Fassadenwettbewerb


Seit 1983 ruft die Stadt Idar-Oberstein unter dem Motto „Farbiges Idar-Oberstein“ in regelmäßigen Abständen zu einem Fassadenwettbewerb auf.
Immobilieneigentümer in Idar-Oberstein haben hier die Möglichkeit, Fassaden von Gebäuden, die während des Wettbewerbszeitraums stilgerecht renoviert oder farbig neu gestaltet wurden, zum Wettbewerb zu melden und die an ihren Fassaden vorgenommenen Verschönerungen zu präsentieren. Idealerweise werden durch die Ideen weitere Gebäudeeigentümer inspiriert und angeregt, ihrerseits tätig zu werden.

ANREIZ für Hauseigentümer
Ziel ist es, den Hauseigentümern im Stadtgebiet einen kleinen Anreiz zu bieten, mit einer Modernisierung der Fassade zu einem optisch ansprechenden Wohnumfeld beizutragen.
Ein attraktives Stadtbild liegt sowohl im Interesse der Bürger als auch im Interesse des Rates und der Verwaltung.

Fassadenwettbewerb 2015/ 2016
Auch im Zeitraum 2015/2016 findet wieder der städtische Fassadenwettbewerb statt.
Das Formblatt und die Wettbewerbsbedingungen finden Sie hier.

Bitte reichen Sie das ausgefüllte Formular und aussagekräftige Fotos Ihrer Modernisierung (Vorher/ Nachher Dokumentation) bei der Stadtverwaltung Idar-Oberstein ein:
Stadtverwaltung
Stadtbauamt
Georg-Maus-Straße 1
55743 Idar-Oberstein
Telefon: 06781/ 64-630
Telefax: 06781/ 64-448
E-Mail: bauverwaltung@idar-oberstein.de

Wir freuen uns über zahlreiche Einsendungen. Einsendeschluss ist der 31.12.2016.

Rückblick Fassadenwettbewerb 2013/2014

Zum Fassadenwettbewerb 2013/2014 wurden 38 Bewerbungen eingereicht, die den Bedingungen entsprachen. Nachfolgend sind die ausgezeichneten Gebäude aufgeführt sowie die Begründungen der Jury zur Preisverleihung.

 

1. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Dorfstraße 2 und 2a, Stadtteil Weierbach
Eigentümerin: Karin Juchem
Ausführung: Maler Fett, Weitersbach

1. PlatzIn der Dorfstraße in Weierbach ist es durch einen gekonnten Anstrich gelungen, ein altes Bauernhaus von 1870 und einen daran angebauten Neubau aus den 1970ger Jahren geschickt zu verbinden.

Das wunderschön sanierte Bauernhaus besticht mit seiner klaren Fassadengliederung und den Sprossenfenstern mit Fensterläden. Durch eine geschickte Farbwahl wurde die klare Architektur gekonnt hervorgehoben.

Passend zum sandfarbenen Grundton der Fassade ist der Sockel in einem dunklen Ton gehalten, der auf die Umrahmungen der Fenster und der Haustür perfekt abgestimmt ist und bis um den Neubau fortgesetzt wird. Die Fensterläden wurden passend zur Haustür dunkel lackiert, so dass die Kontraste in der Fassade diese lebendig wirken lassen.

Der Zwischenanbau zum 1970er-JahreWohnhaus wurde in weiß zurückgenommen und der vorspringende Anbau mit Treppenhausfenster und Balkon in den gleichen Farben, wie das alte Bauernhaus gestrichen. Dabei wurden die Fensterumrandungen jeweils kontrastierend auf dem sandfarbenen Untergrund in weiß und auf dem weißen Grund in Sandgelb gehalten. So entsteht bei diesem gesamten Ensemble ein gelungener Spannungsbogen, der die Jury überzeugte, dass mit großer Einigkeit hier der 1. Preis vergeben wurde.
2. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Genossenschaftsstraße 2, Stadtteil Oberstein
Eigentümer: Monika und Rolf Hahn
Ausführung: Firma Hahn und Weiß, Idar-Oberstein

2. PlatzBei dem Wohnhaus der Eheleute Hahn am Eingang zur Genossenschaftstraße am Schlossberg in Oberstein ist eine grundlegende Sanierung der Fassade sowie der Garagen und der darüber aufgebauten neuen Terrasse vorgenommen worden, nachdem das Haus in den vergangenen Jahren bereits umfangreich von innen saniert wurde, um es an zeitgemäße Wohnverhältnisse anzupassen. Dabei wurden zuerst die Eternitplatten entfernt, die Fassade vollständig gedämmt, schließlich neu verputzt und die schlichte Architektur durch eine gelungene und abgestufte Farbwahl in Blau- und Grautönen geschickt gestaltet.

Bei der farblichen Gestaltung wurden passend zum Grundton der Fassade die Einfassungen der Fenster und Türen in einem klaren Weiß gehalten. Der Grauton des Sockels wird sowohl an der Eingangsseite bis zum verschieferten Giebel hochgezogen, als auch im Bereich der Garagen aufgetragen, wo sich die Farbe über der neuen Terrasse an der Fassade fortsetzt.

Passend zu diesem hervorragenden Gesamteindruck wurden sowohl das Garten- als auch das Terrassengeländer in Edelstahl aufwändig gestaltet. Dadurch und durch die gelungene Farbabstufung stellt sich das Gebäude, das ursprünglich im 19. Jahrhundert gebaut wurde, so dar, dass eine gänzlich neue moderne Wirkung eintritt, die die Jury überzeugte.
3. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Tiefensteiner Straße 180, Stadtteil Tiefenstein
Eigentümer: André Meelis
Ausführung: Marc Kaster, Herborn

3. PlatzDas historische Gebäude an der Tiefensteiner Straße besticht durch eine klare Fassadengliederung, die durch die kontrastreiche Farbwahl betont wird. In der Vergangenheit waren das Untergeschoss und das Obergeschoss durch rein dekorative Fachwerkdarstellungen unterteilt worden.

Durch die neue Fassadengestaltung mit den nunmehr angebrachten Fensterläden ist der Gesamteindruck wesentlich harmonischer. Über einem dunklen Sockel, der mit dem verschieferten Giebel korrespondiert, wurde die Fassade vom Erdgeschoss bis zum Giebel in einem hellen Ton gestrichen. Dazu passend wurden die Fensterlaibungen hell gestrichen und die Fenster mit tiefgrün gestrichenen Fensterläden eingerahmt. Diese Gestaltung setzt sich fort auf der Eingangsebene bis hin zu den Garagen.

Mit dieser gelungenen Maßnahme ist das Gebäude ein weiterer Lichtblick in der Reihe von vielen sehr ansprechenden Gebäuden entlang der Tiefensteiner Straße.
4. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Ida-Purper-Straße 31-33, Stadtteil Idar
Eigentümer: Wohnungseigentümergemeinschaft
Ausführung: Malergeschäft Schüller, Niederbrombach

4. PlatzBei dem Mehrfamilienhaus in der Ida-Purper-Str. wurde durch den Anstrich die Architektur betont und deren Gliederung gelungen hervorgehoben. Mit einer weißen Grundierung der großen Fassadenflächen über einem dunkel gehaltenen Sockel wurde als Kontrast hierzu eine ruhige Grundfarbe gewählt. Davon heben sich die Rot-Rosétöne, die den Eingangsbereich mit den begleitenden Giebeln und die Balkone an der Rückseite betonen geschickt ab.

Durch die Farbwahl ist ein frischer Gesamteindruck entstanden, der die Jury überzeugt hat, so dass hier der 4. Preis vergeben wurde.
5. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Unterer Pfarracker 32, Stadtteil Weierbach
Eigentümer: Familie Vanessa Nisius
Ausführung: Maler und Lackierer Nisius, Idar-Oberstein

5. PlatzDas Wohnhaus im Unteren Pfarracker ist der Jury durch eine gelungene Farbwahl und aufgesetzte farbliche Akzente aufgefallen. Das Haus wurde komplett mit Wärmedämmung versehen, neu verputzt und in einem hellen nur leicht getönten Fassadenton gestrichen. Darauf wurde in einer leicht abgetönten Farbe ein Ornament aufgebracht, das die Fassadenfläche geschickt auflockert. Der Sockel und die Stützmauern zum Garten wurden aufeinander abgestimmt in einem passenden Braunton gestrichen. Als Akzent wurden dann die vorspringenden Erker an den Giebelseiten in einem leuchtenden dunklen Rotton gehalten, von dem die weiß gerahmten Fenster sich gelungen abheben.
6. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Hauptstraße 84, Stadtteil Idar
Eigentümer: Becker Vertriebs-GmbH
Ausführung: Malergeschäft Schüller, Niederbrombach

6. PlatzDas Eckhaus am Schleiferplatz in Idar, das über Jahrzehnte eine vorgehängte Fassade hatte, ist durch eine grundlegende Sanierung und eine Öffnung dieser Fassade wieder in ein neues Licht gerückt worden. Im Erdgeschoss wurden die ehemaligen Schaufenster durch Holzfenster ersetzt, die zur neuen Nutzung als Gaststätte und Brauhaus passen. Das Obergeschoss zeigt sich wieder mit gegliederten Fenstern, die farblich abgesetzt der weiß gehaltenen Fassade einen gelungenen Rhythmus geben. Die Gebäudeecken wurden mit vorspringenden farblich passend zu den Fensterlaibungen abgesetzten Kanten betont, so dass ein gelungener Gesamteindruck entstanden ist und die Innenstadt von Idar davon profitiert.
7. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Barbararing 43, 45, 47, 49 und 51, Stadtteil Idar
Eigentümer: Manfred Casper
Ausführung: Malergeschäft Schüller, Niederbrombach

7. PlatzDie Sanierung und farbliche Neugestaltung der Mehrfamilienhäuser am Barbararing hat mich ganz besonders gefreut. Hier sind mit farblichem Geschick bei einer schlichten Mehrfamilienhausarchitektur sehr gekonnt Akzente gesetzt worden. Ohne zu grell und bunt zu wirken, wurden die verschiedenen Gebäude geschickt aufeinander abgestimmt farblich gestaltet, wobei jeder Gebäudeteil eine eigene Grundfarbe erhalten hat. Dazu passend wurden die Eingangsbereiche in einem sich wiederholenden Lilaton hervorgehoben, die Haustüren passend lackiert und mit weißen Putzgesimsen umrandet, sowie die Hausnummern weiß aufgetragen.

Auf einer geschlossenen Giebelfläche wurde schließlich noch eine Ansicht von Schloss Oberstein aufgebracht. Damit hat Herr Casper mit der Firma Schüller einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung des Erscheinungsbildes am Barbararing geleistet.
8. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Poststraße 6+8 und Ackerstraße, Stadtteil Oberstein
Eigentümer: Familie Siebert
Ausführung: Maler und Lackierer Nisius, Idar-Oberstein

8. PlatzDieses Objekt liegt mir besonders am Herzen, weil ich seine Entwicklung über einen längeren Zeitraum verfolgen durfte. Frau Siebert hat mit ihrem Lebensgefährten und Ihrer Familie ihr Haus am Schlossberg, das unmittelbar zwischen den Straßen Acker- und Poststraße liegt, aufwändig saniert und zum Schluss farblich außerordentlich ansprechend streichen lassen. Es sind bei der Maßnahme neue Fenster und Türen eingebaut worden und der Zugang von der Ackerstraße her wurde mit einer geschwungenen Holzpalisade sehr geschickt von der Straße abgetrennt. Bei der Farbwahl wurde in verschiedenen Sand- und Rottönen die Fassadenteile hervorgehoben und die Fenstereinfassungen hell abgesetzt. Passend dazu haben die Garagentore im rötlich gehaltenen Sockelbereich eine passende Farbgestaltung erhalten.

Mit dieser aufwändigen Sanierung ist ein Kleinod am Schlossberg geschaffen worden, das zeigt, dass man auch im Stadtzentrum attraktiven Wohnraum erhalten kann.
9. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Alte Poststraße 106, Stadtteil Tiefenstein
Eigentümer: Uwe Neu
Ausführung: Firma Denis Weiper, Allenbach

9. PlatzIn Tiefenstein in der Alten Poststraße ist ein altes Fachwerkhaus aus dem Jahr 1853 wieder fachgerecht saniert worden. Dabei wurden die Fachwerkfelder abgestemmt, gesandstrahlt und mit einem Bio-Einbettmörtel auf Kalkbasis wieder aufgebaut. Danach erhielten die Felder einen Grundputz und Anstrich mit Kalkfarbe. Die Fachwerkbalken wurden mit Leinöl grundiert und erhielten einen Leinölanstrich. So ist das Objekt traditionell in schwarz – weißer Struktur hergestellt worden. Ansprechend ergänzt wurde der Gesamteindruck noch durch die passende Gestaltung des Holzzaunes, der das Grundstück von der Straße trennt.
10. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Am Berg 18, Stadtteil Oberstein
Eigentümer: Brigitte Schuch
Ausführung: Firma Maler Herzog GmbH, Idar-Oberstein

10. PlatzDie beiden historischen Wohngebäude, die etwas versteckt am Schlossberg liegen und nur fußläufig erreichbar sind, wurden als Ensemble von ein und derselben Malerfirma gestaltet. Dabei wurden die Fassaden gereinigt und über den dunkler abgesetzten Sockeln auf einander abgestimmt in unterschiedlichen Sandtönen gestrichen. Das Holzfachwerk des Gebäudes Am Berg 18 wurde ebenso wie die Holztür in einem dunklen Rotton gehalten.

Hierdurch hat diese ohnehin sehr reizvolle Ecke am Schlossberg auf einem der Wege zur Felsenkirche sehr gewonnen.
10. Preis Fassadenwettbewerb 2013/2014
Gebäude: Am Berg 20, Stadtteil Oberstein
Eigentümer: Edeltraud Gödecke
Ausführung: Firma Maler Herzog GmbH, Idar-Oberstein

10. PlatzDie beiden historischen Wohngebäude, die etwas versteckt am Schlossberg liegen und nur fußläufig erreichbar sind, wurden als Ensemble von ein und derselben Malerfirma gestaltet. Dabei wurden die Fassaden gereinigt und über den dunkler abgesetzten Sockeln auf einander abgestimmt in unterschiedlichen Sandtönen gestrichen. Das Holzfachwerk des Gebäudes Am Berg 18 wurde ebenso wie die Holztür in einem dunklen Rotton gehalten.

Hierdurch hat diese ohnehin sehr reizvolle Ecke am Schlossberg auf einem der Wege zur Felsenkirche sehr gewonnen.