Arbeitsgruppe entwickelt Ideen für ein neues Gestaltungskonzept der Fußgängerzone

Ideenskizze zur möglichen Umgestaltung des Kirchplatzes

Nachdem im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Aktive Stadtzentren“ bereits vor einigen Wochen mit einem Workshop zur Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes die erste Maßnahme begonnen wurde, befasste sich jetzt ein Arbeitskreis mit neuen Ideen zur Entwicklung und Gestaltung der Fußgängerzone Oberstein. Ziel ist es, den Wohn- und Einzelhandelsstandort zu stärken um das vielfältige Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie und Dienstleistungen nicht nur zu sichern sondern noch weiter auszubauen.

Oberbürgermeister Bruno Zimmer würdigt das große Engagement der vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich im vergangenen Jahr für das Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ eingesetzt haben. Die dabei entwickelten Ideen, Wünsche und Prioritäten bildeten auch die Beschlussgrundlage für den Stadtrat. Die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes sowie die Erstellung eines neuen Gestaltungskonzeptes für die Fußgängerzone hatten für alle Beteiligten eine sehr hohe Priorität. „Über einen Zeitraum von zehn Jahren werden wir, dank finanzieller Unterstützung von Land und Bund, gemeinsam mit Anwohnern, Einzelhändlern und Hauseigentümern die Innenstadt von Oberstein positiv weiter entwickeln“, beschreibt Zimmer die weitere Vorgehensweise des Projekts.

Zu Beginn der Arbeitsgruppensitzung beschrieb Julia Kaiser vom Büro WSW & Partner die aktuelle Situation der Obersteiner Fußgängerzone, die sich in drei Teilbereiche gliedert; den touristischen Bereich - vom Marktplatz bis zum Kirchplatz; die klassische Fußgängerzone, die bis zum Platz auf der Idar verläuft und die Verbindung zum Bahnhof, als dritten Teilbereich. Hauptziel der neuen Konzeption ist die gestalterische Verbindung der drei Teilbereiche mit Highlights oder sogenannten „Trittsteinen“, um in der 850 Meter langen Fußgängerzone die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu verbessern und auch dadurch eine weitere Belebung zu erreichen.

Als Ideen wurden neben einer Verbesserung der Beschilderung, zusätzlichen Informationstafeln und einer neuen Beleuchtung und Möblierung die Aufwertung durch die Herausbildung von Bewegungs- und Verweilzonen, zusätzliche Begrünung, Veranstaltungen, und ein Projekt „Roter Faden“ diskutiert. Auch die Brunnen waren hierbei Thema, da an diesen dringende Sanierungsarbeiten anstehen und somit die Möglichkeit besteht, die umgebende Gestaltung für die unterschiedlichen Nutzungsansprüche, wie zum Beispiel einen Bühnenaufbau im Rahmen des Straßentheaterfestivals, umzugestalten. Gerade für das Anfang August stattfindende Straßentheaterfestival würde eine größere bespielbare Fläche im Stadtzentrum eine willkommene Bereicherung darstellen und eröffnet die Möglichkeit zusätzliche Veranstaltungen in diesem Bereich der Fußgängerzone zu etablieren. In diesem Zusammenhang verweist Stefan Lösch vom Büro Map-Consult darauf, dass neben privaten Baumaßnahmen auch die Durchführung von interessanten Veranstaltungen über das Programm „Aktive Stadtzentren“ förderfähig sind.

Die Stadt bietet hierzu Eigentümern und Einzelhändlern die kostenlose Teilnahme an Beratungsgesprächen an. Diese finden regelmäßig am 3. Montag im Monat in der Stadtverwaltung statt. Termine können mit Stefan Lösch vom Büro MAP-Consult unter der Telefonnummer 06133-926343 vereinbart werden.