Anwohner zeigen Probleme im Stadtquartier auf

Von der ehemaligen Flurschule aus machten sich die Teilnehmer auf den Weg zu den beiden Rundgängen.

Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung für das Förderprogramm „Soziale Stadt – Stadtquartier Wasenstraße“ hatten das Stadtplanungsbüro BBP und das Quartiersmanagement zu einem Stadtteilspaziergang eingeladen. Rund 25 Bürger, überwiegend Anwohner des Quartiers, nahmen an den beiden jeweils 90-minütigen Rundgängen teil, die von der ehemaligen Flurschule aus auf zwei Routen durch das Quartier führten.

Bei den Rundgängen wurden die Problemlagen im Quartier schnell deutlich: Etliche Häuser stehen leer und sind baufällig, viele Straßen und Ecken aber auch Privatrundstücke sind mit Abfall verschmutzt, vorhandene Pflanzbeete ungepflegt. Für die zahlreichen Kinder, die im Fördergebiet wohnen, gibt es kaum Spielmöglichkeiten. Daher werden Straßen und Gehwege zum spielen genutzt, hier wäre dringend eine Begegnungsstätte mit Spiel- und Grünflächen notwendig. In den teilweise engen Straßen gibt es zu wenige Stellplätze für die Anwohner, die dann auch oft noch von Mitarbeitern umliegender Betriebe oder anderen Dauerparkern belegt werden. Ein Dorn im Auge ist den Anwohnern auch der Durchgangsverkehr, der oft viel zu schnell in der Wasen- und Ritterstraße unterwegs ist. Hier sollte ihrer Ansicht nach eine stärkere Kontrolle erfolgen. Aufgrund schlechter Ausleuchtung werden manche Verbindungswege oder Unterführungen als Angsträume wahrgenommen.

Bei der abschließenden Besprechung in der ehemaligen Flurschule wurden die Kritikpunkte nochmals zusammengefasst. Dabei wurde auch deutlich, dass sich die Anwohner bei ihren Anliegen eine stärkere Unterstützung seitens der Verwaltung erwarten. Anfang kommenden Jahres beginnt dann die Durchführung von Workshops, in denen die Erarbeitung von Maßnahmen und Projekten für das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept erfolgen soll.