Stellplatz für dreizehn Wohnmobile an der Weiherschleife

Vor der BIA-Sitzung informierten sich die Ausschussmitglieder über den neuen Wohnmobilstellplatz ‚Weiherschleife‘.

Vor der jüngsten Sitzung des Bau-, Infrastruktur- und Umweltausschusses (BIA) besichtigten die Ausschussmitglieder den neuen Wohnmobilstellplatz ‚Weiherschleife‘. Die von der Stadt Idar-Oberstein errichtete Anlage, die mit LAG-Mitteln gefördert wird, steht kurz vor der Fertigstellung und soll zeitnah in Betrieb gehen.

Das Naherholungsgebiet rund um die Historische Weiherschleife ist ein bei Einheimischen und Touristen beliebtes Ausflugsziel. Zur Weiterentwicklung und Attraktivierung des Areals hat der Stadtrat unter anderem die Errichtung eines Wohnmobilstellplatzes im nördlichen Bereich beschlossen. Die notwendigen Bauarbeiten sind mittlerweile erfolgt und auch die meisten der technischen sowie der Ver- und Entsorgungseinrichtungen installiert. Bei der Besichtigung der Anlage unterstrich Bürgermeister Friedrich Marx, dass der neue Wohnmobilstellplatz der Stärkung der touristischen Infrastruktur diene und bedankte sich bei Stadtplanung, Tiefbauamt sowie Gebäudemanagement für die Realisierung des Projektes. Weiterhin hob der Bürgermeister das Engagement der Edelsteinminen GmbH hervor. Diese ist am Kallwiesweiher ansässig und betreibt im Auftrag der Stadt die beiden Sehenswürdigkeiten Historische Weiherschleife und Edelsteinminen Steinkaulenberg. „Für unseren neuen Wohnmobilstellplatz nimmt die Gesellschaft die Funktion als ‚Platzwart‘ wahr und kümmert sich um die Anlage“, so Marx.

Anschließend erläuterte Carsten Horbach, technischer Leiter des Gebäudemanagements, die Konzeption des Stellplatzes. Er bietet Platz für insgesamt 13 Wohnmobile, ist jedoch nur für das kurzzeitige Abstellen für maximal drei Nächte vorgesehen. Daher verfügt die Anlage auch nicht über sanitäre Einrichtungen, ist ansonsten jedoch mit Möglichkeiten zur Wasser- und Stromversorgung sowie Abwasserentsorgung ausgestattet. Bezahlt wird an einem Parkscheinautomat, der in einem Holzpavillon untergebracht ist. Dort wird auch Informationsmaterial für die Gäste vorgehalten.

„Es ist noch nicht alles fertig, aber die Anlage ist nutzbar und soll daher nunmehr Betrieb gehen“, unterstrich Carsten Horbach. Noch fehlt unter anderem die Bepflanzung der Erdwälle, die den Platz zur Tiefensteiner Straße hin abschirmen. Ebenfalls noch zu setzende Hecken sorgen zukünftig für die Parzellierung der einzelnen Stellplätze. Weiterhin sollen auf der Rasenfläche im Zentrum des Platzes noch ein Walnussbaum und im hinteren Bereich einige Apfelbäume gepflanzt werden. Das alles soll im Herbst erfolgen. Außerdem fehlen noch die entsprechenden Hinweisschilder und eine Gabionenwand, die als Sichtschutz für die Abfallcontainer dient.

„Für die Errichtung des Stellplatzes haben wir mit Kosten von 162.000 Euro kalkuliert, aktuell liegen wir bei 169.000 Euro“, erklärte Horbach. Dies bedeute Mehrkosten von knapp 5 Prozent. Gefördert wird die Maßnahme über die LAG Erbeskopf als LEADER-Projekt im Rahmen des Entwicklungsprogrammes EULLE. Hier erhält die Stadt eine Zuwendung in Höhe von rund 80.000 Euro.

Offiziell in Betrieb gehen soll der Wohnmobilstellplatz am 1. Oktober 2020. Bis dahin muss der Stadtrat noch die Benutzungs- und Gebührenordnung beschließen, die bei der BIA-Sitzung vorbesprochen wurde. Das Abstellen eines Wohnmobils kostet dann 7,50 Euro pro Tag inklusive Entsorgung, Strom kostet 0,50 Euro je Kilowattstunde, Frischwasser 0,10 Euro je zehn Liter. Für die Abwasserentsorgung ohne Übernachtung werden 2,50 Euro fällig.