Seit 1970 veranstaltet der in Idar-Oberstein ansässige Bundesverband der Edelstein- und Diamantindustrie den Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreis. Im Jahr 1989 gesellte sich der Deutsche Nachwuchswettbewerb dazu. Bei den Wettbewerbsthemen, die jeweils vom Bundesverband vorgegeben werden, steht im jährlichen Wechsel einmal die „Schmuckbearbeitung in Verbindung mit dem Edelstein“ und einmal die „Edelsteinbearbeitung“ im Vordergrund. Teilnehmen können Schmuck- und Edelsteingestalter sowie Gold- und Silberschmiede aus dem In- und Ausland.
Die Arbeiten werden von einer hochkarätig besetzten und internationalen Jury bewertet, die zumeist aus fünf bis sieben Jurorinnen und Juroren unterschiedlicher Fachrichtungen besteht. Die im Vergleich zu anderen internationalen Wettbewerben hohe Dotierung der ausgelobten Preise stellt zudem für alle Teilnehmer einen zusätzlichen materiellen Anreiz dar.
Wettbewerbe 2013
| Das Thema des diesjährigen Hauptwettbewerbs lautet "Under Pressure", das des Nachwuchswettbewerbs lautet "Feel free". Mehr dazu in der Vorankündigung. |
Wettbewerbe 2012
43. Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreises Idar-Oberstein 2012
Thema: „Die Sterne Hollywoods“
Den 1. Preis erhielt Hector Lasso aus Idar-Oberstein für seinen Ring aus Silber und rosa Turmalinen.
Begründung der Jury: „Walk of fame“ nennt der Preisträger Hector Lasso seinen Ring aus Silber und fünf Turmalinen in Würfelform. Nach Auffassung der Jury handelt es sich bei dieser handwerklich perfekten Wettbewerbsarbeit, die geradezu mit der Dreidimensionaliät spielt, um die beste Arbeit des diesjährigen Hauptwettbewerbs. Timo Küchler, Chefdesigner bei Niessing, sparte nicht mit Lob: „Ich sehe den Ring in erster Linie vom designerischen Aspekt. Ich habe schon viele Fassungen gesehen, und hier ist jemandem etwas Besonderes gelungen. Würfel in dieser Weise aneinander zu reihen und so dreidimensional auf die Hand zu setzen, ist wirklich eine schwere Aufgabe. Mehrere Steine in dieser Weise in einen Ring zu bringen, da ist jemanden so ein ganz kleiner Quantensprung gelungen.“ Auch Jury-Mitglied Eva Habermann zeigte sich begeistert: „Wenn man von unten durchschaut, sieht es aus wie ein Stern und wenn man von oben draufschaut, sieht es aus wie eine Blume. Es ist quasi ein aufblühender Stern, was man ja in Hollywood immer sucht.“ Die Schmuckdesignerinnen Margot McKinney und Cynthia Bach waren von dem gut tragbaren Ring und der perfekten Kombination der verwendeten Materialien – insbesondere der Anordnung der „frischen pinkfarbenen Turmaline“ – angetan. Die fünf Turmaline stehen – wie der Preisträger erklärt – für die fünf Disziplinen des „Walk of Fame“: Film, Television, Musik, Radio and Live Performance. „Aber in erster Linie sind die wirklichen Stars von Hollywood Menschen. Hierfür zeigt der Stern in der Mitte des Ringes die Hautfarbe der Person, die den Ring trägt. So wird der Träger des Rings ein unverzichtbarer Teil des Schmuckstücks.“ Die Jury entschied einstimmig. |
24. Deutschen Nachwuchswettbewerbes für Edelstein- und Schmuckgestaltung Idar-Oberstein 2012
Thema: „Die Welt der Fabelwesen“ Hier errang den 1. Preis Anna Feuerpfeil aus Solingen mit einem Ring aus Silber und Bergkristall Begründung der Jury: Bei diesem handwerklich und konzeptionell überzeugenden Ring aus Silber und Bergkristall handelt es sich nach einhelliger Auffassung der Jury um die beste Arbeit des diesjährigen Nachwuchswettbewerbes. Der auf den ersten Blick eher schlicht wirkende Ring erinnert an eine Spieluhr, die ihr kostbares Inneres behutsam verbirgt. Klappt man den mit Bergkristallspitzen besetzten Deckel auf, offenbart sich das Geheimnis. Die Preisträgerin nimmt den Betrachter mit auf ihre poesievolle Reise in die Welt der Fabelwesen. „In meinem Traum“, so die Preisträgerin, „begegne ich der Schneekönigin, die in einer von Eisbären gezogenen Kutsche sitzt. Die Schneekönigin trägt einen Ring, der mein Interesse besonders weckt. Als die Schneekönigin ihn aufklappt und mir das Innere zeigen will, erwache ich und der Traum ist vorbei. Das Einzige, was bleibt, ist die Erinnerung an den Ring“. Die Jury zeigte sich von der fantasievollen und überaus kreativen Umsetzung des gestellten Wettbewerbsthemas und dem filigranen Innenleben des Spieluhr-Rings beeindruckt und entschied einstimmig. |
Nähere Informationen zu den Wettbewerben gibt es auf der Homepage des Bundesverbandes der Edelstein- und Diamantindustrie unter www.bv-edelsteine-diamanten.de.
Zum 4. Mal fand der Gestaltungswettbewerb "mineralArt" statt, der von der Kreissparkasse Birkenfeld in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Birkenfeld und der Stadt Idar-Oberstein veranstaltet wird.
Thema des Wettbewerbs war "inside quartz - kostbarer makel". Im Mittelpunkt stand die Herstellung eines innovativen Schmuckstücks oder Objekts aus oder in Verbindung mit Quarz, der durch Einschlüsse von Fremdkristallen oder strukturelle Eigenschaften inspiriert wird. Am Wettbewerb konnten sich insbesondere Schmuck- und EdelsteingestalterInnen, Auszubildende, Schüler und Studierende der Fach- und Fachhochschulen, der Hochschulen und Akademien des In- und Auslandes, beteiligen. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung auf der inhorgenta europe 2012 in München.
mineralArt 2012
Thema „inside quartz - kostbarer makel“
Den 1. Preise errang Thomas Stoffel aus Stipshausen mit einem Edelsteinobjekt (200 x 60 x 37 mm) aus Bergkristall.
Begründung der Jury: Die Jury sieht in der Skulptur alle Wettbewerbskriterien am besten erfüllt. Der naturbelassene schrundige Rand, die glatt polierten Außenflächen und die quer dazu liegenden Einschlüsse sind wohl gegeneinander gesetzt und bestechen durch ihre klare harmonische Proportionierung. So eröffnen sich von allen Seiten jeweils faszinierende Perspektiven und überraschende Eindrücke. Dabei stehen die unbearbeitete Außenhaut und die klare innere Struktur in einem schönen Spannungsverhältnis. Mit den auf das Minimum reduzierten Reflexionsflächen wird die Gestaltung hin zum Wesentlichen geführt. |
Nähere Informationen zum Gestaltungswettbewerb gibt es auf der Homepage www.mineral-art.de.