Förderprojekt: Aktives Stadtzentrum - Innenstadt Oberstein

Als eine der ersten Kommunen in Rheinland-Pfalz wurde die Stadt Idar-Oberstein in das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Das Programm soll zur Vorbereitung und Durchführung von Gesamtmaßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung von zentralen Versorgungsbereichen, im Wesentlichen von Innenstadtzentren, als Standort für Wirtschaft, Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben dienen.

Das Fördergebiet ergibt sich aus der beigefügten Karte.

Zielsetzung ist es, die Innenstadt Obersteins als Ort zum Wohnen, Arbeiten und Leben zu entwickeln und die zentralen Versorgungsbereiche zu stärken. Im Rahmen des Städtebauförderprogrammes werden nicht nur öffentliche Projekte gefördert. Vielmehr sind auch private Investitionen zur Beseitigung städtebaulicher Mängel einbezogen, um gemeinsam die Attraktivität des Obersteiner Innenstadtbereichs zu steigern.

Der integrative Projektansatz bedingte eine enge Einbindung der Öffentlichkeit, Ideen und Anregungen vieler Akteure (Anwohner, Geschäftsleute, soziale Einrichtungen, Vereine und Verbände) sollten Berücksichtigung finden. Durch eine intensive Mitwirkungsbereitschaft der Bürger, die in verschiedenen thematischen Arbeitskreisen viele Ideen und Anregungen eingebracht haben, konnte ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden. Aufbauend hierauf erarbeitete das Büro WSW & Partner GmbH in enger Abstimmung mit dem städtischen Bauamt ein integriertes Entwicklungskonzept. Dieses Konzept beinhaltet alle Maßnahmen, nach Priorität gegliedert, deren Umsetzung im Projektzeitraum geprüft und wenn möglich umgesetzt werden soll. Dieses Entwicklungskonzept wurde am 26.10.2011 vom Stadtrat beschlossen.

Das Integrierte Entwicklungskonzept verfolgt auch das Ziel, den besonderen Charakter des Obersteiner Stadtzentrums, vor allem auch in seiner stadtbildwirksamen Bausubstanz, zu erhalten und weiter zu entwickeln. Hierzu wurden stadträumlich differenzierte Hinweise und Empfehlungen in Form einer Gestaltungsfibel erarbeitet. Die Inhalte der Gestaltungsfibel sollen als Grundlage für die Beratung bei öffentlichen und privaten Vorhaben im Sanierungsgebiet dienen und stellen die Grundlage für die rechtlich verbindliche Gestaltungssatzung dar, die in einem nächsten Schritt zu erarbeiten ist.


Städtische Projekte

Im Rahmen der Programmumsetzung werden viele Maßnahmen seitens der Stadt durchgeführt. Die wichtigsten Maßnahmen, die derzeit bearbeitet bzw. geplant werden, sind:

  • Neugestaltung Bahnhofsvorplatz und Zentraler Omnibusbahnhof
  • Industriedenkmal Bengel
  • Themenwege
  • Konzept Beleuchtung und Stadtillumination
  • Landschaftspark Schloss Oberstein (in Zusammenarbeit mit dem Land Rheinland-Pfalz)


Förderung privater Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen

Private Modernisierungs-/Instandsetzungsmaßnahmen sind wesentlicher Bestandteil der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme und tragen als Einzelmaßnahmen zur Verwirklichung der Ziele und Zwecke einer städtebaulichen Gesamtmaßnahme bei. Die Stadt Idar-Oberstein fördert Modernisierungs-/Instandsetzungsmaßnahmen an privaten Gebäuden im Rahmen einer Modernisierungsrichtlinie, sofern die Maßnahmen auch im öffentlichen Interesse liegen.

In den vergangenen Jahren wurden so bereits 15 Objekte seitens der Stadt gefördert. Mit einer Fördersumme von ca. 240.000 € konnten Investitionen von ca. 1,43 Mio. € angestoßen werden, die zum Großteil wieder an einheimische Handwerksbetriebe geflossen sind. Einige Beispiele sind in der Übersicht dargestellt.

Sofern Sie Eigentümer einer Immobilie im Fördergebiet sind und sich mit dem Gedanken tragen, umfassende Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen mit Kosten von mind. 10.000 € durchzuführen, können Sie sich bezüglich der Prüfung einer Förderung mit dem Stadtbauamt oder dem beauftragten Kernbereichsmanager Herrn Lösch in Verbindung setzen.


Ansprechpartner:

  • Frau von der Burg
  • Herr Tatsch
  • Herr Lösch (Kernbereichsmanager), MAP-Consult GmbH, Merianstraße 2 (Rathaus), 55276 Oppenheim, Tel: 06133/926343, Fax: 06133/926345, s.loesch@map-consult.de


Weiterhin ist das Gebiet auch als förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet ausgewiesen, für das nach einer vertraglichen Vereinbarung mit der Stadt die günstigeren Abschreibungsmöglichkeiten des § 7 h Einkommensteuergesetz genutzt werden können.