Edgar Mais stellte sein neues Buch vor

Edgar Mais (r.) bei der Vorstellung seines neuen Buches.

In seinem neusten Buch Idar-Oberstein im Dritten Reich beleuchtet Edgar Mais die Geschehnisse der NS-Zeit hier vor Ort. Das unter Mitwirkung von Stadtarchivar Manfred Rauscher und mit Unterstützung der Stadt Idar-Oberstein entstandene Werk wurde jetzt in der Göttenbach-Aula vorgestellt.

In seiner Begrüßung wies Oberbürgermeister Bruno Zimmer darauf hin, dass sich Edgar Mais früherer Lehrer, Mitglied des Landtages und langjähriges Mitglied des Idar-Obersteiner Stadtrates in seinen Publikationen bereits mehrfach mit der Epoche des Nationalsozialismus beschäftigt hat. Auch in seinem neusten Buch Idar-Oberstein im Dritten Reich greift der Autor das Thema wieder auf. Das Besondere daran ist jedoch, dass er dabei die Situation hier vor Ort beleuchtet und berichtet, wie die Menschen unserer Region die Auswirkungen des Systems erlebten. Dabei sei es nicht Mais Anliegen, Übeltäter jener Zeit an den Pranger zu stellen, sondern vielmehr ein Stück Heimatgeschichte aufarbeiten, so Zimmer.

Bei der anschließenden Vorstellung seines Buches dankte Edgar Mais der Stadt Idar-Oberstein für deren Unterstützung sowie Stadtarchivar Manfred Rauscher für dessen Mitwirkung bei der Erstellung des Manuskripts. Einen besonderen Dank richtete Mais an Zeitzeugen sowie Nachkommen, die Berichte, Fotos und Dokumente für die Publikation zur Verfügung gestellt hatten. In einem kurzen Abriss ging der Autor auf den Inhalt des Buches ein, das in vier Kapiteln die jüngste Vergangenheit der Stadt Idar-Oberstein und dem nahen Umfeld in Text und Bild dokumentiert, wobei ein Kapitel die von Otto Conradt verfasste Chronik der Stadt Idar-Oberstein von 1933 bis 1948 enthält. Wir sind es vor der Geschichte unseres Volkes schuldig, Anteil zu nehmen an unserer jüngsten Vergangenheit. Sich abzuwenden, nichts wissen wollen, was Eltern und Großeltern erlebt haben, geht nicht. Es gilt, die Erlebnisse während der NS-Zeit, einschließlich Krieg, nicht zu vergessen, auszuschreiben und sich damit auseinanderzusetzen. Diese Aussage aus dem Vorwort von Edgar Mais drückt am deutlichsten die Intention des Autors aus, die in zur Erstellung dieser Publikation bewegte.

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde eine von Christoph Eberle zusammengestellte Multimediavorführung gezeigt. Sie beinhaltete einen Dokumentarfilm, der die Ereignisse in Deutschland während der Nazi-Herrschaft im Zeitraffer darstellte, sowie Ausschnitte aus einer Aufführung von Leben in Deutschland 1933 bis 1949, einem von Edgar Mais geschriebenen Theaterstück.

Etliche Besucher machten während der Veranstaltung von der Gelegenheit Gebrauch, eines der druckfrischen Bücher zu erwerben und sich vom Autor signieren zu lassen. Auch entspannen sich im Anschluss und während der zwischenzeitlichen Pause zahlreiche Diskussionen über die Zeit der NS-Diktatur, da sich unter den Gästen auch einige der Zeitzeugen befanden, die sich an der Erstellung des Buches beteiligt hatten.

Das Buch Idar-Oberstein im Dritten Reich umfasst rund 430 Seiten und ist ab sofort im örtlichen Buchhandel für 29,95 Euro erhältlich. Zum gleichen Preis kann es auch beim Bürgerservice der Stadt sowie bei der Tourist-Information erworben werden.