"MoraLand" Ein Jahrmarkt voller Wunder
Geigenspieler mit Lampenschirm auf dem Kopf an einem BaumTheater Anu

Do., 15.08.13, 19 - 24 Uhr
Fr., 16.08.13, 19 - 1 Uhr
Sa., 17.08.13, 19 - 1 Uhr
So., 18.08.13, 15 - 21 Uhr

Wiese neben der Messe Idar-Oberstein
Im Rahmen der Kultursommereröffnung 2010 haben die Besucher am Ufer des Lichterflusses auf der überbauten Nahe von dem besonderen Volk der Moraner erfahren.
Pünktlich zur Eröffnung des THEATERSOMMERS sind die Moraner wieder bei uns und verwandeln die Wiese neben der Messe Idar-Oberstein in einen poetischen Theaterjahrmarkt. Zelte mit kunstvoll bemalten Fassaden, romantische Lampenschirminstallationen und zahlreiche Lichterketten bilden den verträumten Jahrmarkt, den das skurile Volk der Moraner aufbauen wird.
In mehr als zehn Stationen erzählen die Moraner die berührende Geschichte über ihren wiedergewonnenen Einklang mit der Natur.
Besuchen Sie die fiktive Welt voller Wunder und verrückter Geschichten.

Planen Sie mindestens zwei bis drei Stunden ein.
Picknick erwünscht!
Der Jahrmarkt hat auch bei Regen geöffnet.

Weiter Infos: www.moraland.de

"In MoraLand habe ich das Sehen gelernt und das Staunen wiedergefunden"
Ein Besucher

"Hamlet://Macht.Schatten.Play"
Theater Handgemenge

Sa., 17.08.2013
20 Uhr, Stadttheater

Schattentheater

Peter Müller und Stefan Wey
in Koproduktion mit dem Theater Erfurt und Bayern Kultur

Foto: Lutz Edelhoff
Hamlet!
Die mythische Anziehungskraft dieses Dramas verlangt nach einer zeitgemäßen Form.
Peter Müller und Stefan Wey können als Großmeister des Schattentheaters bezeichnet werden. Sie haben eine Fassung entwickelt, die in ihrer großformatigen Ästhetik einmalig ist und beleben eine der ältesten Spielformen - das Schattenspiel - mittels moderner Lichttechnik zu einem cineastischen Theatererlebnis.
Die Bilder werden nicht hinter, sondern vor die Leinwand inszeniert. Dadurch lassen sie den Betrachter unmittelbar an der Entstehung ihrer "Schattenwelt" teilhaben. Durch mit Scheinwerferlicht produzierte Zooms, "Kamerafahrten" und Tiefenverlagerungen entstehen visuelle Effekte, die man sonst nur aus der Filmwelt kennt.
Die großartige Geschichte um Intrigen, Hass und Verrat erzählen Peter Müller und Stefan Wey unterhaltsam, mit einer guten Portion Komik, aber dennoch nah dran am Original.

Shakespeare hätte begeistert applaudiert.

Der Besuch der alten Dame
Eigenproduktion

Fr., 23.08.13 und Sa., 07.09.13
jeweils 20 Uhr im Stadttheater

Tragikomödie nach Friedrich Dürrenmatt

Regie: Frank Gutjahr
mit Kathy Becker, Jonathan Ramirez de Jong u. a.

Die im Ausland schwerreich gewordene Kläri Wäscher kehrt nach vielen Jahren in ihre heruntergekommene Vaterstadt zurück, die sie ehemals fluchtartig verlassen musste. Sie ist bereit, der Stadt einen beträchtlichen Teil ihres Vermögens zu überlassen, um diese aus ihrer finanziellen Notlage zu retten. Alle sind begeistert, doch die Sache hat einen Haken: Das großzügige Angebot ist mit einer Bedingung verknüpft, die die Bewohner der Stadt einer schweren moralischen Prüfung unterwerfen.
Die alte Dame fordert den Tod eines angesehenen Mitbürgers ...

Die tragische Komödie des schweizer Dramatikers Friedrich Dürrenmatt handelt von Rache und Gerechtigkeit und beschäftigt sich mit hochaktuellen Fragen: Ändern wir unsere moralischen Werte, wenn nur der Preis stimmt?
Wird etwas Falsches richtiger, nur weil es "alle" tun?
Welchen Wert haben die Rechte des einzelnen?
Das Publikum möge sich selbst einer Gewissensprüfung unterstellen.

Doch all dies kommt nicht schwer verdaulich daher. Für Fans des skurrilen und schwarzen Humors wird viel geboten - die Macher geben Lachgarantie!

Der Brandner Kaspar
N.N. Theater

Sa., 24.08.13
20 Uhr, Gelände am ehemaligen Güterbahnhof

Schauspiel nach Franz von Kobell

Regie: Ute Kossmann
Musikalische Leitung: Bernd Kaftan
Foto: Wolfgang Weimer
Der Brandner lebt als rüstiger Büchsenmacher und Jagdhelfer am Tegernsee. Eines Tages steht der Tod vor ihm und fordert ihn auf, mitzugehen. Kaspar windet sich, schafft es, den Tod mit Kirschgeist betrunken zu machen und schließlich auch noch dazu zu überreden, mit ihm um weitere Lebensjahre Karten zu spielen. Er betrügt den Tod - und dieser gewährt ihm weitere 18 Jahre Leben.
Diese verlaufen anders als erwartet. Er verliert alle, die er liebt. Seine Marie an einen anderen Mann, seine Söhne an den Krieg.

Das N.N. Theater stellt in dieser Inszenierung den Tod dorthin wo er hingehört:
Mitten ins pralle Leben!

Jenseits von Gut und Böse
Zwei Schauspieler und eine PuppeKopp/Nauer/Vittinghoff

So., 25.08.13
20 Uhr, Stadttheater

Theaterstück für zwei Schauspieler und drei Puppen

anschließend Publikumsgespräch
Pfarrer Gunther glaubt unerschütterlich an das Gute im Menschen und hat bei sich zu Hause ein Resozialisierungsparadies gschaffen. Dort leben er und seine Schützlinge - der Alkoholiker Wolfgang, der kleinkriminelle Hashem und die schwangere Iris - in scheinbarer Harmonie.

In diesem Asyl verlorener Seelen findet sich als Neuzugang Björn, ein überzeugter und gewaltbereiter Neonazi, ein.
Gunthers Barmherzigkeit entpuppt sich bald als unheimliche Besessenheit, die keine Widerrede duldet. Die Handlung setzt sich humorvoll und abgründig mit dem Glauben aueinander. Jede der vier Hauptfiguren steht für einen anderen Lebensentwurf.
Auch das moralische Konzept von Gut und Böse wird thematisiert: Der Pfarrer steht für das Gute, ist aber engstirnig und belügt seine Umwelt.
Der Neonazi verkörpert das Böse, tritt jedoch für die Wahrheit ein ...

Eine Nacht im August
Chawwerusch Theater

Mi., 28.08.13
20 Uhr, Gelände am ehemaligen Güterbahnhof

Eine deutsch-französische Liaison

von Danilo Fioriti und Ensemble
Regie: Jürgen Flügge
Musik: Ben Hergel
Liedtexte: Michael Bauer
Foto: Helmut Dudenhöffer
Es war einmal: Eine Grenzstation im Nirgendwo an der deutsch-französischen Grenze: Deutsche und französische Studenten überwältigen mit einem Trick die Zöllner. Sie feiern die Einigkeit, kommen sich näher und trennen sich wieder. Jeder von ihnen hat etwas in seinem Gepäck. Da sind die großen Lasten der Geschichte. Aber es gibt auch individuelle Lasten. Und so treffen die Studenten in dieser Nacht, in der alles möglich ist, auf die Geister ihrer eigenen Vergangenheit.
Aber auch auf die französische Marianne und den deutschen Michel, die in dieser "Nacht im August" an eben dieser Grenze ihren alten Ehestreit beenden wollen.

Aus der Feier für die Zukunft wird ein gemeinsam geträumter Traum. Der Traum von Europa wird greifbar. Es wird gespielt, getanzt, gesungen und das in Deutsch, Französisch, Pfälzisch und Elsässisch und mit beiden Händen in die Zauberkiste der theatralen Ausdrucksmittel gegriffen.

Papillon
Ensemble FisFüz & Gianluigi Trovesi

Fr., 30.08.13
20 Uhr, Stadttheater
Wenn sich Musik des Orients und volkstümliche Melodien aus Italien verbinden, dann beides mit jazzigem Drive untermalt wird, entsteht ein faszinierender, neuer Sound. Und wenn der italienische Klarinettenvirtuose Gianluigi Trovesi gemeinsam mit dem Ensemble FisFüz auf der Bühne steht, wird das Publikum stets begeistert mitgerissen.
Der Reiz dieses Quartetts liegt nicht nur in der musikalischen Verbindung von Orient und Okzident, nicht nur in dem weiten musikalischen Feld von traditionell anmutenden Stücken aus der Türkei oder Italien, aus Einflüssen jüdischer Musik oder dem Swingfeuer von Benny Goodman, mit dem Ensemble FisFüz & Trovesi treffen Musiker aus zwei Generationen zusammen, die über ein hohes Maß an Erfahrung verfügen und diese mit der Authenzität ihres kulturellen Hintergrundes zusammenführen.
Gianluigi Trovesi aus Bergamo zählt zu den profiliertesten Klarinettisten weltweit.
Das Ensemble FisFüz begeistert das Weltmusikpublikum mit einer eigenständigen Musik, die Grenzen überwindet und in die Herzen geht.

11 anos - 1111 conciertos
Che Sudaka

Sa., 31.08.13
21 Uhr, Platz Auf der Idar

Cumbia-Reggae-Punk aus Barcelona
Che Sudaka können eine Geschichte vorweisen wie kaum eine andere Band in diesen Zeiten. Innerhalb von 11 Jahren sind die fünf Musiker aus Argentinien und Kolumbien selbst zu einer musikalischen Referenz geworden, welche nicht nur eine ganze Generation junger Musiker weltweit inspiriert, sondern mittlerweile sogar Euphorie und Respekt bei den eigenen musikalischen Vorbildern hervorruft.
Die um das Jahr 2000 nach Barcelona eingereisten Musiker haben sich den Ruf, eine der kraftvollsten und verrücktesten Bands weltweit zu sein, erkämpft.
Che Sudaka sind eine absolute Erfolgsgeschichte. In ihren Songs spiegelt sich die Entwicklung der Band wider: Persönliche Reflexionen über das menschliche Zusammenleben in einer immer verrückter werdenden Welt, über die Bedeutung von humanistischen Werten und die Fähigkeit zur Selbstkritik.
Live erwartet Sie wieder ein schweißtreibendes Set von Cumbia bis Punk, mit mehrstimmigem Gesang und natürlich der wahnsinnigen Show der beiden Sänger-Brüder Leo und Kacha.

Die kleine Entführung
Kleine Oper Bad Homburg

So., 01.09.13
17 Uhr, Stadttheater

Klassisches Familienmusical nach W. A. Mozart

Foto: Wolfgang Fuhrmannek
"Die kleine Entführung" heißt die kindgerechte Bearbeitung der Oper von W. A. Mozart. In faszinierender Weise wird der komplizierte Opernstoff für Kinder verkürzt, vereinfacht und zu einem Fantasie-Märchen wie aus 1001 Nacht umgearbeitet, mit farbenfrohen Kostümen und einer aufwändigen Bühnenausstattung, Lichtdesign und Pyrotechnik.
Echte Opernsänger laden das jüngste Publikum ein zu einem lustigen Ausflug in die klassische Musik. Ein Konzertpianist begleitet sie dazu am Flügel. Und dazu gibt es Popmusik und fetzige Tänze. Die Story, die erzählt wird, ist ganz einfach.

Mit Mord und Totschlag könnte dies alles enden, doch nicht bei Mozart ...
Die Kinder werden mit Spaß und Freude an die Klassik herangeführt und tanzen am Ende vor Begeisterung auf der Bühne.

Woyzeck Ein musikalischer Fall
Theater a. d. Ruhr

Fr., 06.09.13
20 Uhr, Stadttheater

19:30 Uhr Einführung in das Schauspiel

Inszenierung: Roberto Ciulli
Dramaturgie: Helmut Schäfer
Musik: Matthias Flake

Foto: A. Köhring
"Woyzeck: Ich geh. Es ist viel möglich. Der Mensch! Es ist viel möglich. - Wir haben schön Wetter, Herr Hauptmann. Sehn Sie, so ein schöner, fester, grauer Himmel; man könnte Lust bekommen, ein´ Kloben hineinzuschlagen und sich daran zu hängen, nur wegen des Gedankenstrichels zwischen Ja und wieder Ja - und Nein. Herr Hauptmann, Ja und Nein? Ist das Nein am Ja oder das Ja am Nein schuld? Ich will drüber nachdenken."

In der Gesellschaft, in der der historische Woyzeck am 27. August 1824 wegen Mordes hingerichtet wurde, war kaum etwas möglich.
Georg Büchner greift auf diesen Fall zurück und seziert das Verhalten dieses Bürgertums mikroskopisch und entdeckt mit Schrecken die Groteske dieser Welt.
Zum 200. Geburtstag Büchners widmet sich Roberto Ciulli diesem Drama mit dem Untertitel "Ein musikalischer Fall". Das gesamte Schauspielensemble schafft mit der Musik von Matthias Flake auf der Bühne Klangräume zwischen traditionellen Jahrmarktsmelodien und phantastisch-surrealen Tönen, die Woyzecks Erinnerungen und Geisteswelt heraufbeschwören.

Tango
CobosMika

So., 08.09.13
20 Uhr, Stadttheater

Tanz aus Barcelona
mit live gespielter Musik vom Quartet Gerió
Tango = 4 Beine, 2 Körper, 1 Herz: Musik und Tanz in ihrer reinsten Form verbinden das Gerió Quartet und CobosMika miteinander und erfinden eine neue explosive und virtuose Choreografie zur Musik von Astor Piazolla. Damit soll die Tür geöffnet werden um Tangoliebhabern eine Annäherung an zeitgenössischen Tanz zu liefern. Es gibt viele Erklärungsversuche der Faszination von Tangomusik auf die Spur zu kommen - als Gemeinsamkeit zur tänzerischen Bewegung steht deren Wirkung auf Herz und Seele. Tango breitet Leidenschaft aus und weckt die Lust, melancholische und leidenschaftliche Rhythmen durch Bewegung auszudrücken.
CobosMika spürt mit einer sinnlichen Choreografie diesen Momenten nach. CobosMika wurde 2000 in Deutschland gegründet und ist seit 2006 in Katalonien zu Hause. Die Company hat einige wichtige Preise gewonnen und ihre Arbeit weltweit präsentiert.
Das Gerió Quartet besteht aus renommierten Musikern des Orchesters aus Girona und besteht seit 2001.