ‚Zeit Leo‘, des Kindermagazins der ‚Zeit‘, beteiligt. Dabei sollen Schüler der Klassen drei bis sechs unter dem Motto ‚Rette mit, wer kann!‘ eigene Ideen dafür entwickeln, wie ihre Welt aussehen soll oder was in ihren Augen dringend verbessert werden muss – und zwar mit Hilfe von MINT-Disziplinen (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Der Gedanke der eigenen Ideenentwicklung soll sich durch alle Phasen des Wettbewerbs ziehen – von der Themenfindung über die Recherche, Umsetzung bis zur Dokumentation. Und zu gewinnen gibt es auch noch etwas: Die drei Klassen mit den besten Projekten fahren zur Weltretter-Party nach Hamburg und können dort als Hauptpreis eine Klassenfahrt oder einen Tagesausflug gewinnen.

„Das Thema für ihren Wettbewerbsbeitrag ‚Rettet die Meerestiere‘ haben sich die Kinder selbst ausgesucht“, berichtete ihre Lehrerin Heike Schwarm dem Oberbürgermeister. Aufmerksam wurden sie auf das Problem der zunehmenden Vermüllung der Ozeane durch einen Zeitungsartikel, der sich mit dem großen Müllstrudel im Pazifik beschäftigte. Ausgehend von diesem Bericht recherchierten sie in Zeitschriften, Lexika und im Internet und beschäftigten sich intensiv mit der Problematik. „Sogar in den Pausen haben sie durchgearbeitet“, so Schwarm, die vom Engagement der Kinder ganz begeistert ist. Sie sammelten Informationen, malten Bilder, erstellten Collagen und bastelten sogar ein Fisch aus Müll – und tauften ihn auf den Namen ‚Freddie‘. Höhepunkt des Projektes ist aber das aus Lego-Technik selbst konstruierte Modell eines ‚Müll-Kutters‘. Er kann über ein Tablet gesteuert werden – natürlich ebenfalls selbst programmiert – und soll den Müll aus den Ozeanen fischen. „Wenn wir nichts tun, gibt es in 30 Jahren mehr Müll als Fische in den Meeren. Und wenn sich die Meerestiere im Müll verheddern oder Plastikmüll fressen, können sie sterben. Außerdem gelangen die kleinen Plastikteilchen auch in unsere Nahrung und machen uns krank.“ All das und noch viel mehr berichteten die Jungen und Mädchen dem Oberbürgermeister, als sie ihn durch die Ausstellung führten. Denn aus ihrem Wettbewerbsbeitrag heraus haben die Schüler eine Präsentation erarbeitet, die das Thema aufgreift und vertieft.

„Es ist toll, wie umfassend Ihr euch mit diesem Thema auseinandergesetzt habt“, lobte Oberbürgermeister Frühauf sichtlich beeindruckt die Schüler. Umweltschutz und Müllvermeidung seien wichtige Themen, die man nachhaltig umsetzen müsse. Das sehen auch die Kinder so und haben in ihrem persönlichen Umfeld selbst schon Maßnahmen zur Müllvermeidung ergriffen: Es werden Mehrweg- anstatt Einwegflaschen gekauft, keine Strohhalme mehr benutzt, in die Schule werden wiederverwendbare Trinkbecher mitgebracht und vieles mehr. „Ihr habt das Thema hervorragend aufbereitet und präsentiert, macht weiter so“, unterstrich der Stadtchef und hofft, dass die Kinder mit ihrem gelungenen Beitrag das Finale des Weltretter Wettbewerbs erreichen. Ob das klappt, erfahren sie am 26. Februar, denn dann benachrichtigt die Jury die Teilnehmer über die Ergebnisse. „Ihr müsst mir unbedingt mitteilen, wie es ausgeht“, erklärte Frühauf und hatte für die Schüler auch noch einen kleinen Ansporn für zukünftige Projekte parat: „Ich spendiere 100 Euro für die Klassenkasse.“ Da soll noch jemand behaupten, Engagement für die Umwelt würde sich nicht lohnen.