Theatersommer Idar-Oberstein 2010

20. August bis 11. September 2010
Schloss Oberstein und Stadttheater

 

Der Theatersommer Idar-Oberstein macht es sich zur Aufgabe besondere Ausblicke in die nationale und internationale Bühnenkunst zu werfen und spannende Produktionen an die Nahe zu holen. Hierbei sollen sowohl alle Sparten abgedeckt werden als auch innerhalb der Sparten unterschiedliche“ Theater, Tanz und Musiksprachen“ vorgestellt werden.
Kreative künstlerische Vielfalt, die es schafft ein Publikum im Kopf und im Herzen zu bewegen, zu begeistern und Fenster zu öffnen. Die intime romantische Kulisse von Schloss Oberstein gibt zu den meisten Aufführungen den stimmungsvollen Rahmen. Mit einigen Vorstellungen, die eines konzentrierten und geschützten Rahmens bedürfen, findet das Festival im Stadttheater den geeigneten Ort.

Sehr gedeihlich erwies sich in der Vergangenheit die Zusammenarbeit mit der Neuen Bühne Senftenberg, die 2005 von „Theater heute“ zum Theater des Jahres gekürt wurde. Senftenberg in Brandenburg verfügt über ein eigenes Theaterensemble, das unter der Intendanz von Sewan Latchinian und seinem Motto „Provinz ist nur da, wo man sie zulässt“, Klassiker aber auch zeitgenössisches Theater mit eigener Handschrift inszeniert.
In diesem Jahr in Idar-Oberstein zu Gast mit Kleist´ zerbrochnem Krug machen sie einen Brückenschlag zu dessen bemerkenswerten Ausführungen zum Marionettentheater und geben den Schauspielern allesamt Puppenbeine.
Ebenso zu Gast mit Faust I“ kreieren sie vorm Schloss ein Werk, das sicherlich nicht nur Goethe lebenslänglich beschäftigt hat.

Ein weiterer gern geladener Gast , ist das N.N. Theater aus Köln. Aus der Tradition des Straßentheaters kommend begeistert das Ensemble mit seiner leichtfüßigen Annäherung an Klassiker. In diesem Jahr wendet Sich das N.N. Theater der deutschen Romantik zu: Der Novelle Aus dem Leben eines Taugenichts von Joseph von Eichendorff. Hierbei wird der Stoff in ein Musiktheater verwandelt und spürt, entgegen dem derzeitigen Zeitgeist, die in Vergessenheit geratene Leichtigkeit der deutschen Seele auf.

Einer ganz anderen Theaterästhetik verpflichtet sich Sanja Mitrovic ursprünglich aus Belgrad derzeit in Amsterdam lebend und arbeitend mit "Will You Ever Be Happy Again ?"
Sie zeigt ein sehr persönliches und packendes Theaterstück über den Untergang Jugoslawiens und die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Mit Mitteln des dokumentarischen Theaters umreißt sie den Einfluss von Nationalität auf Identität und schafft ein kleines, faszinierendes Stück von europäischer Dimension. Diese Produktion ist zur Zeit auf vielen internationalen Festivals zu sehen, ob in Wien, Brüssel, Belgrad oder Zürich.

Mit ihren kindgerechten Inszenierungen konfrontiert die Kleine Oper Bad Homburg kleine - aber auch große - Besucher auf etwas andere Weise mit dem Thema Klassik. Mit farbenfrohen Kostümen, einer aufwändigen Bühnenausstattung, ausgefallenem Lichtdesign und Pyrotechnik bringt die Kleine Oper "Max und Moritz - Neue Streiche", eine moderne Version von Wilhelm Buschs klassischem Familien-Musical, auf die Bühne. Ein Veranstaltung für die ganze Familie präsentiert.

Auch heimische professionelle und nicht professionelle Künstler bereichern das Programm. In "König David von Arthur Honegger bringt die Kantorei Idar unter Leitung von Katharina Götz die spannende Geschichte des König David aus der Bibel, vertont in mitreißender Musik, auf die Bühne des Stadttheaters. In Anlehnung an die ursprüngliche Fassung als Schauspielmusik bereichern szenische Elemente die Inszenierung. 

Musikalisch gibt sich die Berliner Kultband die 17 Hippies ein Stelldichein.
Unter der Überschrift Nur Stämme werden überleben sorgt die Band  nicht nur auf Europas Bühnen für Furore. Die Idee war von Anbeginn, traditionelle Musik aus Osteuropa, Frankreich und Amerika mit eigener Prägung zu versehen. Dass dies überall verstanden wird, sieht man am weltweiten Erfolg dieses Rock-the-world-Orchesters.

Am Ende des Festivals sind viel-und weitgereiste Künstler zu Gast:
Die Bolivianerin Carla Natascha, am Burgtheater von Peter Zadek entdeckt, und ihre zwölfköpfige Band werden zum Abschluss mit einer Mischung aus lateinamerikanischer Folklore, Salsa und Latin Pop das Publikum zum Tanzen bringen.

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Die Spannweite beim Tanz reicht vom feurigen Flamenco der spanischen Compania Flamenca mit dem virtuosen Gitarristen Antonio Andrade bis zu einem spektakulären Tanz-und Bewegungsstil moderner Hip-Hopper zu erleben bei der Dance Company Botega aus Italien.